S O N D E R A U S G A
B E
...zum Thema "Paradise
Now"
UNFASSBAR....
Einen Goldenen Bären
gab es zwar nicht für die
Verherrlichung von Selbstmordanschlägen,
"NUR" den "Blauen Engel" (Europäischer
Filmpreis),
PLUS den
Deutschen Publikumspreis, wie auch den
Amnesty-Filmpreis!!!!!!
Plus einiges
Mehr.....
HINWEIS ZU UNSERER MAILINGLISTE...
Der nachfolgende
Pressespiegel soll dazu beitragen ein möglichst WAHRHAFTIGES Bild
über alles Rund um das Thema "Antisemitismus" zu bekommen.
Die hier
veröffentlichten Artikel repräsentieren nicht in jedem Fall die Meinungen der
Redaktion, oder der restlichen Mitglieder der Honestly-Concerned Mailingliste.
Dies gilt i.B. für die im letzten Abschnitt dieser Ausgabe veröffentlichten
Leserbriefe und -beiträge einzelner Mitglieder.
JEDE
WEITERVERÖFFENTLICHUNG DER BEI UNS VERÖFFENTLICHTEN BRIEFE ODER KOMMENTARE, OHNE
VORHERIGE GENEHMIGUNG DER URSPRÜNGLICHEN ABSENDER ODER DER REDAKTION, IST STRIKT
UNTERSAGT!

An
die
Kulturstiftung des
Bundes
Franckeplatz 1
06110 Halle an der
Saale
18.02.2005
Film „Paradise
Now“
Sehr geehrte Frau Dr. Weiss,
sehr geehrte
Frau Dr. Hendricks, sehr geehrte Frau Vollmer, sehr geehrte Frau Hertling,
sehr geehrte
Frau Maron, sehr
geehrter Herr Chrobog, sehr geehrter Herr Thierse, sehr geehrter Herr Dr. Lammert,
sehr geehrter
Herr Härtel, sehr geehrter Herr Prof. Dr. Karp, sehr geehrter Herr Kiepe,
sehr geehrter
Herr Lübking, sehr geehrter Herr Wowereit, sehr geehrter Herr Prof. Dr.
Hoffmann,
Sie sind Mitglieder des
Stiftungsrates der Kulturstiftung des Bundes, die im Oktober 2004 gemeinsam
mit den Internationalen Filmfestspielen Berlin den World Cinema Fund
gegründet haben.
Der World Cinema Fund unterstützt
Kooperationsprojekte deutscher Filmproduzenten mit nicht-europäischen
Filmemachern und Produzenten. Er fördert Filme, die ohne den Fund nicht
entstehen können. „Filme, die mit einer ungewöhnlichen Ästhetik überraschen,
die starke Geschichten erzählen und ein authentisches Bild ihrer kulturellen
Herkunft vermitteln“, wie es auf der zugehörigen Website heißt.
Einer dieser Filme ist die
internationale Co-Produktion (Niederlande, Deutschland, Frankreich)
„Paradise Now“ des palästinensischen Regisseurs Hany Abu-Assad.
Angesichts u. E. äußerst umstrittener Passagen dieses Filmes und
angesichts einiger u. E. problematischer Aussagen des Regisseurs möchten wir
unsere Bedenken, ja sogar unsere Bestürzung über die Unterstützung von
„Paradise Now“ durch den World Cinema Fund zum Ausdruck
bringen.
Im Folgenden nur drei Beispiele, die
in uns Unverständnis für die Unterstützung
wecken:
Alles in allem erscheint uns der
Film als eine Glorifizierung der palästinensischen Selbstmordattentäter. Es
besteht u. E. die Gefahr, dass dieser Film die Menschen, die ihn sehen,
dahingehend beeinflusst, dass sie bei weiteren stattfindenden
Selbstmordattentaten nur um den palästinensischen Täter trauern, da er für
sie durch die einseitige Darstellung im Film zum Opfer wird, nicht aber um
die wahren Opfer –die getöteten Israelis-, da diese für sie auf Grund
suggestiver Passagen im Film zu Tätern werden! Ist es tatsächlich Wille des
World Cinema Fund, diese verkehrte Welt zu unterstützen? Wohin sind wir in
Deutschland gekommen, wenn nur 60 Jahre nach Auschwitz eine derartig „coole“
Darstellung der Tötung von Juden unterstützt wird, salonfähig ist und
Chancen auf Preise hat? Wohl leider nicht sehr weit!
Wir bitten Sie als Mitglieder des
Stiftungsrates der Kulturstiftung des Bundes, unsere Bestürzung nicht
einfach ad acta zu legen, sondern entsprechend darüber nachzudenken und
Stellung zu nehmen.
