S O N D E R A U S G A B E

Israel wird angegriffen:
Erst die Entführung von 2 Soldaten, nun Raketeneinschläge u.a. in Haifa, Tzfat und Nahariya...


Ein persönlicher Kommentar von Sacha Stawski vorab: 

RTL Nachrichten um Mitternach: "Die Israelischen Attacken können zum Flächenbrand werden" 
Alle scheinen sich einig: Israel attackiert, eskaliert und ist Ursache für den Weltunfrieden.

Bei allem was derzeit in den Medien berichtet wird, i.B. bei Headlines wie "Israel greift Libanon an!" "Israel weitet Angriffe auf Libanon aus", "Israel will das Ende der Hisbollah" "Israel will Offensive im Gazastreifen verschärfen", "Nahost-Experte: Israel hat dem Libanon den Krieg erklärt", "Israel will Lebensadern des Libanon kappen", "Nahost-Experte: Israels Kalkül wird nicht aufgehen", "MdB Wolfgang Gehrcke: Israelischer Krieg gegen Zivilbevölkerung - Eskalation der Gewalt stoppen", "Frankreich nennt israelische Angriffe «unverhältnismäßigen Kriegsakt»", oder bei all den vielen, vielen anderen Nachrichten, die Israel von Vornherein als Angreifer, als Aggressor und unverhältnismäßig reagierende Gewaltmacht darstellen, bitten wir immer in Erinnerung zu behalten, daß Israel lediglich auf zuvor stattgefundene Angriffe reagiert.

Israelische Soldaten wurden von Israelischem Territorium aus entführt. Israel wurde vom Libanon aus angegriffen und Israel steht unter Raketenbeschuß aus dem Libanon. Ähnlich verhält es sich mit dem Ursprung der Kämpfe in Gaza, bei denen ein Israelischer Grenzposten angegriffen wurde, ein Soldat entführt wurde, Israelisches Kernland immer wieder mit Raketen beschossen wurde, usw.

Anstatt also immer wieder über "Israel tut dies oder das" zu berichten, sollten die Medien klar und deutlich die schweren Angriffe auf Israel hervorheben, anstatt sich primär auf die Reaktionen und Verteidigungsmaßnahmen zu konzentrieren. Die Darstellung von Israel als dem mächtigem "Goliath", der seine schwachen Nachbarn unprovoziert angreift, mag sich zwar gut verkaufen lassen, entspricht aber keinesfalls der Realität! Gleichzeitig fordern wir die Verteidigungsmaßnahmen eines souveränen Staates Israel genauso anzuerkennen, wie die Verteidigungsmaßnahmen jedes anderen Landes. Hierbei gilt es den von den jeweiligen Regierungen geduldeten und z.T. unterstützten Terrororganisationen in Gaza und im Libanon Einhalt zu gebieten.



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BRANDAKTUELLES & MEHR...  
 

  1. SPIEGEL ONLINE - ESKALATION - Bericht über Raketeneinschläge in israelischer Hafenstadt Haifa - Die Hisbollah hat ihre Drohung offenbar wahr gemacht: Nach Angaben des israelischen Militärs sind aus dem Libanon abgefeuerte Raketen am Abend in der israelischen Hafenstadt Haifa eingeschlagen.
    Jerusalem - Die israelische Hafenstadt Haifa wurde nach israelischen Militärangaben vom Libanon aus mit zwei Katjuscha-Raketen angegriffen. Verletzt wurde dabei ersten Angaben zufolge niemand, wie die israelische Polizei am Abend mitteilte. Die Raketen schlugen nicht weit vom Stadtzentrum entfernt ein.
    Die libanesische Hisbollah-Miliz hatte zuvor mit einem solchen Angriff gedroht. Sie reagierte damit auf israelische Luftangriffe auf den Libanon und die Blockade libanesischer Häfen, die Jerusalem als Reaktion auf die Entführung zweier israelischer Soldaten begonnen hatte.
    Es war das erste Mal, dass vom Libanon abgefeuerte Raketen Haifa erreichten. Bislang galt als unklar, ob die Hisbollah über Raketen mit einer entsprechenden Reichweite verfügt. Der israelische Botschafter in Washington, Daniel Ajalon, sprach von einer "bedeutenden Eskalation" des Konflikts.
    Haifa ist mit mehr als 250.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Israels. Sie liegt etwa 35 Kilometer von der Grenze zum Libanon entfernt. 
    phw/Reuters/AP/AFP


