Der tägliche HC Nahost Pressespiegel"
Aktuelle Berichterstattung rund um die Themen Nahostkonflikt, Israel und seine Nachbarn, Iran und mehr…
  

 


 
INHALTSANGABE
  1. TEIL 1 - Kurzkommentare & Kurzmeldungen      
    1. NEUES VON ULRICH W. SAHM....
    2. NEUESTE KURZMELDUNGEN VON ISRAELNETZ...
    3. NEUES AUS DEM NEWSLETTER DER ISRAELISCHEN BOTSCHAFT...
    4. KURZMELDUNGEN VON THE MEDIA LINE...
    5. SONSTIGE AKTUELLE KURZMELDUNGEN...
  2. TEIL 2 - LINKS zu empfohlenen Artikeln & Webseiten aus der WESTLICHEN Presse  
    1. BRANDAKTUELL....  
    2. AKTUELLES ZUM THEMA IRAN...
    3. EINIGE AKTUELLE LINK-EMPFEHLUNGEN AUS DEM COP NEWSLETTER...
    4. ZUM THEMA "ISRAEL ALLGEMEIN".. 
    5. ZUM THEMA "PALÄSTINENSISCHE AUTONOMIEBEHÖRDE, ABBAS, FATAH, PLO, HAMAS, PFLP & CO"... 
    6. ZUM THEMA "ISRAELS NACHBARN"... 
    7. SONSTIGE INTERESSANTE ARTIKEL & HINTERGRUNDINFORMATIONEN....  
  3. TEIL 3 - LINKS zu empfohlenen Artikeln & Webseiten aus der ARABISCHEN Presse  
  4. TEIL 4 - LINKS zum NACHDENKEN, ÄRGERN UND/ODER REAGIEREN...    
  5. TEIL 5 -  Liste der nachfolgenden eMails, Artikel (& Attachments)...   
 

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3.      Der nachfolgende Pressespiegel soll dazu beitragen ein möglichst WAHRHAFTIGES Bild über alles Rund um das Thema "Nahostkonflikt" zu bekommen. Die hier veröffentlichten Artikel und Links repräsentieren nicht unbedingt die Meinungen der Redaktion, oder der restlichen Mitglieder der Honestly Concerned Mailingliste.

JEDE WEITERVERÖFFENTLICHUNG DER BEI UNS VERÖFFENTLICHTEN BRIEFE ODER KOMMENTARE, OHNE VORHERIGE GENEHMIGUNG DER URSPRÜNGLICHEN ABSENDER ODER DER REDAKTION, IST STRIKT UNTERSAGT!



TEIL 1 – Kurzkommentare & Kurzmeldungen  
 

  1. NEUES VON ULRICH W. SAHM....


    1. ULRICH W. SAHM – Was ist eine Jeschiva
      Jerusalem, 7. März 2008 - Nach dem Anschlag auf die „Jeschivat Merkaz Harav“ gab es in den Medien große Verwirrung, wie diese Erziehungseinrichtung  in Jerusalem benannt werden sollte: Rabbinerseminar, jüdische Priesterschule, Siedlerschule und vieles mehr.
      „Jeschiva“ (Plural: Jeschivot)ist eine fromme jüdische Erziehungsanstalt, in der nur junge Männer studieren, während die Mädchen separat in „Instituten“ lernen.
      Im Staat Israel gibt es mehrere parallele staatlich anerkannte Erziehungssysteme: weltliche Schulen, fromme Schulen, zu denen auch die Jeschivot zählen und arabische Schulen mit einem eigenen Kurrikulum. Hinzu kommen noch orthodoxe Jeschivot mit einem eigenen streng religiösen Lehrplan.
      Die am Donnerstag Abend in Jerusalem überfallene Jeschiva bietet ihren Schülern neben dem Studium des Talmud und der Bibel auch einige weltliche Kurse zu Mathematik und Geografie. So können ein Abitur machen, was sie zum Studium an den Universitäten ermächtigt.
      Die „Jeschiva“ ist jedenfalls kein „Priesterseminar“, da es im Judentum keine hauptamtlichen „Priester“ gibt. Ein „Cohen“ (Priester) ist ein Nachfahre des biblischen Aahron, erkennbar an seinem Familiennamen wie Kahn, Kohn oder Katz (Abkürzung für „Cohen Zedek“). Einem Cohen wird im Gottesdienst traditionell eine besondere Ehre erteilt, indem er als Erster zur Verlesung der Tora (Fünf Bücher Mose) aufgerufen wird. Diese Erbpriester sind nicht zu verwechseln mit dem an „Rabbinerseminaren“ ausgebildeten  Rabbinern. Diese jüdischen Geistlichen kann man am ehesten mit den christlichen Priestern, Pastoren oder Popen vergleichen.
      Wer in seiner Jugend an einer „Jeschiva“ lernt, wird nicht automatisch Rabbiner, sondern geht nach dem Abitur oft eigene Wege.
      Der Jerusalemer Rabbiner Zeev Gotthold vergleicht, auf Anfrage, die „Jeshiva“ mit der deutschen Mittelschule. Eine Grundschule für die Kleinen wird oft „Cheder“ (Zimmer) genannt. Das Schwergewicht wird auf das Studium frommer Texte, besonders auf den Talmud, das tägliche Gebet und die Erziehung zu einem frommen Lebenswandel gelegt. Man kann es mit Nonnenschulen vergleichen, wo Schülerinnen nicht dazu angehalten werden, nach dem Abschluss ins Kloster zu gehen. Für die Synagoge, also dem Gebetshaus, wird manchmal der aus Osteuropa stammende Begriff „Schul“ oder „Stibel“ verwendet.
      In manchen Medienberichten war auch von einer „Siedlerschule“ die Rede. Diese Bezeichnung ist falsch, da die Siedler aus den besetzten Gebieten kein separates Schulsystem haben. Viele Siedler gehören der „national-religiösen“ politischen Ausrichtung an, die auch durch die national-religiöse Partei in der Knesset vertreten ist. Sie schicken zwar ihre Kinder vorzugsweise diese „frommen Schulen“, also auf eine Jeschiva, aber es lernen dort auch andere Kinder, die keine Siedler sind und nicht in Siedlungen leben.
      Neben diesen Mittelschule-Jeschivot gibt es noch Jeschivot, an denen fromme jüdische Männer ihr Leben lang studieren, weil sie im Studium der Heiligen Schriften und besonders des Talmud eine besonders gottgefällige Aufgabe sehen. Der Talmud, im Laufe von etwa 1000 Jahren zwischen 500 vor und 500 nach Chr. entstanden, ist ein Sammelwerk von rabbinischen Kommentaren zu den in den fünf Büchern Moses enthaltenen göttlichen Geboten. Der Talmud ist ein riesiges Kompendium jüdischer Weisheit mit Legenden und juristischen Diskussionen, die nur durch ein langes Studium und mit sehr viel Übung verständlich sind.