Mit freundlichen
Grüßen,
Johannes
Reiner.
Deutsch-Israelische Gesellschaft AG
Freiburg
Eine Kopie dieses Schreibens
geht als Fax an den World Cinema
Fund
Wie gesagt, meiner Ansicht
nach verharmlost der Film die palästinensischen Selbstmordattentate.
Und m. E. besteht die Gefahr, dass dieser Film die
Menschen, die ihn sehen, dahingehend beeinflusst, dass sie bei weiteren
stattfindenden Selbstmordattentaten nur um den palästinensischen Täter
trauern, da er für sie durch die einseitige Darstellung im Film zum Opfer
wird, nicht aber um die wahren Opfer –die getöteten Israelis-, da diese für
sie auf Grund suggestiver Passagen im Film zu Tätern werden! Ist es
tatsächlich der Wille von ai, diese verkehrte Welt zu unterstützen? Wohin
sind wir in Deutschland gekommen, wenn nur 60 Jahre nach Auschwitz eine
derartig „coole“ Darstellung der Tötung von Juden unterstützt wird,
salonfähig ist und sogar Preise erhält? Wohl leider nicht sehr weit!
Ich bitte Sie, meine Bestürzung nicht einfach ad acta zu legen, sondern entsprechend darüber nachzudenken und Stellung zu nehmen.
Mit freundlichen Grüßen,
Andrea Lauser.
79111 Freiburg
TEIL 2 - HAGALIL BRAUCHT HILFE...
jungle
world- Fällt die Mauer? - Seit zehn Jahren informiert
Hagalil über jüdisches Leben. Der Online-Dienst ist ein Bollwerk gegen
Rassismus und Antisemitismus. Nun droht ihm das Aus. von markus
ströhlein
»Im Moment sieht es zappenduster aus.« Die Stimmung bei Andrea
Livnat, einer der Macherinnen von Hagalil, ist, gelinde gesagt, gedrückt. Denn
Hagalil, Europas größtes deutschsprachiges Internetmagazin zum Judentum, steht
vor dem finanziellen Aus. Weitere Fördergelder aus dem Programm »Entimon –
gemeinsam gegen Gewalt und Rechtsextremismus«, das vom Bundesministerium für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des so genannten Aufstands der
Anständigen initiiert wurde, werden von der zuständigen Stelle
verweigert.
Dabei hatte es sich bei der Sicherung weiterer staatlicher
Zuschüsse im Oktober 2004 nur um eine vermeintliche Formalie gehandelt. Die
Betreiber von Hagalil waren wegen anhaltender Differenzen mit ihrem
Förderverein Tacheles reden e.V. übereingekommen, die Trägerschaft für die
Beantragung und Verwaltung der Fördergelder einem anderen Verein, haGalil
e.V., zu übergeben. Bis dahin hatte sich Tacheles reden e.V. um das so
genannte Interessenbekundungsverfahren gekümmert, mit dem das Ministerium
beziehungsweise Entimon die Bewerber um Zuschüsse ausgewählt hatte. Die
Beamten meldeten bei der Frage eines Trägerwechsels damals keinerlei Einwände
an. Jetzt hat sich die Lage ins Gegenteil gewendet. Sven Olaf Obst, der
zuständige Referent im Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend,
hat die mit der Verwaltung betraute Servicestelle angewiesen, den
Trägerwechsel grundsätzlich abzulehnen.
Die Realität hinter all dem
Bürokratensprech ist bitter. Kein Träger, keine Zuschüsse. Keine Zuschüsse,
kein Hagalil. Eine Einigung zwischen Tacheles reden e.V. und Hagalil, um so
zum Zustand vor dem geplanten Trägerwechsel zurückzukehren, ist nicht möglich.
Tacheles reden e.V. hat mittlerweile die Zusammenarbeit per Einschreiben für
beendet erklärt.
Man scheint nicht weiterzukommen. Die Behörde verschanzt
sich hinter Vorschriften. Neben der Problematik des Trägerwechsels verweist
man im Ministerium auch darauf, dass Tacheles reden e.V. nicht Hagalil,
sondern »haOr – Licht. Bildung gegen Antisemitismus« als zu unterstützendes
Projekt angegeben habe. Das ist richtig. Doch ein Blick in die
Projektbeschreibung von haOr genügt, um die Verknüpfung mit Hagalil
augenfällig zu machen: »Ziel des Projekts ›haOr – Licht. Bildung gegen
Antisemitismus‹ ist auch im Jahr 2004 die Sicherung und der Ausbau der
redaktionellen Tätigkeit von Hagalil.« Die Förderung von haOr schloss also die
Förderung von Hagalil implizit ein.