    1. N-TV - Vor einem Krieg in Nahost - Raketen treffen Haifa
      Im Nahen Osten wächst die Angst vor einem neuen Krieg. In der israelischen Hafenstadt Haifa schlugen zwei Katjuscha-Raketen ein. Die radikal-islamische libanesische Hisbollah-Miliz hatte zuvor mit Raketenangriffen gedroht. Tausende Menschen flohen nach massiven israelischen Luftangriffen aus dem Libanon Richtung Syrien. Der Weltsicherheitsrat berief eine Dringlichkeitssitzung für Freitag ein.
      weiter
    2. MORGENPOST - Israelische Stadt Haifa von Raketen getroffen
      Die Katjuscha-Raketen sind nicht weit vom Stadtzentrum entfernt eingeschlagen. Die libanesische Hisbollah-Miliz hatte zuvor mit Angriffen auf die drittgrößte Stadt Israels gedroht. Sie bestreitet jedoch nach Medienberichten die Raketen abgefeuert zu haben. 

    3. dpa - Libanesische Raketen in Haifa eingeschlagen
      Tel Aviv (dpa) - In der israelischen Hafenstadt Haifa sind am Donnerstagabend zwei Katjuscha-Raketen eingeschlagen. Das teilte die israelische Armee mit. ...

    4. AFP - Israelische Stadt Haifa von Raketen getroffen
      Haifa/Beirut (AFP) - Die nordisraelische Stadt Haifa ist von zwei Katjuscha-Raketen getroffen worden. Dies bestätigte ein Sprecher der israelischen Armee. ...

    5. YNET - Hizbullah missile hits Haifa
      Terror group fires missile at northern city for first time; no casualties. Earlier six rockets fired from Lebanon hit central Nahariya; one building suffers direct hit, 7 hurt; Safed: 19 injured, including one critically  Full Story . . .  


    6. YNET - 2 million under threat
      No less than 120 Katyushas fired at northern Israel communities; many residents staying in underground shelters, hundreds leave their homes temporarily; two Israelis killed, 100 injured in rocket attacks
      Full Story . . .  

       
    7. JP - Katyusha barrage lands in Nahariya, Safed; 31 wounded
      Earlier attacks on Safed, Nahariya killed 2 women; toll of wounded reaches 122; northern residents ordered into bomb shelters.

    8. HA'ARETZ - Two Israelis killed, 120 hurt in rocket attacks
      Hezbollah continues shelling communities across northern Israel; at least two people seriously wounded; two others seriously wounded in latest strike on Safed

    9. ARD VIDEO - Eskalation der Gewalt [Richard C. Schneider, ARD Tel Aviv]


  2. NOCH EINE "NETTE" EILMELDUNG...


    1. RIA Novosti - EILMELDUNG - Ahmadinedschad droht Unterstützern Israels
      ... "Die Wut der Moslems wird die Weltmächte vernichten, die Israel unterstützen", erklärte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad am Donnerstag in der ...


      1. PASSEND DAZU, NOCH  MEHR "NETTES" VOM IRAN....

         
        1. YNET - Kidnapped troops to Iran?
          Official: Gov't has ‘specific information’ that Hizbullah plans to transfer IDF soldiers to Iran 

           
        2. YNET - Iranian leader warns Israel
          Ahmadinejad says strike on Syria would be considered attack on the 'whole Islamic world'  

           
        3. HA'ARETZ - Iran warns of 'fierce response' should Israel strike at Syria 
          Lebanon asks UN Security Council to call for cease-fire with Israel.

           