      1. n-tv Was ist ein Jeschiva? Religiöse Schule für Männer
        Von n-tv Korrespondent Ulrich W. Sahm Nach dem Anschlag auf die "Jeschivat Merkaz Harav" gab es in den Medien große Verwirrung, ...
    2. ULRICH W. SAHM – EU korrigiert ihre Verurteilung
      Jerusalem, 7. März 2008 - Die EU Präsidentschaft hat eine scharfe Verurteilung des Terror-Anschlags veröffentlicht. Allerdings folgte einer ersten Version eine zweite, mit der Bitte, den ersten per Email anderthalb Stunden zuvor verschickten Text nicht zu beachten.
      Während die EU zunächst beklagte, dass der „Terror-Akt“ in dem jüdischen Seminar in Jerusalem „kostbares Leben“ gefordert habe, besann sich die EU darauf, dass es „unschuldiges Leben“ gewesen sei.
      Im nächsten Abschnitt hieß es zunächst: „Trotz des Horrors, den diese Attacke erneut erweckte, forderte die Präsidentschaft Israel und die Palästinenser auf, standhaft ihre Bemühungen einzig um eine politische Lösung des Konflikts zu befolgen, die allein einen beständigen Frieden und Sicherheit für beide Völker bringen könne.“
      Diese Passage wich den Worten: “Terrorakte sind nicht akzeptabel. Dieser Terrorakt darf den Friedensprozess nicht entgleisen lassen und nicht den Geist von Annapolis schwächen.“
      Aus dem Vergleich der Texte ergibt sich, dass die EU zunächst nicht das Wort „unschuldig“ für die Schüler der jüdischen Hochschule verwenden wollte, zumal dieses Wort inflationär für die Beschreibung von Palästinensern dient, die durch Israelis getötet wurden, gleichgültig ob Kämpfer, bewaffnet oder beim Verschießen einer Rakete ertappt.
      Die zweite gestrichene Passage konnte als Aufforderung vor allem an Israel missverstanden werden, jetzt den Friedensprozess nicht entgleisen zu lassen. In der neueren Version verurteilt die EU-Präsidentschaft ganz grundsätzlich den Terrorakt, ohne mehr Israelis und Palästinenser beim Namen zu nennen.


      • Neue Version
        EU Presidency statement on the terrorist attack in Jerusalem
        The Presidency of the European Union condemns in the strongest terms the terrorist attack on 6 March on the Jewish seminary in Jerusalem, which claimed so many innocent lives and wounded many. The Presidency offers its deepest sympathies to the bereaved families of victims.
        The Presidency denounces terrorism for which there can be no justification. Terrorist acts are unacceptable. This terrorist act must not derail peace process and weaken the spirit of Annapolis.
        The terror must not undermine the hopes and endeavours to achieve lasting peace and security in the region.

      • Alte Version
        The Presidency of the European Union condemns in the strongest terms the terrorist attack on 6 March on the Jewish seminary in Jerusalem, which claimed so many precious lives and wounded many. The Presidency offers its deepest sympathies to the bereaved families of victims.
        The Presidency condemns terrorism for which there can be no justification. Despite the horror that this attack re-awakened, the Presidency urges Israel and the Palestinians to remain steadfast in their endeavours to pursue the political solution to the conflict as the only one that can guarantee long term peace and security for both peoples.
        The terror must not undermine our hopes and endeavours to achieve lasting peace and security in the region.
    3. ULRICH W. SAHM – „Er war ein guter Junge“
      Jerusalem, 7. März 2008 - Allah Abu Dehaim, 25, war ein „guter Junge“, sagt sein Cousin Mohammad vor dem riesigen blauen Trauerzelt der Familie. Am Donnerstag Abend hatte Daheim, mit einem Schnellfeuergewehr, mehreren Pistolen und sehr viel Munition in der „Jeshivat Merkaz Harav“ ein Blutbad angerichtet, acht Schüler zwischen 16 und 26 Jahren ermordet und weitere verletzt. „Mit uns hat er nie über Politik gesprochen“, erzählt Muhammad, der auf der Terrasse der Neubauvilla der Familie Dehaim stehend. Er gab Interviews im Fließband. In der Ferne sieht man die von den Israelis errichtete Trennmauer im Osten Jerusalem, die judäische Wüste und sogar die Berge Jordaniens. Dschebel Mukaber, eigentlich ein Dorf und heute ein Viertel Jerusalems, grenzt an das von Juden bewohnte Viertel „Armon Hanatziv“. Keine Mauer und kein Zaun trennen zwischen beiden Viertel, die dennoch wie zwei Welten wirken.
      Neben BBC und dem spanischen Fernsehen waren auch Reuters und arabische Fernsehsehteams gekommen. Dehaim habe als „Transporteur“ gearbeitet und einen Minibus gefahren. Ob er auch für jene fromme  Schule gearbeitet habe, wie die Polizei behauptete? Mohammad wird leicht ungehalten: „Das ist eine typische Lüge der Juden. An der Schule wird Hass auf Araber gelehrt. Die würden niemals einen Araber als Fahrer einsetzen.“
      Vor dem Haus, als Girlande über die Straße und auf der benachbarten Schule hängen fabrikneue grüne Flaggen mit dem eingestickten Spruch „Allah ist Groß“. Zwischen diesen Flaggen der radikal-islamischen Hamas hängt auch eine gelbe Fahne der Hisbollah und ansonsten Flaggen der PLO, die „palästinensische Flagge“. Ob die Familie politisch aktiv sei und der Hamas angehöre. Mohammad verneint. „Es ist üblich, die Fahne mit dem Wort Allah aufzuhängen, weil sie zeigt, dass Allah hinter uns steht.“ Ob Dehaim Mitglied einer politischen Organisation gewesen sei? Mohammad verneint erneut, aber „es ist klar, dass wir alle betroffen und wütend sind, wegen der Vorgänge in Gaza und wegen der Mohammad-Karikaturen. Sie wissen doch, die Karikaturen aus Dänemark.  Und wie die Welt Moslems behandelt.“
      Dehaim habe drei Brüder, die in der Nacht von der Polizei abgeholt worden seien und immer noch in Haft säßen, und 6 Schwestern hinterlassen. Die Familie habe nichts gespürt und Mohammad behauptet, selber erst etwas erfahren zu haben, als die Polizei kam.
      Die Frage, woher denn Dehaim, der keiner Organisation angehöre und über Politik nicht einmal reden wollte, die Waffen hatte, „würde ich Ihnen beantworten, wenn ich es wüsste“. Mohammad wusste auch nicht, wie und wo Dehaim in den Gebrauch der Waffen eingeweiht worden sei.


      • Passfoto des Mörders Allah Abu Dehaim

      • Einträchtig hängen da Flaggen von Hamas, Hisbollah und PLO
            
      • Der Cousin Mohammed
         
      • Blick vom Trauerzelt auf die israelische „Mauer“ und Landschaft.



          
  2. NEUESTE KURZMELDUNGEN VON ISRAELNETZ....


    1. UN-Menschenrechtsrat fordert Beendigung israelischer Angriffe
      GENF (inn) – Der UN-Menschenrechtsrat hat am Donnerstag Israels Vorgehen im Gazastreifen verurteilt und forderte die Palästinenser auf, das Raketenfeuer auf Israel zu stoppen.
      Die von Pakistan und anderen arabischen Ländern angeregte Resolution erklärt, dass Israels Operationen auf palästinensischem Territorium die gesamte Zivilbevölkerung bestrafe. Dies berichtet die Nachrichtenagentur "Associated Press".
      Als Reaktion auf den Raketenbeschuss durch die Palästinenser hatte Israel vergangene Woche militärische Operationen im Gazastreifen durchgeführt. Dabei kamen 120 Palästinenser ums Leben. Auch vier Israelis starben. Am Dienstag hatte sich die israelische Armee wieder aus dem Gebiet zurückgezogen.
      Mit 33 zu einer Stimme wurde die Resolution verabschiedet. Sie ruft zur sofortigen Beendigung aller israelischen Militärangriffe sowie zur Einstellung des palästinensischen Raketenfeuers auf. Für die Resolution sprachen sich unter anderem Russland, China, Indien und als einziger europäischer Staat die Schweiz aus. Kanada stimmte dagegen. 13 der 47 Mitgliedsstaaten enthielten sich. Sloweniens Botschafter sagte, die Europäische Union sei noch immer der Meinung, dass die Resolution noch nicht ausgeglichen genug mit der Situation umgehe.
      Israels Botschafter: "Resolution übertrieben und verzerrt
      Israels Botschafter Itzhak Levanon nannte die Beschuldigungen gegen sein Land übertrieben und verzerrt. Er sagte, die palästinensische Organisation Hamas im Gazastreifen sei für Kriegsverbrechen verantwortlich.
      Der palästinensische UN-Gesandte vor den UN, Mohammad Abu-Koasch, sagte dagegen, dass eine Ablehnung der Resolution Israel zu weiteren Rechtsverletzungen gegen die Palästinenser ermutigt hätte. Um das Morden zu beenden und die palästinensische Bevölkerung zu schützen, sei das Eingreifen von internationaler Seite notwendig, erklärte er.
      Der US-Botschafter vor den UN, Warren W. Tichenor, dessen Land nicht Mitglied des Menschenrechtsrates ist, teilte mit, dass die vorhandenen Spannungen nicht durch unnütze Phrasen verschlimmert werden sollten. "Der unausgeglichene und übermäßige Fokus des Menschenrechtsrates auf Israel treibt den Frieden nicht voran", kritisierte er vor der Abstimmung
      Der Menschenrechtsrat wurde im Mai 2006 von den Vereinten Nationen gegründet worden. Er ersetzt die UN-Menschenrechtskommission. 
       