Ins Feld
führen die Beamten um Dr. Obst auch die vermeintliche Kommerzialität des
Internetmagazins. Als Beweismittel dienen auf der Seite platzierte
Werbebanner. Dass Reklame reich macht, kann Livnat jedoch nicht bestätigen:
»Die Werbeeinnahmen durch Banner sind minimal und haben beispielsweise 2004
nicht annähernd die Prozesskosten abgedeckt, die völlig unerwartet auf uns
zukamen.« Prozesse mussten geführt werden, weil die Berichterstattung von
Hagalil es nicht immer jedem Recht macht.
Dass das Internetportal auch
Feinde hat, merkten nicht nur die Betreiber. In einem Gespräch im Herbst 2003
mit David Gall, einem der Herausgeber von Hagalil, wies Dr. Obst darauf hin,
dass keines der über 3 000 bisher von Entimon geförderten Projekte in
Zuschriften so heftig angegriffen werde wie Hagalil. Die Menge an Hate-Mails
war auch der Grund für die damalige Bitte Obsts, jegliche Verweise auf Entimon
und das Bundesministerium von den Internetseiten zu tilgen.
Das Problem,
vor deutschnationalen Kreisen den Advokaten für ein jüdisches Internetmagazin
spielen zu müssen, hat sich für Dr. Obst mit der Beendigung des Projekts haOr
nun erledigt. Hagalil steht jedoch vor dem wohl größten Problem seit seiner
Gründung. Die vorhandenen Mittel reichen noch bis März 2005. Die dann zu
erwartende finanzielle Not mit Spenden auszugleichen, scheint für Livnat
illusorisch. Denn anders als viele ihrer bisherigen Gesprächspartner im
Ministerium vermuteten, stünden hinter Hagalil keine »reichen jüdischen
Gönner«.
Ehrenamtlich und ohne finanzielle Förderung wird die umfangreiche
Arbeit des Internetmagazins nicht möglich sein. Seit der Gründung im Jahr 1995
gelang es den Betreibern, ein massives Gegengewicht zum antisemitischen und
nazistischen Angebot im Internet zu schaffen und Judenhasser, Revisionisten
und sonstige Hasspropagandisten von den höheren Rängen der Suchmaschinen zu
verdrängen. Im Jahr 2004 wurden ungefähr 3 500 Artikel veröffentlicht. Die
Chaträume waren 1 800 Stunden geöffnet. In den Büros in München und Tel Aviv
wurden 2 200 Anrufe angenommen. Von 4 000 bei Hagalil gemeldeten
Internet-Seiten mit potenziell strafbarem antisemitischem oder
volksverhetzendem Inhalt wurden 120 zur Anzeige gebracht. Wie wirksam die
Berichterstattung sein kann, zeigte 2003 unter anderem der Fall Martin
Hohmann, auf den zuerst Hagalil aufmerksam machte.
Von den momentan 237
von Entimon geförderten Projekten befassen sich zwar einige mit
Antisemitismus, Hagalil ist jedoch das einzige, das an effektiven
Gegenstrategien zu rechter Propaganda im Internet arbeitet. »Hundert Seiten
Wahrheit gegen jede NS-Seite«, dieses Prinzip wird, auch wenn die Betreiber
von Hagalil ihren Dienst keinesfalls einstellen wollen, ohne staatliche
Finanzierung nicht aufrechtzuerhalten sein. Dann könnten in Fragen jüdischen
Lebens wieder das Nationaljournal, das Deutsche Kolleg und Horst Mahler die
Definitionsmacht im Internet
übernehmen.
ULRICH W. SAHM -
Israelische Scharfschützen
Jerusalem, 17. Februar 2005 - "Was hat die
israelische Armee noch zu tun, sowie der Friede ausbricht." Diese Frage wurde
dem Forscher Eyal Ben Ari nach dem Rückzug aus Südlibanon im Mai 2000
gestellt. Sein Team dachte über die Beteiligung an "Friedenstruppen"
nach.
Doch schon ab Oktober 2000 wurden die Militärforscher des "Harry S.
Truman Forschungsinstitut für die Förderung des Friedens" der Hebräischen
Universität von Jerusalem unfreiwillig gefordert, statt über eine Armee in
Friedenszeiten zu forschen, die Feinheiten einer Armee in einem "niedrig
intensiven Konflikt" zu erkunden. Die Intifada ist kein richtiger Krieg.
Dennoch werden die Soldaten wie in einem Krieg eingesetzt, vor allem die
Scharfschützen.