  3. SONSTIGES AKTUELLES...


    1. ULRICH W. SAHM - Was bezweckte die Hisbollah?
      Jerusalem, 13. Juli 2006 - Der Hisbollah gelang es, Israel zu überrumpeln. Sie hatte ein "Loch" im elektronischen überwachten Zaun an der internationalen Grenze entdeckt und wusste, dass keine Kamera das Geschehen überwachte, wo ihre Kämpfer zwei Patrouillenjeeps überfielen, drei Soldaten töteten und unbemerkt zwei Soldaten in den Libanon verschleppten. Gleichzeitig hatte Hisbollah mit Katjuschasalven ein Ablenkungsmanöver gestartet. Das alles bedurfte langer Beobachtung und exakter Vorbereitung. Kein Zweifel. Die Attacke war von langer Hand vorbereitet und mit vorbildlicher militärischer Präzision durchgeführt worden. Was bezweckte die Hisbollah und warum wählte sie diesen Zeitpunkt?
      Die Nähe und Abhängigkeit der Hisbollah von Iran, finanziell wie militärisch, ist bekannt. Teheran hat immer wieder die Hisbollah benutzt, um den Nahostkonflikt anzuheizen. Ein Krieg mit Israel lenkt in dem Augenblick ab, wo die G8-Mächte den Iran wegen seines Atomprojekts unter ultimativen Druck setzen wollen. Eine weitere Erwägung könnte auch Israels Verwicklung im Gazastreifen gewesen sein und der Glaube, Israel durch einen Zweifrontenkrieg zu schwächen. Jedes militärische Vorgehen zieht "Kolateralschaden" nach sich. Üblicherweise bringt das nur Israel in Verruf. Nach mehreren Pannen mit vielen toten Zivilisten im Gazastreifen bot sich an, Israel noch tiefer zu verwickeln.
      Auch Syrien als Gönner der Hisbollah könnte gerade jetzt von sich ablenken wollen. Der beschämende Abzug aus Libanon, zunehmende Opposition  gegen Präsident Baschar Assad und der Versuch, über die Hisbollah-Miliz im Libanon wieder Fuß zu fassen, wäre Syrien wohl nur recht. Der libanesische Drusenführer Walid Jumblatt erklärte, Syrien wolle den Libanon in einen zweiten Irak verwandeln. Je mehr Chaos im Land herrsche, desto besser sei es für Baschar el Assad. Und Chaos im Libanon lässt sich am einfachsten durch eine Provokation Israels mit seinen vorhersehbaren Reaktionen entfachen.
      Jederzeit dürfte die Hisbollah, Miliz und auch Partei im Libanon innenpolitisch ihre Macht demonstrieren wollen. Die libanesische Ministerin Maila Marwad bestätigte vorwurfsvoll die Absicht der Schiitenmiliz, das Schicksal des Libanon zu bestimmen: "Die Hisbollah hält Libanon als Geisel und stürzt das Land ins Unglück." Das offizielle Argument von Hisbollah-Chef Nasrallah, der Hamas helfen zu wollen, palästinensische Gefangene in Israel zu befreien, klingt angesichts dieser Umstände wie ein unglaubwürdiger vorgeschobener Grund, denn auch die Hisbollah und ihre Arbeitgeber handeln in erster Linie aus Eigeninteressen.