    2. Fast 1.000 Schadensersatzansprüche wegen jüngster Raketenangriffe
      ASCHKELON / SDEROT (inn) – Über 700 Ersatzforderungen wegen Sachschäden haben die Bewohner Sderots und des Grenzgebietes zum Gazastreifen in der vergangenen Woche bei den israelischen Steuerbehörden eingereicht. Weitere 260 Schadensfälle meldeten die Einwohner von Aschkelon. Alle sind Folge der jüngsten Raketenangriffe aus dem Gazastreifen
      Zwischen Samstag und Dienstag vergangener Woche wurden 113 Autos und 565 Gebäude auf israelischem Gebiet nahe dem Gazastreifen durch palästinensische Raketen beschädigt. Hinzu kommen 28 Schadensmeldungen aus der Landwirtschaft. Diese Zahlen beruhen auf den Ersatzforderungen, die bei den Steuerbehörden eingegangen sind. Bei den Angriffen auf Aschkelon wurden in derselben Zeit mindestens 30 Autos und 230 Gebäude beschädigt. Das berichtet die Internetausgabe der Zeitung "Ha´aretz".
      Ausgleich für indirekte Schäden der Unternehmen
      Am Mittwoch präsentierte Finanzminister Roni Bar-On dem Finanzausschuss der Knesset Pläne, wie indirekte Schäden für Unternehmen in der Region um Gaza kompensiert werden sollen. Die neuen Regulierungen treten in Kraft, wenn der Finanzausschuss den Plänen zugestimmt hat. Angedacht sind drei verschiedene Möglichkeiten zum Ausgleich, "Kanäle" genannt. Die betroffenen Unternehmen aus Sderot und dem Gebiet um den Gazastreifen können eine der drei Möglichkeiten wählen. Die Ersatzleistungen werden für Schäden ab dem 16. Mai 2007 gezahlt.
      Der sogenannte "rote Kanal" soll Schäden kompensieren, die zum Beispiel durch Lohnzahlungen für Beschäftigte entstanden sind, die aufgrund der Sicherheitslage nicht zur Arbeit kommen konnten. Die beiden "grünen Kanäle" sollen verminderte Erträge der Unternehmen und Betriebsausfälle durch die palästinensischen Raketenangriffe ausgleichen. Für diese beiden Ausgleichsmöglichkeiten erhalten die Unternehmen einen maximalen Schadensersatz von umgerechnet rund 550.000 Euro pro Jahr.
      Bewohner von Aschkelon baut Raketengeschoss
      Auf ungewöhnliche Weise wollte ein Mann aus Aschkelon auf die andauernden palästinensischen Raketenangriffe reagieren. Er baute ein 200-Millimeter-Geschoss, das er auf den Gazastreifen abfeuern wollte. Das berichtet die Internetausgabe der "Jerusalem Post". Am Mittwoch sagte er: "Von diesem Tag an werden wir jeden Ort, der es wagt, Raketen auf das souveräne Territorium Israels zu schießen, in die Steinzeit zurücktreiben."
      "Ich fürchte, dies ist die einzige Sprache, die die Palästinenser verstehen und dies ist die Sprache, in der wir mit ihnen sprechen werden", sagte der Raketenbauer. "Ich habe viele palästinensische Freunde in Gaza, die als Geiseln der Hamas leben. Wenn wir den Raketenbeschuss einmal zum Ende bringen, werden auch die Bewohner von Gaza in Frieden leben."
      Er brachte sein Geschoss mit der Aufschrift "für die Hamas, von den Bewohnern von Aschkelon" zum Gebäude der Stadtverwaltung, von wo er es abschießen wollte. Andere Bewohner der Stadt kamen hinzu, um ihn anzufeuern und gegen das Verhalten der Regierung zu demonstrieren. Die Polizei hielt den Raketenbauer von seinem Plan ab, beschlagnahmte das Geschoss und löste die Versammlung auf.
        
       
    3. Libyen verhindert UN-Verurteilung des Anschlags in Jerusalem
      JERUSALEM/NEW YORK (inn) – Libyen hat die Verurteilung des Anschlags in Jerusalem als "terroristischen Angriff" durch den UN-Sicherheitsrat abgeblockt. Die USA hatten eine entsprechende Erklärung entworfen, die sie kurz nach dem Anschlag am Donnerstagabend in einer Notstandssitzung vorlegten. Doch Libyen verhinderte sie.
      Der afrikanische Staat forderte eine Ergänzung, die ebenso das Vorgehen der Israelis im Gazastreifen in den letzten Wochen verurteilt, bei denen 120 Palästinenser ums Leben gekommen sind. Zwei bis drei weitere Staaten hätten Libyens Einwände unterstützt, berichtet die israelische Zeitung "Ha´aretz". Der US-Gesandte vor den UN, Zalmay Khalilzad, lehnte die Forderung ab. Schüler in einer Schule zu töten sei etwas anderes als das unbeabsichtigte Töten von Zivilisten, wie es im Gazastreifen passiert sei, argumentierte er.
      Somit wurde die Erklärung verhindert, die im Sicherheitsrat nur mit der Zustimmung aller 15 beteiligten Länder verabschiedet werden hätte können. "Das passiert leider, wenn der Sicherheitsrat von Terroristen unterwandert ist", sagte Dan Gillerman, UN-Botschafter Israels, welches nicht Teil des Rates ist.
      Libyens UN-Repräsentant, Ibrahim al-Dabbashi, bezeichnete den israelischen Staat daraufhin als "Terroristen-Regime" und forderte eine gleichwertige Reaktion des Sicherheitsrates auf den Anschlag in Jerusalem wie auf die Vorkommnisse im Gazastreifen.
      Bush: Anschläge "barbarisch und teuflisch"
      Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums erklärte unterdessen, Israel werde trotz des Anschlags die Friedensverhandlungen mit den Palästinensern fortführen.
      Auch der palästinensische Präsident Mahmud Abbas verurteilte die Schießerei. Er missbillige alle Anschläge auf Zivilisten, egal ob Israelis oder Palästinenser, ließ er durch einen Sprecher mitteilen.
      Die Hamas dagegen begrüßte den Vorfall. Es werde nicht der letzte dieser Art sein, kündigte sie an. In Gaza-Stadt liefen Leute auf die Straße um zu feiern, als sie von dem Anschlag erfuhren.
      Wichtige Vertreter anderer Nationen haben inzwischen Stellung genommen. US-Präsident George W. Bush nannte den Mord einen "barbarischen und teuflischen Anschlag auf unschuldige Zivilisten", der eine Verurteilung aller Nationen verdiene. Er drückte dem israelischen Premierminister Ehud Olmert sein tiefstes Beileid für die Opfer, ihre Familien und die Menschen Israels aus sowie die Unterstützung der USA für Israel in dieser Situation.
      US-Außenministerin Condoleeza Rice erklärte: "Diese barbarische Tat hat unter zivilisierten Menschen keinen Platz und schockiert das Bewusstsein aller friedliebender Nationen. Es gibt keinen Grund, diese Tat irgendwie zu rechtfertigen."
      Der britische Außenminister David Miliband nannte den Anschlag einen "Pfeil, der auf das Herz des Friedensprozesses gerichtet ist", welcher erst kürzlich wieder aufgenommen worden sei. Auch er sprach sein tiefstes Beileid aus.
      Auch der UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon verurteilte am Donnerstag den Anschlag. In einer Erklärung übersandte er den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl. "Der Generalsekretär ist tief besorgt über die Gefahr, dass Gewalt und Terror  andauern und den politischen Prozess untergraben, welcher weiter verfolgt werden muss, um einen sicheren und dauerhaften Frieden für Israelis und Palästinenser zu erlangen, basierend auf einer Zwei-Staaten-Lösung", ließ er mitteilen.
        