Die Konrad Adenauer Stiftung veranstaltete zusammen mit der
El Kuds Universität und dem Truman-Institut eine akademische Diskussion unter
Ausschluss der Presse. Professor Ben Ari stellte dabei seine noch
unveröffentlichte Forschungsarbeit über israelische Scharfschützen
vor.
Seit der ersten Intifada ab 1987 seien die israelischen
Militäraktionen "zunehmend durchsichtiger" geworden.
Menschenrechtsorganisationen, die Presse und Politiker beobachten immer
genauer, was die Soldaten im Felde tun. "Welchen Einfluss haben die
verstärkten Diskussionen um Menschenrechte im öffentlichen Diskurs auf das
Verhalten der Soldaten in den Kampfzonen", fragten sich die Forscher. In der
israelischen Armee sei vermehrt über "Menschenwürde" diskutiert wurden,
meistens über den Umgang mit Rekruten und Untergebenen, aber auch
vergewaltigten Soldatinnen. Nur beiläufig wurde über den Umgang mit dem
"Feind", der palästinensischen Zivilbevölkerung und "Terroristen"
debattiert.
Das Problem des "Kollateralschadens", also unschuldiger Opfer
infolge militärischer Aktionen, sei bei den Amerikanern im Zusammenhang mit
dem Einsatz von Nuklearwaffen während des Kalten Krieges aufgekommen. Die
Diskussionen führten zu dem Konzept "chirurgischer" Eingriffe bei
"low-tech"
(konventionellen) Konflikten. "Die Militärs liebten diese Idee",
sagte Ben Ari.
Für seine Forschungsarbeit befragte Ben Ari 170 Offiziere,
darunter 31 Scharfschützen. Zu seiner Überraschung bemerkte er beim Durchgehen
der Interviews, dass sie davon redeten "einen Menschen" getötet zu haben, also
nicht einen "Araber", einen "Feind" oder einen "Terroristen". Die gesamte
psychologische Literatur, so Ben Ari, gebe vor, dass zum Töten gezwungene
Menschen ihr eigenes Gewissen erleichtern, indem sie ihre Opfer
"entweder entmenschlichen oder dämonisieren". Bei den israelischen Soldaten
habe er das "fast gar nicht" vorgefunden.
"Das Einschussloch ist winzig,
aber das Gehirn explodiert und der halbe Kopf fehlt", zitiert Ben Ari einen
befragten Scharfschützen. "Das erste Mal ist sehr schwer. Aber wenn wir das
nicht tun, würden sie unsere Frauen und Kinder umbringen. Wir müssen diesen
Job tun", folgte als Rechtfertigung. Manche Schützen berichteten, dass sie
sich wie "Gott im Schlachtfeld" fühlten, als "Herren über Leben und Tod".
Andere genossen "professionelle Befriedigung" bei erfolgreicher
Pflichterfüllung.
Das Töten sei für israelische Scharfschützen "weder banal
noch traumatisch", fasst Ben Ari seine Erkenntnisse zusammen. Er bemerkte bei
manchen Soldaten eine "psychologische Distanzierung". Bekanntlich falle
Bomberpiloten und Artilleristen das Töten leichter als Panzersoldaten oder
Infanteristen, da sie ihr Opfer nicht "direkt sehen" könnten. Um sich zu
distanzieren, erzählten einige Scharfschützen, dass sie ihr Zielfernrohr "wie
ein Computerspiel" betrachteten.
Ben Ari bemerkte nur "sehr seltene Fälle"
von Dämonisierung des Feindes, zumal die anderen Soldaten und die Gesellschaft
das gezielte Töten der Scharfschützen voll mittragen. Einfache Soldaten
bezeichneten die Scharfschützen als "sehr wichtig". Die israelische
Gesellschaft betrachte das gezielte Töten als "notwendig"- um sich zu schützen
und gleichzeitig den Tod von Unschuldigen zu vermeiden. Deshalb sei ein
Prozess der "Dämonisierung" überflüssig, meint der Forscher.
Die
Scharfschützen hätten die Aufgabe, die "Feinde" auszuschalten, oft durch
gezielte Schüsse in die Waden und nicht mit tödlichen Schüssen, sagte Ben Ari.
Die Alternative sei der Einsatz eines Maschinengewehrs. Doch das bedeute viele
unschuldige Opfer, ohne Garantie, allein jenen zu treffen, von dem die Gefahr
ausgehe.

| Comic der Woche |
|
| Übersetzung: NahostFocus. Mit freundlicher Genehmigung von Yakov Kirschen. Mehr unter: |
| http://drybonesproject.com >> |

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