    2. ULRICH W. SAHM - Israel vom Krieg überrascht
      Jerusalem, 13. Juli 2006 - "Israel soll ein Land sein, in dem das Leben Spaß macht." Mit diesen Worten hatte Ehud Olmert nach dem Hirnschlag seines Vorgängers Ariel Scharon den Wahlkampf betrieben und gesiegt. Die politische Landschaft wirkte rosig. Die schreckliche Intifada mit täglichen Selbstmordattentaten schien vorüber. Der Sperrwall mit Zaun und Mauer hielt mehr oder weniger, was die Israelis sich davon versprachen. Attentäter hatten kaum noch eine Chance, nach Israel einzudringen. Auch die "Tahdija", eine unter den Palästinenser intern ausgehandelte "Ruhepause" hielt mehr oder weniger. Störend waren die von Gaza abgeschossenen Kasamraketen. Zum Glück konnten die nicht richtig zielen und richteten kaum Schaden an. Entlang der Grenze zu Libanon herrschte im Prinzip seit Israels Rückzug aus Südlibanon im Mai 2000 eine angespannte Ruhe. Alle paar Monate kam es zu plötzlichen Zwischenfällen, die aber ebenso schnell endeten, wie sie ausbrachen. So konnte sich Olmert voll auf das Projekt der "Konvergenz" stürzen, oder wie sonst der von Scharon in Angriff genommene Rückzug aus den besetzten Gebieten genannt wurde. Das Ziel war, befreit von störenden Palästinenser, zurückgezogen hinter sicheren Grenzen ein normales Leben führen zu können.
      Innerhalb weniger Tage platzten die frommen Träume. Hamas-Kämpfer im Gazastreifen hatten in wochenlanger Arbeit einen Tunnel unter den Grenzzaun hinweg gegraben, eine Militärstellung auf israelischem Boden angegriffen und einen Soldaten entführt. Die schon eine Woche zuvor geplante israelische Invasion in den Gazastreifen, um den Raketenbeschuss  zu stoppen, konnte augenblicklich beginnen. Und während die "Operation Sommerregen" im Gazastreifen lief, wurden die Israelis von der Hisbollah mit einem ebenfalls lange im Voraus geplanten und bestens konzipierten Angriff völlig überrascht. Entlang der Grenze war alles so ruhig, dass Israel die Alarmstufe herabsetzte und anstelle von Panzern nun Humvey-Jeeps für die Patrouillen entlang der Grenze einsetzte, teilweise nur wenige Meter von Hisbollahstellungen jenseits des Stacheldrahts entfernt. Die Hisbollah nutzte das aus und griff die Jeeps in einem elektronisch nicht mit Kameras gesicherten Grenzgebiet an. Die israelische Armee benötigte über eine Stunde, bis sie auf die Verschleppung reagierte, viel zu spät, um sich den Entführern auf die Fersen zu setzen. Die Hisbollah hatte dazu mit Katjuscharaketen entlang der gesamten Grenze vom Mittelmeer bis Kirjat Schmone ein Ablenkungsmanöver gestartet. Die peinliche Schlappe, nur zwei Wochen nach der anderen Schlappe, als Hamaskämpfer in ihren Panzern schlafende Soldaten an der Grenze zu Gaza von hinten angriffen, löste bei Israels noch unerfahrenen Ministern einen starken Willen zur harten Reaktion aus. Der vom Gewerkschaftsführer zum Verteidigungsminister mutierte Amir Peretz, eigentlich ein Populist linker Sozialpolitik, übte sich als Befehlshaber der mächtigen Armee. Auch Ministerpräsident Ehud Olmert hat keine Militärkarriere hinter sich. Doch der Beschluss, auf die Attacken der Hamas und der Hisbollah mit militärischer Härte zu antworten, ist letztlich das Ergebnis einer politischen Einschätzung. Denn für die Ausführung sorgen die Militärs. Die haben in ihren Schubladen vorbereitete Angriffspläne für jede denkbare Lage parat, die sie den Politikern vorlegen können. So wurde die "Operation gebührender Lohn" befohlen. Nach dem Scheitern der Osloer Verträge und nach dem völligen Rückzug aus Libanon gab es für Israel keinen Grund mehr für politische Zurückhaltung. Ob die jetzige Politik der Militärschläge tatsächlich die gewünschten Erfolge bringen wird, wagt in Israel noch niemand klar zu beantworten.
      Die erste Stufe sieht eine Rundumbelagerung des Libanon vor. In der Nacht rissen Bomben tiefe Krater in die beiden Startbahnen des einzigen internationalen Flughafens, im Süden von Beirut. Die israelische Marine kreuzt in den Küstengewässern. Bei Baalbeck soll sich offenbar die Luftwaffe "um die Straße nach Damaskus bei Masnaa, dem Tor zur Hölle, kümmern". Gleichzeitig versucht Israel, die Hisbollah zum Schweigen zu bringen. So wurden Sendeanlagen von El Manar, dem Fernsehsender der Iran-nahestehenden Miliz, zerstört. Der terrestrische Empfang wurde unterbrochen, aber über Satellit ist Al Manar - das Frankreich wegen antisemitischer Hetze aus dem europäischen Netz entfernt hat - noch zu empfangen. Weitere Phasen würden folgen, solange der Libanon nicht reagiert und seine Souveränität wahrnimmt. Bis dahin will Israel mit militärischen Mitteln die Hisbollah vom Grenzgebiet in Richtung Norden verdrängen. Die israelischen Aktionen seien zeitlich nicht begrenzt. Und ob auch Kraftwerke und Prestigeobjekte in Beirut auf der Liste künftiger israelischer Militärziele stehen, wurde nicht verraten. "Zehn Jahre lang haben wir in einer Illusion eines Friedens hier wunderbar gelebt" sagte traurig ein Israeli aus Schtulah, der bis Mittwoch Zimmer an Touristen vermietete. Jetzt sind sie alle geflohen. Aber auch Beirut hat eine zehnjährige Periode des Aufbaus und wirtschaftlichen Aufschwungs erlebt. Nicht nur in Tel Aviv dürften jetzt die Kurse einbrechen. Auch die Manager der lukrativen Tourismusindustrie in beiden Ländern blicken wieder in eine düstere Zukunft.