       
    4. Israelische Biologin mit UNESCO-Preis ausgezeichnet
      PARIS (inn) - Die israelische Biologin Ada Yonath vom Weizmann-Institut der Wissenschaften in Rehovot ist am Donnerstag mit vier anderen Forscherinnen mit dem Preis "Frauen in der Wissenschaft" ausgezeichnet worden, der jedes Jahr von der UNESCO und dem Kosmetikhersteller "L'Oréal" verliehen wird. Yonath entwickelt Antibiotika, die solche ersetzen, gegen die Bakterien resistent geworden sind.
      Die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) und "L’Oréal" hat den Preis in diesem Jahr zum zehnten Mal verliehen.  Bereits 52 Frauen wurden mit der Auszeichnung, die mit 100.000 US-Dollar dotiert ist, in den vergangenen Jahren geehrt. Jährlich werden fünf führende Forscherinnen aus verschiedenen Regionen der Erde ausgezeichnet und 15 Stipendien an herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen verliehen. Dies berichtet die Tageszeitung "Jerusalem Post".
      Ada Yonath ist Direktorin des Helen & Milton A. Kimmelman-Zentrums für Biomolekulare Struktur und Komplexe am Weizmann-Institut der Wissenschaften in Rehovot. Koïchiro Matsuura, Generaldirektor der UNESCO, und Sir Lindsay Owen-Jones, Aufsichtsratsvorsitzender der L'Oréal-Gruppe, überreichten ihr und den vier anderen Wissenschaftlerinnen am Donnerstag in der UNESCO-Zentrale in Paris den Preis.
      Yonath ist Preisträgerin für die Region Europa. Für Afrika und die Vereinigten Arabischen Emirate wurde Lihadh Al-Gazali ausgezeichnet, Professorin für klinische Genetik und Pädiatrie. Sie erforscht die Charakterisierung neuer Erbfehler. V. Narry Kim ist Preisträgerin für den asiatisch-pazifischen Raum. Sie ist Lehrbeauftragte der "School of Biological Sciences" an der Universität von Seoul, Südkorea und forscht an RNA-Molekülen.
      Ana Bélén Elgoyhen aus Buenos Aires erhielt den Preis für ihre Arbeiten auf dem Gebiet Gentechnik und Molekularbiologie. Für die Region Nordamerika gewann Elizabeth Blackburn von der Fakultät für Biochemie und Biophysik der Universität von Kalifornien in San Francisco.
      Yonath hat bereits mehrere Auszeichnungen erhalten, darunter den " Israel-Preis" und den "Wolf-Preis". Der französische Kosmetikkonzern "L'Oréal" macht mit Kosmetik für Frauen einen Umsatz von mehr als 17 Milliarden Euro in 130 Ländern.
        
       
    5. Orthodoxe trauern um Opfer - Polizei erhöht Sicherheitsvorkehrungen
      JERUSALEM (inn) - Tausende Juden haben sich nach dem Attentat vom Donnerstagabend vor der Rabbiner-Schule Mercaz Harav im Jerusalemer Stadtteil Kirjat Mosche zur Trauerzeremonie versammelt. Die Polizei hat derweil die Sicherheitsvorkehren in der israelischen Hauptstadt verschärft.
      Am Freitagmorgen versammelten sich Tausende meist orthodoxe Juden vor der Jeschiva. Darin hatte ein  palästinensischer Attentäter am Vorabend minutenlang um sich geschossen und acht Studenten ermordet. Einer von ihnen war 26, die restlichen zwischen 15 und 19 Jahre alt.
      Ein Rabbiner zitierte Psalmen, die Menge sprach mit, berichtet die Tageszeitung "Ha´aretz". Weiter heißt es, einige riefen "Tod den Arabern". Gegen zehn Uhr ging die trauernde Menge von der Jeschiva zu den Gemeinden, aus denen die Opfer stammten, wo sie um 11:30 Uhr beerdigt werden.
      Der Chef der Rettungsorganisation Zaka beschrieb den Ort des Anschlags laut "Ha´aretz" mit den Worten: "Es sieht aus wie im Schlachthaus"
      Die Jerusalemer Polizei hat am Freitag die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Es dürfen nur muslimische Männer zum Gebet auf dem Tempelberg gehen, die älter als 45 Jahre sind. Frauen dürfen unabhängig von ihrem Alter zum Tempelberg gehen.
      Sami Abu Suhri, Vertreter der radikal-islamischen Hamas in Gaza, hat den Anschlag als "heldenhafte Tat" bezeichnet. Der letzte Anschlag eines arabischen Selbstmordattentäters in Jerusalem fand am 22. Februar 2004 statt. Damals wurden acht Menschen getötet.
        
       
    6. Acht Tote bei Anschlag auf Jerusalemer Religionsschule
      JERUSALEM (inn) - Ein palästinensischer Terrorist hat am Donnerstagabend in Jerusalem acht Menschen erschossen, elf wurden verletzt. Er eröffnete das Feuer in einer Jeschiwa im Stadtviertel Kirjat Mosche.
      Um 20.45 Uhr eröffnete ein palästinensischer Attentäter das Feuer in der Jerusalemer Talmud- und Torahschule Mercaz Harav. Er schoss mehrere Minuten um sich und tötete acht Studenten im Alter von 15 bis 26 Jahren. Der Terrorist hatte laut Polizeiangaben einen israelischen Ausweis und stammt aus Ostjerusalem. Das berichtet die Internetausgabe der "Jerusalem Post".
      Der Attentäter feuerte mehrere Magazine in der Bibliothek der Talmudschule ab, wo etwa 80 Studenten den Beginn des hebräischen Monats Adar II feierten, der am Freitagabend beginnt. Ein Student der Jeschiwa schoss mit einer Pistole zwei mal von einem Dach aus auf den Terroristen, der daraufhin zu stolpern begann. Zur gleichen Zeit erreichte die Polizei den Tatort und es kam zur Schießerei mit dem Attentäter. Polizisten in Zivil stürmten das Gebäude. Der Terrorist wurde laut Polizeiangaben von einem Offizier der israelischen Armee getötet. 
      Zunächst dachte man, der Attentäter trüge einen Sprengsatz unter der Weste. Es stellte sich jedoch heraus, dass es zusätzliche Munition war. Anfängliche Berichte über einen zweiten Attentäter bestätigten sich nicht. Der Satellitenfernsehsender der Hisbollah, "Al-Manar" berichtete, die "Galiläa-Freiheits-Batallione – die Märtyrer von Imad Mughnijeh und Gaza" hätten sich zu dem Anschlag bekannt.
      Der Anschlag im Stadtviertel Kirjat Mosche ist der erste seit zwei Jahren in Jerusalem. Die betroffene Schule gilt als führende national-religiöse Jeschiwa, an der hunderte Elitestudenten lernen. Rabbi David Stav, ein bekannter Absolvent der Schule sagte: "Mercaz Harav ist das Flaggschiff der gesamten religiösen zionistischen Bewegung. Der Terrorist hat auf einen Ort gezielt, der die Liebe zum Land Israel, die Liebe für das Volk Israel und die Liebe zur Torah symbolisiert."
        
       
    7. Umfrage: Israel genießt hohes Ansehen in den USA
      WASHINGTON (inn) - Israel zählt zu den fünf beliebtesten Ländern in den Vereinigten Staaten. 71 Prozent der Amerikaner haben eine positive Einstellung gegenüber dem jüdischen Staat. Bessere Werte erreichen nur Kanada, Großbritannien und Japan mit jeweils mindestens 80 Prozent.
      Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup. Dieses hatte etwa 1.000 US-Bürger gebeten, 22 Länder für die diesjährige Erfassung zu bewerten. Mit seinem Ergebnis liegt Israel im Vergleich zum vergangenen Jahr acht Prozent weiter vorne. Dicht gefolgt wird es von Frankreich und Indien. Über die Hälfte der Befragten sah außerdem Ägypten, Südkorea, Mexiko, Russland und Kenia positiv.
      Eine schlechtere Bewertung erhielten dagegen der Iran, Nordkorea, die Palästinensische Autonomiebehörde, der Irak, Afghanistan, Pakistan und Kuba: über zwei Drittel der US-Bürger stuften sie als negativ ein. Auch Saudi-Arabien, Venezuela und China hatten ein weniger gutes Ansehen unter den Teilnehmern der Studie.
      In bestimmten Bevölkerungsgruppen stellten die Meinungsforscher deutliche Tendenzen hinsichtlich der Einstellung fest: Während viele Republikaner Israel, Saudi-Arabien, Afghanistan, Pakistan und Irak bevorzugten, stimmten mehr Demokraten für Frankreich, Mexiko, China, Venezuela und Kuba. Das Ansehen der Staaten Russland und China nahm mit zunehmendem Alter der Bevölkerung ab. Ebenso sahen mehr junge als ältere Befragte folgende Länder und Regionen positiv: Frankreich, Ägypten, Mexiko Kenia, Venezuela, Kuba, die Palästinensische Autonomiebehörde, Nordkorea und den Iran.
        
       
    8. Kritik an antisemitischen Karikaturen über Gaza
      WASHINGTON (inn) - Die jüdisch-amerikanische Gruppierung "Anti-Defamation-League" (ADL) hat eine Serie von antisemitischen Karikaturen kritisiert, die die Situation der Palästinenser im Gazastreifen mit dem Holocaust verglich. Arabische Medien veröffentlichten die Zeichnungen.
      Zum wiederholten Male werden Israelis und Juden in Karikaturen als blutdürstige Nationalsozialisten dargestellt und Premierminister Ehud Olmert als ein "moderner Hitler", sagten Vertreter der Menschenrechtsorganisation ADL, die weltweit den Antisemitismus bekämpft.
      "Wieder einmal hat die arabische Presse eine Herangehensweise, die keine Grenzen kennt, gewählt, um Israel zu kritisieren. Dabei nutzten sie die aktuellsten Feindseligkeiten aus als eine Entschuldigung, den Holocaust abzuschwächen und zu verharmlosen, indem sie israelische Soldaten und Juden als kaltblütige Nazis abbilden", fügte der Direktor der ADL, Abraham H. Foxman, hinzu, der selbst ein Holocaust-Überlebender ist. "Es gibt keine Grenzen. Arabische Zeichner haben kein Gewissen, wenn sie den Holocaust auf diejenigen projizieren, die am meisten unter dem Hitler-Regime gelitten haben."
      Karikaturen in drei Ländern veröffentlicht
      In den vergangenen Wochen erschienen drei Karikaturen, die das moderne Israel mit dem Nationalsozialismus verglichen. Eine algerische Zeitung zeigte eine Karikatur mit dem Titel "Der neue Nazismus", in der Olmert als Hitler darstellt wurde. In einer jordanischen Tageszeitung wurde eine Zeichnung abgedruckt, in der ein israelischer Soldat die nationalsozialistische Flagge über den palästinensischen Opfern im Gazastreifen hisst. Im Königreich Bahrain veröffentlichte eine Zeitung eine Karikatur mit der Überschrift "Geschichte recyceln" und zeigte dabei das Recycling-Symbol mit dem Davidstern in Kombination mit einem Hakenkreuz.
        
       
    9. "Ehrenmord": Israelischer Araber verurteilt
      TEL AVIV (inn) - Ein Gericht in Tel Aviv hat einen israelischen Araber zu 16 Jahren Haft verurteilt. Er soll an dem "Ehrenmord" an seiner Schwester beteiligt gewesen sein.
       
       
      Hamda Abu Ghanem ist das neunte weibliche Mordopfer in der Familie innerhalb der vergangenen elf Jahre. Sie wurde im Januar 2007 erschossen, als sie in dem Haus ihrer Eltern in der jüdisch-arabischen Stadt übernachtete.
      Laut Gerichtsprotokoll sagten mehrere weibliche Verwandte gegen den Tatverdächtigen Kamil Abu Ghanem aus. Eine Tante will Abu Ghanem beobachtet haben, als er in der Nacht das Haus der Familie betraten. Sie habe Schüsse gehört und ihn danach aus dem Haus rennen sehen. Die Frau hält sich seit ihrer Aussage versteckt und konnte somit nicht vor Gericht aussagen.
      Zudem bestätigte das Gericht, die Polizei habe Schießpulver an der Kleidung des Mannes gefunden, die er zur Tatzeit getragen hatte. Der Angeklagte hingegen vertritt die Ansicht, er sei lediglich ein Komplize des Mörders gewesen. Er habe nur die Tür zum Haus geöffnet, damit die Schwester getötet werden konnte.
      Die Familie sei laut Tageszeitung "Ha´aretz" wohlbekannt in der Gegend von Ramle. Bereits mehrere Familienmitglieder seien erstochen, erschlagen oder erschossen worden. Aus diesem Grund halten sich die weiblichen Zeugen seit ihrer Zeugenaussage alle versteckt. "Ich will die Mauer des Schweigens brechen, ich will 'Ehrenmorde' stoppen", sagte eine Schwester des Mordopfers. "Hamda starb wegen nichts. Sie war ehrenwert. Die Menschen, die sie ermordeten, haben keine Ehre."
      Kritik an Ermittlungen
      Arabische Aktivisten, die für die Rechte von Frauen eintreten, werfen der israelischen Polizei nun vor, die "Ehrenmorde" nicht ausreichend zu verhindern. Sie würden die Morde als einen Teil der muslimischen Kultur akzeptieren. Nur Kamil Abu Ghanem und ein weiterer Mörder seien gefasst worden. Die anderen sieben Täter liefen noch frei herum. Die Polizei wiederum wies die Vorwürfe ab. Die Familienmitglieder hätten die Beweise vernichtet und gelogen, um die Mörder zu decken.
       