    3. NEWSLETTER DER ISR. BOTSCHAFT - Interview mit Botschafter Stein im Deutschlandradio Kultur, 13.7.
      Botschafter Shimon Stein: Beirut für Kämpfe verantwortlich - Moderation: Christopher Ricke
      Botschafter Stein verteidigte die israelischen Luftangriffe auf den Flughafen von Beirut und auf das palästinensische Außenministerium im Gaza-Streifen am Donnerstag gegenüber dem Deutschlandradio Kultur als notwendige Reaktion auf den Angriff der libanesischen Terrororganisation Hisbollah:
      Christopher Ricke: Herr Botschafter, der deutsche Außenminister, Frank-Walter Steinmeier, hat an alle appelliert, mäßigend Einfluss zu nehmen und eine weitere Eskalation zu verhindern. Das hat er getan, bevor Ihre Regierung den Flughafen von Beirut unter Beschuss nahm. Kann denn irgendjemand auf der Welt in diesen Tagen noch mäßigend Einfluss nehmen?
      Shimon Stein: Ja, ich meine, mäßigend kann man Einfluss nehmen. Nun, es ist ja immer gut, sich in Erinnerung zu rufen, was sich bei uns seit gestern an der nördlichen Grenze abspielt und was sich seit drei Wochen in Gaza abspielt. Bezüglich der libanesischen Grenze kann ich mich erinnern, schon seit Jahren hier zu sagen: Wenn eine Gefahr für eine Eskalation besteht, dann kommt sie eigentlich aus dem Libanon heraus. Israel hat sich im Mai 2000 bedingungslos aus Libanon zurückgezogen zu einer internationalen Linie, die vom Weltsicherheitsrat anerkannt wurde. Insofern gibt es keine israelische Anwesenheit auf der libanesischen Grenze. Gleichzeitig hat sich der Weltsicherheit in einer Entscheidung, Resolution entschlossen, dass die libanesische Regierung alle Milizen, die im Libanon sind, auflösen. Das war ein klarer Text, nämlich dass die Hisbollah, die im Laufe der Jahre die Verantwortung für die Sicherheit im Libanon an der nördlichen Grenze zu Israel übernommen hat, aufgelöst werden soll. Für uns ist die libanesische Regierung die Adresse, die die Verantwortung dafür trägt, dass die Hisbollah, die entlang der Grenze seit Jahren schon ist, tausende von Raketen aufgebaut hat mit der Hilfe von Syrien und Iran, aufgelöst werden soll. Wir appellieren seit Jahren an die Staatengemeinschaft, an die libanesische Regierung - vergeblich. Und insofern kam die Stunde, wo die Hisbollah beschlossen hat, Soldaten zu entführen, Kassam-Raketen oder Katjuschas auf israelische Städte, Ortschaften abzufeuern. Und jetzt kommt man und bittet man uns um Mäßigung.
      Ricke: Heißt das, wir stehen vor einer Wiederbesetzung des südlichen Libanons, sechs Jahre nach dem Abzug, nachdem - Sie argumentieren ja entsprechend - es der libanesischen Regierung nicht gelungen ist, Hisbollah zu entwaffnen, nachdem - so argumentieren Sie - die libanesische Regierung Mitverantwortung für die Entführung der Soldaten trägt?
      Stein: Die Hauptverantwortung für uns trägt die libanesische Regierung. Die Tatsache, dass die libanesische Regierung tatenlos zusieht, dass die Hisbollah im Süden des Landes so agiert, als ob sie ein Staat im eigenen Staat ist, ist für uns - und glaube ich auch für die Staatengemeinschaft - inakzeptabel. Dass die Staatengemeinschaft eine Resolution, die einstimmig im Weltsicherheit damals unterstützt wurde, die eben sagte, dass Hisbollah muss entwaffnet werden, und nicht getan worden ist, glaube ich, liegt die Adresse eindeutig dafür in Beirut und nicht woanders. Und wenn die Staatengemeinschaft weiter tatenlos zusieht, dass eine Terrororganisation massiv durch den Iran und Syrien unterstützt wird, weiter so agiert, dann, glaube ich, bleibt uns leider gar nichts anderes als uns zu verteidigen. Und das, glaube ich, werden wir in den kommenden Tagen auch tun. Wir sind dabei, die Spielregeln zu verändern. Tatenlos haben wir zugesehen. Tatenlos haben wir unsere Hoffnung auf die Staatengemeinschaft gesetzt, dass die Staatengemeinschaft ihre eigenen Beschlüsse auch durchsetzen wird. Das ist eigentlich bis heute nicht passiert. Und deshalb, bei allem Respekt, liegt die Verantwortung ja nicht in Jerusalem, sondern in Beirut und in den anderen Hauptstädten.
      Ricke: Über diese beiden Hauptstädte müssen wir reden, wenn Sie sagen, Sie würden die Spielregeln neu bestimmen. Wir erleben jetzt in diesen Stunden den Angriff auf den Flughafen von Beirut. Kann es denn eine Garantie vonseiten Israels geben, dass es sich damit auch begrenzen lässt? Oder sprechen wir vielleicht in wenigen Wochen über Ziele in Damaskus oder Teheran?
      Stein: Wir halten momentan die libanesische Regierung als Hauptverantwortung. Allerdings wissen wir, dass die Hisbollah militärisch, finanziell und politisch von Iran und von Syrien unterstützt wird. Wenn Syrien und der Iran ihre Unterstützung einstellen, dank Israel, dank internationalem Druck, dann wird die Hisbollah nicht in der Lage sein, zu agieren. Seit Jahren appellieren wir an die Staatengemeinschaft, die Hisbollah auf die Terrorliste zu stellen. Ohne Erfolg. Jetzt, glaube ich, wissen wir genau, wer die Verantwortung, die direkte, dafür trägt. Und der Libanon, der ein freier Staat ist, ein souveräner Staat, muss eigentlich hier die Verantwortung übernehmen. Wenn die libanesische Regierung gestern in einer Erklärung allen mitteilt, dass sie überhaupt nicht wussten über diese militärische Akt der Hisbollah, dann stellt sich die Frage: Wer agiert in Beirut? Ist das die Hisbollah, die Mitglied in der Regierung ist, die die Hauptverantwortung eben hat, oder ist das die libanesische Regierung, die eigentlich die Verantwortung für das, was sich gestern abgespielt, eben hat? Das ist ein kriegerischer Akt gewesen, und wir werden dementsprechend auch darauf eine angemessene Antwort auch finden.
      Ricke: Israel begründet die Offensive - wie Sie es gerade getan haben - mit der Aggression der Palästinenser, der Hisbollah. Die arabischen Extremisten begründen ihre Schläge mit der Besetzung ihrer Heimat, sie sprechen von Unterdrückung, sie sprechen von Knechtschaft. Beide Seiten haben ihre Argumente und ich bin nicht der Richter, der entscheiden kann, was hier letztlich richtig ist. Und es gibt sicherlich auf der Welt auch keinen Richter, dessen Spruch von beiden Seiten anerkannt würde. Verstehen Sie diese Ratlosigkeit?
      Stein: Nein. Ich verstehe diese Ratlosigkeit hier eben nicht. Und ich glaube, es kommt auch ein Punkt, wo wir uns fragen apropos Richter, ja oder nein: Welche Maßstäbe legt man eigentlich an uns? Sind das die gleichen Maßstäbe, die auch man an andere Staaten eben legt? Sie haben gesagt, dass man steht tatenlos. Wir haben uns im Mai 2000 bedingungslos aus dem libanesischen Territorium völlig zurückgezogen. Und wenn das der Fall ist, und wenn der Weltsicherheit es anerkannt eben hat und hat eben gesagt, dass Israel momentan sich eben ja nicht mehr auf libanesischem Territorium befindet: Was ist Ihrer Auffassung nach der Grund für diese militärische Akte von gestern? Wenn Libanon keine Ansprüche mehr eben hat, wenn Libanon uns ja nicht beschuldigen kann, dass wir libanesisches Territorium besetzen, gibt es Ihrer Auffassung nach eine logische Begründung für den kriegerischen Akt von gestern?
      Ricke: Vielen Dank, Herr Botschafter.

    4. Botschaft des Staates Israel, 13. Juli 2006 - Kabinett-Sonderkommunique - 12. Juli 2006
      Ein ernster Vorfall hat sich heute (Mittwoch, 12. Juni 2006) innerhalb des Gebietes des Staates Israel ereignet. Ein Hizbullah-Kommando hat die nördliche Grenze überschritten und eine IDF-Routinepatrouille angegriffen. Das Resultat dieses Angriffs sind acht getötete israelische Soldaten, verletzte Zivilisten und Soldaten und zwei von den eingedrungenen Truppen auf libanesisches Territorium verschleppte Soldaten.
      Diese Aktion schafft, zusätzlich zu den Vorkommnissen der letzten Monate, eine neue und komplexe Situation, der wir uns stellen müssen. Diejenigen, die Terrorismus fördern und diejenigen, die Terrorismus beherbergen, sind der Ursprung des heutigen Angriffs, so wie des Angriffs auf Kerem Shalom (25. Juni 2006).
      Israel betrachtet die souveräne libanesische Regierung für diesen Anschlag, der von ihrem Gebiet ausging, und für die Rückkehr der entführten Soldaten nach Israel als verantwortlich. Israel fordert, dass die libanesische Regierung die UN Sicherheitsrats-Resolution 1559 umsetzt (
      http://tinyurl.com/dlejl)
      Indes gibt es keinen Zweifel darüber, dass die Hizbullah, eine in Libanon agierende Terrororganisation, diesen Angriff initiiert und ausgeführt hat. Israel wird darauf mit den erforderlichen Schritten reagieren. Israel ist verpflichtet, mit der notwendigen Härte auf diese Aggression zu reagieren. Israel wird entschieden und harsch gegenüber jenen reagieren, die den Überfall am Mittwoch (12.6.) ausgeführt haben und dafür verantwortlich sind. Israel wird alles unternehmen, weitere Angriffe und Bedrohungen, die gegen das Land gerichtet sind, zu verhindern.
      Die internationale Gemeinschaft versteht, dass jedes Land, inklusive Israel, entschieden gegen feindliche Ziele, wie die Hisbollah, vorgehen muss.
      Das neue Umfeld, in welchem der Staat Israel gegenwärtig operiert, bedarf einer besonderen Bereitschaft, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, dass der Feind das Kernland versucht anzugreifen. Verteidigungsminister Amir Peretz hat den Oberkommandierenden der Heimfront, Generalmajor Yitzhak Gershon, und alle weiteren relevanten Offiziellen instruiert, sich auf diese neue Situation und seine Auswirkungen vorzubereiten.
      Ministerpräsident Ehud Olmert sagte: „Aufgrund der Sensibilität dieser Frage, bitte ich die Regierung, den Empfehlungen der Sicherheitskräfte zu zustimmen und beantrage die Autorisierung, von allen weiteren, detaillierten durch die Sicherheitskräfte präsentierten Maßnahmen durch meine Person, Verteidigungsminister Peretz, Außenministerin Tzipi Livni, den stellvertretenden Ministerpräsident Shimon Peres, Industrie-, Handels und Arbeitsminister Eli Yishai, Verkehrsminister Shaul Mofaz und den Minister für innere Sicherheit, Avi Dichter, zu zustimmen.“