       
  3. NEUES AUS DEM NEWSLETTER DER ISRAELISCHEN BOTSCHAFT....


    1. Tödlicher Terroranschlag in Jerusalem – acht Tote
      Ein palästinensischer Terrorist hat gestern Abend in der Jerusalemer Yeshiva Merkaz Harav acht Studenten im Alter von 15 bis 26 Jahren erschossen und 11 weitere verletzt. Mit dem blutigen Anschlag ist die knapp zweijährige Terrorpause in der israelischen Hauptstadt beendet worden.
      Der Attentäter – ein Bewohner des Ostjerusalemer Vororts Jabil Mukaba und Inhaber einer israelischen Identitätskarte - wurde nach einigen Minuten und etwa 600 abgefeuerten Patronen von einem Offizier der israelischen Armee erschossen, der in der Nachbarschaft wohnt.
      Der Hisbollah-Fernsehsender Al-Manar hat mitgeteilt, dass eine relativ unbekannte Terrororganisation israelischer Araber namens „Galiläa-Freiheitsbrigaden“ die Verantwortung für den Anschlag übernommen hat.
      In den Straßen Gazas wurde der Anschlag gefeiert, Menschen schossen vor Begeisterung in die Luft.
      Die Yeshiva Merkaz Harav gilt als ein Flaggschiff des religiösen Zionismus. Sie wurde 1924 vom Oberrabbiner des damaligen Mandatsgebiets Palästina, Avraham Yitzhak Hacohen Kook, gegründet. Zu ihren Absolventen zählen führende Rabbiner und Offiziere der israelischen Armee.
      Bei den Opfern handelt es sich um Segev Peniel Avihail (15), Neria Cohen (15), Yonatan Yitzhak Eldar (16), Yehonadav Haim Hirschfeld (19), Yonaf Lifshitz (18), Doron Tronoh Meherete (26), Avraham David Moses (16) und Roi Roth (18).
      (The Jerusalem Post, 07.03.08)
      Das israelische Außenministerium erklärt zu dem Anschlag:
      1. Die absichtliche Ermordung von Zivilisten – in diesem Fall rabbinischen Studenten – ist ein abscheuliches, aber hervorstechendes Charakteristikum des extremistischen Lagers, das Gewalt und Terrorismus einsetzt, um sein Ziel, die Vernichtung Israels, voranzutreiben.
      2. Die israelischen Sicherheitskräfte tunn, wenn sie dazu gezwungen sind gegen den Terrorismus vorzugehen, alles, um die Verletzung von Zivilisten zu vermeiden, und die israelische Gesellschaft bedauert den beklagenswerten Tod arabischer Unschuldiger. Die Terroristen jedoch greifen bewusst Zivilisten an, und ihre Anhänger preisen die Angriffe und feiern jeden Toten, indem sie auf den Straßen Gazas und in den Hisbollah-Hochburgen im Libanon tanzen.
      3. Der andauernde Beschuss mit Kassam- und GRAD-Raketen gegen südisraelische Städte und ein tobender Amokschütze in einem Jerusalemer Rabbinerseminar sind zwei Seite derselben Medaille - des extremistischen Terrorismus, der auf die Ermordung so vieler Israelis wie möglich aus ist.
      4. Gestern hat die gemäßigte palästinensische Führung mit Israel die Wiederaufnahme der Verhandlungen über eine Lösung von zwei Staaten für zwei Völker vereinbart. Heute haben die Extremisten uns daran erinnert, dass es für sie nichts zu verhandeln gibt und die einzige Lösung für sie Israels Zerstörung ist.
      (Außenministerium des Staates Israel, 06.03.08)
      Unter dem folgenden Link finden sich weitere Informationen und Bilder zum gestrigen Anschlag in Jerusalem:  
      http://www.mfa.gov.il/MFA/Terrorism-+Obstacle+to+Peace/Palestinian+terror+since+2000/Terror+shooting+at+Mercaz+Harav+Yeshiva+in+Jerusalem+6-Mar-2008.htm 
       
    2. Die Rache ist gekommen  -  Von Avi Issacharoff
      Die Freudenschüsse in Gaza, die auf den Terroranschlag in Jerusalem folgten, haben gezeigt, dass das Eindringen in die Yeshiva Merkaz Harav als ungewöhnliche politische und militärische Errungenschaft für die verantwortliche Organisation empfunden wird. Der Attentäter und die, die ihn geschickt haben, haben der breiten Öffentlichkeit in Gaza das gegeben, wonach sie sich seit Anfang der Woche gesehnt hat: Rache.
      Die Schreckensbilder, die da aus dem Gaza-Streifen kamen, haben die Hamas, den Islamischen Jihad und andere Gruppierungen in ein Wettrennen um einen Anschlag geschickt. Es war klar, dass die Organisation, der ein solcher gelänge, nicht wenig Punkte auf der palästinensischen und arabischen Straße machen würde. Die Angriffe der israelischen Armee im Gaza-Streifen, bei denen viele Zivilisten getötet wurden, lieferten den Organisationen den Anreiz, einen möglichst brutalen Anschlag auszuführen. Aber abgesehen von der politischen Ebene, ist es dem Attentäter auf militärischer Ebene gestern gelungen, Fähigkeiten der Informationserlangung und Durchführung unter Beweis zu stellen: Es handelt sich hier nicht um eine zufällige Ankunft in irgendeinem Einkaufszentrum der Stadt und die Zündung eines Sprengstoffgürtels, sondern um das Eindringen in eine Yeshiva in einem religiösen Viertel Jerusalems, die in palästinensischen Augen ein ‚Prestigeziel’ darstellt.  Hier geht es nicht um die Umsetzung einer Aktion von einem Tag auf den anderen.
      Zur Durchführung eines solchen Anschlags bedarf es geheimdienstartige Informationen im Vorfeld. Der Attentäter wusste, wohin er ging, und dass viele junge Männer mit einer Waffe in die Yeshiva kommen. Doch gelang es ihm, in einen bewaffneten Ort einzudringen, ohne aufgehalten zu werden. Der Terrorist erhielt ohne Zweifel Hilfe von Bewohnern Jerusalems, die mit der Örtlichkeit und dem Ziel vertraut sind, und er war wahrscheinlich Inhaber einer israelischen Identitätskarte, die ihm es ihm ermöglichte, sich frei in der Stadt zu bewegen.
      Der Anschlag ereignete sich wenige Stunden, nachdem in El-Arish auf dem Sinai Gespräche zwischen Vertretern der Hamas und des Islamischen Jihad und den Ägyptern über eine mögliche zeitweilige Waffenruhe mit Israel geführt wurden. Gegenwärtig, da die Hamas  - sollte sie hinter dem Anschlag stehen – gezeigt hat, dass ihre Ankündigungen einer brutalen Rache keine leeren Drohungen sind, wird sie einer Waffenpause aus einer Position der Stäke zustimmen können. Doch ist zu bezweifeln, dass dies Israels Sichtweise sein wird.
      Wahrscheinlich wurde der Anschlag im Merkaz Harav in einer Stadt des Westjordanlands bzw. in Ostjerusalem geplant. Die islamistischen Organisationen stehen im Westjordanland unter doppeltem Druck, sowohl von Seiten Israels als auch von Seiten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA). Nun haben sie bewiesen, dass sie trotz der unermüdlichen Jagd nach ihnen und der Festnahmewellen der PA noch immer einen ‚qualitätsvollen’ Anschlag im israelischen Kernland auszuführen in der Lage sind.
      Die PA bringt der Anschlag in eine problematische Position. Die Verurteilungen durch den Vorsitzenden Mahmoud Abbas werden abermals als Unterstützung des israelischen Feindes ausgelegt werden, zumal das Ziel als geistiges Bollwerk der Siedler gilt. Darüber hinaus erweisen sich die Erklärungen von PA-Führungsfiguren wie Ministerpräsident Salam Fayyad, die Infrastruktur des Terrorismus zu zerschlagen und dadurch ihren Teil an der ersten Phase der ‚Roadmap’ zu erfüllen, als inhaltsleer. Erst gestern trafen sich Kommandeure des palästinensischen Sicherheitsapparats mit hohen Offizieren der israelischen Armee im Westjordanland. Der optimistische Eindruck der Teilnehmer des Treffens beruhte darauf, dass man im Westjordanland miteinander redet, während in Gaza gekämpft wird.  Doch kam dieser Eindruck zu früh. Den Palästinensern, die gestern versprachen, auf eine Beruhigung der heute erwarteten Demonstrationen nach dem Freitagsgebet hinzuwirken, wird ein sehr viel  entschiedeneres Vorgehen  gegen die Terrorstrukturen - und nicht nur gegen Steinewerfer - abverlangt werden. Es ist zweifelhaft, ob sie dies leisten können.
      (Haaretz, 07.03.08) 
       