    5. MFA - Statement by Foreign Ministry Deputy DG Gideon Meir (Communicated by the Foreign Ministry Spokesman)
      Following are Foreign Ministry Deputy Director-General for Public Affairs Ambassador Gideon Meir's opening statement from his press conference today (Thursday), 13 July 2006, with Brig,-Gen. Ido Nehushtan:
      "Israel has suffered an unprovoked cross-border attack from Lebanese territory. The attack was carried out by the Hizbullah, which is a party to the Government of Lebanon. The attack was carried out against Israelis, soldiers and civilians, while on sovereign Israeli soil. In these circumstances, Israel has no alternative but to defend itself and its citizens.
      For this reason, Israel is now reacting to an act of war by a neighboring sovereign state. Israel views Lebanon as responsible for the present situation, and it shall bear the consequences for this act.
      However, Lebanon is not the only responsible party. Syria hosts in its capital, Damascus, the headquarters of a number of Palestinian Jihadist terrorist groups, including Hamas. They provide shelter and logistical support for Hamas leader Khaled Mashaal, who has been living there for a number of years. From Damascus, Mashaal commands terrorists within the Palestinian territories who carry out ongoing attacks against Israel and its citizens, including the bombardment of southern Israel with Kassam missiles and the recent terrorist infiltration and kidnapping of Israeli soldier Gilad Shalit. Syria also provides support to the Hizbullah, including the transfer of arms, munitions and operatives through the Damascus airport and border crossings into Lebanon. The Hizbullah would not be able to operate in Lebanon without clear Syrian sponsorship.
      Iran is the main benefactor of the Hizbullah. It provides funding, weapons and directives for this terrorist organization. For all practical purposes, Hizbullah is merely an arm of the Teheran Jihadist regime. Iran has also made considerable inroads of influence into Palestinian terrorist organization, including Fatah's al-Aqsa Brigade and Hamas' Iz a-Din al-Kassam group. It provides their terror cells with funding, technical instruction and operational directives.
      Hamas and Hizbullah are driven by an extremist Jihadist ideology which calls for the destruction of the State of Israel - as part of an international effort to wage 'Holy War' against the 'infidel'.
      Syria and Iran support these groups, not only because they support their ideology, but also because they provide Damascus and Teheran with a tool to strengthen the influence of their own regimes and to divert attention from other issues which have exposed them lately to international pressure.
      Consequently, Israel views Hamas, Hizbullah, Syria and Iran as primary elements in the Axis of Terror and Hate threatening not only Israel but the entire world.
      There is a widening consensus in the international arena that Jihadist terror is a global threat which must be confronted with determination and resolve. Israel has been in intensive contact with foreign governments and world organizations, in order to coordinate pressure on these regimes, ensuring they understand that the price that they'll pay internationally for their support of terrorism will be unbearably high.
      With regard to our expectations from Lebanon, it is the responsibility of the Government of Lebanon to fulfill its obligations as a sovereign state to extend its control over its own territory, as called for by Security Council resolutions 425 and 1559. Through our operations, Israel expects both to pressure the Beirut government to take action, and to facilitate this action by providing the international encouragement and the operational conditions favorable to the disarming of Hizbullah and the effective deployment of the Lebanese army southward to the Israel-Lebanon border. This is not only Israel's interest, but that of the Lebanese people and the region as a whole."