    3. Ilan Mor im ‚Stadtgespräch’
      Israels Gesandter in Berlin, Ilan Mor, hat sich anlässlich des 60jährigen Bestehens des Staates Israel am Mittwoch in der Sendung „Stadtgespräch Wirtschaft“ (TV Berlin) ausführlich zu den Errungenschaften des Landes in den unterschiedlichsten Bereichen geäußert. Dabei kam er auch auf die sicherheitspolitischen Probleme des Staates und die aktuelle Situation im Nahen Osten zu sprechen.
      Auf eine Nachfrage des Moderators Peter Brinkmann hin verwahrte Mor sich gegen einen Vergleich zwischen der Berliner Mauer und dem israelischen Sicherheitszaun. Während es bei diesem darum gehe, böse Menschen nicht hineinzulassen, sei es bei jener darum gegangen, gute Menschen nicht hinauszulassen.
      Eine Videoaufzeichnung der zweigeteilten Sendung findet sich unter den folgenden Links:
      http://ma-tvideo.france3.fr/video/iLyROoaftopd.html
      http://ma-tvideo.france3.fr/video/iLyROoaftopF.html 
       
    4. Kibbutz-Läden dürfen samstags öffnen
      Nach jahrelangen rechtlichen Auseinandersetzungen hat nun der Oberste Gerichtshof gestern entschieden, dass die Kibbutzim ihre eigenen Läden und Geschäfte auch am Shabbat, dem offiziellen jüdischen Ruhetag, öffnen dürfen. Bedingung ist jedoch, dass die Geschäfte sich im Besitz des jeweiligen Kibbutzes befinden und nur von seinen Mitgliedern betrieben werden.
      Die Geschichte des Rechtsfalls begann bereits vor zehn Jahren. Das Industrie- und Handelsministerium hatte damals eine Anklage gegen den Kibbutz Tzora nahe Bet Shemesh und sechs seiner Mitglieder eingereicht. Das regionale Arbeitsgericht entschied zugunsten des Kibbutzes, das nationale Arbeitsgericht gab jedoch wiederum dem staatlichen Kläger Recht. Vor dem Obersten Gerichtshof unter Präsidentin Dorit Beinisch haben die Kibbutzniks nun endgültig gewonnen.
      (Haaretz, 07.03.08)
        
    5. Events  - Israel auf der Internationalen Tourismusbörse Berlin
      Auch dieses Jahr wird das Staatliche Israelische Verkehrsbüro Deutschland Israel als Tourismusland auf der Internationalen Tourismusbörse Berlin (ITB) präsentieren. Der Staatssekretär des Israelischen Tourismusministeriums, Shaul Tzemach, eröffnete den Israelstand am 5. März. Straßenkünstler aus Israel vermitteln dort das Flair von Tel Aviv, Eilat und Jerusalem.
      Gestern Abend veranstaltete das Staatliche Israelische Verkehrsbüro Deutschland eine Feier zum 60jährigen Bestehen des Staates. Dabei trat neben dem Zauberer Lior Suchard (Israels „next Uri Geller“) auch der Postar Rita auf. Zugleich wurde der langjährige Repräsentant des israelischen Tourismusministeriums in Deutschland, Pini Millo, verabschiedet. Seine Arbeit wird nun von Dani Neumann weitergeführt.
      Am 8. und 9. März steht die ITB auch Privatbesuchern offen. Israel findet man in Halle 23, Stand 201.
      Weitere Informationen:
      http://www.goisrael.de/ITB2008 
       
    6. Wir vergessen euch nicht
      Ehud Goldwasser, vor 604 Tagen in den Libanon entführt
      Eldad Regev, vor 604 Tagen in den Libanon entführt
      Gilad Shalit, vor 621 Tagen in den Gazastreifen entführ
      Unter dem folgenden Link finden sich Informationen zu den entführten Soldaten sowie Hinweise dazu, wie der Kampf um ihre Freilassung unterstützt werden kann:
      http://www.habanim.org/en/German.htm
      Karnit Goldwasser, die Ehefrau des seit eineinhalb Jahren entführten Soldaten Udi Goldwasser, bittet die Weltöffentlichkeit in einer Videobotschaft um Hilfe bei der Befreiung ihres Mannes.
      Ihr Hilferuf in englischer Sprache findet sich unter dem folgenden Link:
      http://switch3.castup.net/cunet/gm.asp?ClipMediaID=988135&ak=null

  4. KURZMELDUNGEN VON THE MEDIA LINE....


    1. Terrorists Hit Jerusalem College; Several Dead
      At least two terrorists managed to enter one of Israel’s best known Talmudical colleges on Thursday night local time and through a mix of shooting and possibly explosive devices kill several people.
      The incident happened at the Mercaz Harav yeshiva in Jerusalem, which is renowned for having produced some of Israel’s finest Jewish religious experts.
       
    2. Hamas: Jerusalem Carnage Consequence of Gaza Incursion
      The man who carried out Thursday night’s terror attack in Jerusalem was an Arab resident of eastern Jerusalem who carried Israeli identity papers. While no Palestinian organization initially said it carried out the attack, Hamas said the killing of eight Israelis was the “natural consequence” of Israel’s military incursion into Gaza last week. Some Palestinians danced on the streets of Gaza when they heard news that a gunman entered a religious seminary for Jewish teenagers and adult males. The terrorist opened fire in the library of the Mercaz Harav yeshiva wounding 11 people. The attack occurred a day after United States Secretary of State Condoleezza Rice left the region having seemingly failed in her bid to reboot Israeli-Palestinian peace talks. On Tuesday President George W. Bush said he still believes peace is possible before the end of the year. Not only does that seem a distant hope now, but The Media Line analysts suggest the large-scale ground invasion of Gaza Israel been talking up the past few months now seems more likely than ever. 
       
    3. U.S. Adds Voice to Concern about Nationals in Lebanon
      A week ago some Gulf states began urging their nationals to either leave Lebanon or at least display extreme caution in the country that appears closer than ever to a return to civil war. Now, the United States Embassy in Beirut has issued a warning to its citizens in the country. "There is a general concern that extremist groups may be planning to attack U.S. citizens and interests in Lebanon," reads an announcement from the embassy. "The U.S. Embassy urges U.S. citizens who live, work, or are traveling in Lebanon to exercise responsible security practices." For the last week, two American Navy vessels have been located in international waters off the coast of Lebanon, much to the annoyance of the Syrian government and Hizbullah, the movement Syria backs in Lebanon.  
       
    4. Iraq’s President in Turkey, Despite PKK Ruckus
      Turkey and Iraq are to explore the possibility of boosting military cooperation. That is one of the major reasons Iraqi President Jalal Talabani is in Ankara on Friday. It is his first visit to Iraq’s neighbor since he entered office three years ago. The visit follows Turkey’s military invasion of northern Iraq where it was fighting members of the Kurdish rebel force, the PKK. Turkey, backed by many Western governments, argues the PKK is a terrorist organization, which has been behind many attacks on civilians and military personnel. Iraq was incensed by Turkey’s incursion and warned it could not stand idly by. After a few days of the operation, United States President George W. Bush said his NATO ally Turkey must pull out of Iraq soon, and by last weekend the soldiers were brought home.

  5. SONSTIGE AKTUELLE KURZMELDUNGEN....


    1. Israel weist Kritik der Hilfsorganisation als "unrealistisch" zurück
      The government of Israel respects the activities of a wide range of international NGOs in the Palestinian Authority and in the Gaza Strip. The government maintains a constant dialogue with the majority of these organizations, including most of those signed on this statement.
      Unfortunately, and not for the first time, these organizations fail to face the reality and sequence of events leading to the deteriorating situation in the southern regions of Israel, as well as in the Gaza Strip. If only the Palestinians chose to cease their pointless and indiscriminate firing of rockets and missiles against hundreds of thousands of Israeli civilians, the entire region would return to a normal routine in which Palestinians and Israelis could once again enjoy their daily lives.
      As stated to these organizations time and time again by the Israeli government, they should point their criticism towards the Hamas terrorist organization that controls the Gaza Strip, and not against the State of Israel. 
    2. JTA- House defends Israel on Gaza
      The U.S. House of Representatives overwhelmingly passed a resolution strongly defending how Israel has repelled rocket attacks.
      The non-binding resolution, passed 404-1 on Wednesday, was substantially rewritten since its introduction in January to include a strident defense of recent Israeli tactics in the Gaza Strip.
      New passages include one saying that "those responsible for launching rocket attacks against Israel routinely embed their production facilities and launch sites amongst the Palestinian civilian population, utilizing them as human shields" and "the inadvertent inflicting of civilian casualties as a result of defensive military operations aimed at military targets, while deeply regrettable, is not at all morally equivalent to the deliberate targeting of civilian populations as practiced by Hamas and other Gaza-based terrorist groups."
      More than 100 Palestinians and three Israelis have been killed since last Wednesday, when Hamas and its allies intensified rocket attacks on Israel's south and Israel retaliated. Palestinians say most of their casualties are civilians, while Israelis say most of them are combatants.
      The casualty rate has drawn sharp criticism from Europe and the Arab world. Condoleezza Rice, the U.S. secretary of state, while principally blaming Hamas, has asked Israel to show restraint.
      U.S. Rep. Scott Garrett (R-N.J.) initiated the resolution. The sole vote against was U.S. Rep. Ron Paul (R-Texas) who preaches the reduction of U.S. involvement in overseas conflicts. 

    3. EINE EMAIL VON MEINEM FREUND, RABBINER JEREMY ROSEN, AUS LONDON/NY... Jimmy Carter  
      I have never admired Jimmy Carter, but I tended to want to give him the benefit of the doubt. I thought he might be a decent, if na�ve, man who really wanted to try to bring peace to the world. I began to think otherwise when he used the emotive term 'Apartheid' to describe Israeli policies. I abhor occupation on principle. I hate the policies of suicidal violence and the blind reactions they cause. I detest violence as a solution to problems, even if almost everywhere else in the universe it is allowed. But to compare Israel to South African Apartheid (and I speak as former president of the Scottish Anti-Apartheid Movement) is to be dishonest, and to use the very terms of abuse that irrational hatred uses. It is not the discourse of genuine solution seeking.
      Perhaps he only saw too much of one pain and not enough of the other. Perhaps he confused David with Goliath or Samson with the Philistines. The trouble is now he has blown his cover. Simon and Schuster, the American publishing company, sell a set of CDs by Carter entitled 'Bringing Peace to a Changing World' in which he spews out the most unbelievable and offensive nonsense about Judaism, Jews, and Israel. He regurgitates all the old teaching of contempt for primitive, cruel Pharisaic hypocrites worshipping an angry God of vengeance. There are such basic errors of text and meaning that either he was taught by a fool or misled by a mischief-maker.
      Most of the time I laugh and think it pathetic that so many Christians, even media savvy and intelligent ones like Anne Coulter, think we are doomed to hell and need to convert. Who really thinks they are superior I wonder! But I am sad to realize how much hatred of Judaism there still is, that bubbles to the surface when the lid of outward civilization is removed. For all the recent popes have done to try to change things, at Christian grassroots the old animosities clearly remain.
      To be fair, no one is immune from religious name-calling. We also have our clich�s about non-Jews drinking anti-Semitism in with their mothers' milk, and all goyim being drunk and/or violent, delighting in burning heretics at the stake, and actually believing in such nonsense as Virgin Birth, all Muslims being homicidal and falling for Mohammad dreaming about God speaking to him. There is still far, far too much rubbishing, and denigrating of others.
      The sad thing, of course, is that the media love to focus on the bad and rarely the good. No one seems to talk about all the wonderful things that are being done by individuals, organisations, and charities in Israel to bridge gaps, work with the suffering, and help the distressed of all races, religions, and political creeds. There is so much good that never gets reported.
      Here's an example of people being constructive. It's called the Council of Religious Institutions of the Holy Land. 'In an unusual joint appearance,' reported Reuters, 'senior Israeli and Palestinian religious leaders declared that they were not a roadblock to peace in the Middle East but a vital part of the process.'
      'Dressed in traditional religious garb, the chief rabbis of Israel sat alongside Muslim leaders and Christian patriarchs and said they had agreed on steps to help resolve the conflict.
      'It is our responsibility to find the right way to live together in peace rather than to fight and kill one another,' the leaders, who make up the Council of Religious Institutions of the Holy Land, said in a joint statement.'
      According to a news release, 'The Council of Religious Institutions of the Holy Land grew out of the Alexandria Declaration of January 21, 2002 in which Jewish, Muslim and Christian religious leaders made a 'commitment to ending the violence and bloodshed that denies the right to life and dignity' in the Holy Land. They announced then that they would establish a committee to engage with their respective political leadership to pursue specific steps toward this end. The Chief Rabbinate of Israel, the Supreme Shaaria Courts in the Palestinian Authority and Waqf, and the Christian Ordinaries in Jerusalem (including the three Patriarchates and two bishoprics) formed such a committee.' There is a tendency in certain Orthodox Jewish circles to rubbish interfaith initiatives. But thank goodness there are enough Orthodox rabbis who ignore the ostriches.
      Here's another recent example. There's a Jewish high school basketball team in Denver, Colorado which was refused permission, last week, to reschedule a game due to be played on Shabbat. You would have thought that in the great and free United States this would be no problem. Sadly, petty officials refused. Now the national Islamic advocacy group, the Council on American-Islamic Relations, in Washington, has come out publicly in support of the Jewish team. Despite all the tensions that exist between Muslims and Jews because of the Middle East, it's nice and positive that on matters of common interest they can get together.
      Religion gets blamed for almost everything, and sadly every religion has its small-minded, closed-minded fanatics. Thank goodness they are not all like Jimmy Carter. Focus on good deeds, Jimmy, and think before you do any more harm. What does it say about the 'Road to Hell?'
      Shabbat Shalom,
      Jeremy

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TEIL 2 - LINKS zu empfohlenen Artikeln & Webseiten aus der WESTLICHEN Presse  
 

  1. BRANDAKTUELL...   

     
    1. HONESTREPORTING- One Year Analysis: Reuters 2007 "Pictures of the Month"
      62% of images in our study were sympathic to the Palestinians.

      Each month, Reuters selects about 250 images from thousands of its own photographs for inclusion in a "Pictures of the Month" package. These photographs depict people and events from around the world, encompassing culture, sport, politics and significant news events. Reuters uses these photo packages to draw attention to the best examples of its work each month.
      Key Findings


      1. honestreporting Media BackSpinEinjahresanalyse: Die “Bilder des Monats” von Reuters
        62 Prozent der Bilder in unserer Studie zeigten Wohlwollen für die Palästinenser.
        Ausführliche Zusammenfassung in der neuen Ausgabe von HonestReporting*:
        Einjahresanalyse: Die „Bilder des Monats“ von Reuters.
        *Übersetzung auf Anfrage.