    6. Unglaublicher Kommentar....   
      ARD TAGESSCHAU - AUDIO:
      Der Libanon als Sündenbock - 13.07.06
      http://www.tagesschau.de/audio/0,2773,OID5714016_RESreal_PLYinternal_NAV,00.html

       
    7. Ebenfalls Unglaublich....
      FAZ
      Kommentar - Das alte, grausame Spiel
      Bei der neuerlichen Provokation Israels weiß die Hizbullah Iran und auch Syrien hinter sich. Zu einem neuen Libanon-Krieg wird es wohl dennoch nicht kommen. Trotzdem versteht Israel seine Angriffe auf Ziele im Nachbarland als Antwort auf einen „kriegerischen Akt”. Ein Kommentar von Wolfgang Günter Lerch. 
      • Nur eines von vielen möglichen Zitaten:
        "...Gerechte Gegenwehr?
        ...Solange die Palästinenser unter den gegenwärtigen, oft entwürdigenden Umständen leben müssen, wird die arabische Umgebung Israels die Angriffe von Organisationen wie der Hizbullah oder Hamas als gerechte Gegenwehr empfinden. Die militärische Stärke Israels kann auch als Teil des Problems angesehen werden. [also laßt uns doch am besten Israel entwaffnen, damit es beim nächsten Angriff endlich komplett überrannt werden kann!] Taktiken wie der Kleinkrieg (”Guerrilla”), hinterhältige und brutale Anschläge eingeschlossen, gegen übermächtige Armeen bildeten sich heraus, als sich in Spanien etwa der Widerstand gegen den unbesiegbar erscheinenden Napoleon ["NETTER" und ach so "passender" Vergleich!] erstmals dieser Mittel bediente. Und die außerlegalen Liquidierungen palästinensischer Führer durch Israel bieten den Militanten unter den Palästinensern (und anderen) immer wieder den Vorwand, auch den übelsten, menschenverachtendsten Terror zu „rechtfertigen”....

    8. WER BITTE HAT WEM DEN KRIEG ERKLÄRT? WER IST AUF WESSEN TERRITORIUM VORGEDRUNGEN UND HAT DORT MENSCHEN ENTFÜHRT...?!?!? 
      Deutschlandradio - Nahost-Experte: Israel hat dem Libanon den Krieg erklärt
      ... im Nahe Osten dauerhaft nur dann zu beruhigen, wenn Syrien und der Iran in Friedensbemühungen ... auf Ziele in dem Land und die Seeblockade, die Israel gegen den ...

    9. AUCH "NETT"...
      Basler Zeitung -
      Grüne: Stopp der Rüstungszusammenarbeit mit Israel
      ... Die Grüne Partei verlangt im Zuge der Eskalation im Nahen Osten vom Bundesrat einen sofortigen Stopp der Rüstungszusammenarbeit mit Israel und allen anderen ...

    10. RTL läßt keinen Zweifel daran, daß Israel der Aggressor und Konflikttreiber ist... Laut RTL ist Israel der Angreifer und die Angriffe der Hizbollah sind lediglich die "Antwort"....
      RTL - ISRAEL GREIFT LIBANON AN

      KRIEG IN NAHOST
      Israel hat am Donnerstag seine Angriffe gegen den Libanon ausgeweitet. Während das Militär libanesische Häfen blockierte und die Hauptstadt Beirut angriff, antwortete die libanesische Hisbollah-Miliz mit dem Abschuss von Raketen auf den Norden Israels. Raketen trafen auch die drittgrößte Stadt Israels, Haifa.
    11. Selbstverständlich nimmt Israel "keine" Rücksicht auf Zivilisten....
      Z
      DF - Angriff auf Beiruts Flughafen  
      Israels Armee tötet libanesische Zivilisten, darunter auch Kinder 
        

    12. Israelnetz.de - Israel klagt vor UN
      NEW YORK (inn) - Israel hat wegen der Angriffe im Norden des Landes vor den Vereinten Nationen Klage gegen die libanesische Regierung in Beirut eingereicht. Premier Ehud Olmert bezeichnete die Entführungen der zwei israelischen Soldaten als "Kriegsakt"....

       
    13. Die Welt - "Syrien ist an Eskalation interessiert"
      ... WELT: Und Israel hat keine Möglichkeiten, den Iran unter Druck zu setzen? Kam: Wie es zur Zeit aussieht, nicht. Druck auf Syrien ...

    14. dpa - Laut US-Regierung sind Iran und Syrien gefordert
      Rostock (dpa) - Die US-Regierung hat Syrien und den Iran aufgefordert, ihren Einfluss auf die radikal-islamische Hisbollah zu nutzen, um die Gewalt im Nahen Osten zu beenden....

       
       
    15. dpa - USA legen Veto gegen Israel-Resolution im Weltsicherheitsrat ein
      New York (dpa) - Die USA haben im Weltsicherheitsrat ihr Veto gegen eine Israel-kritische Resolution zur Lage im Gazastreifen eingelegt. Bei der Abstimmung in New York stimmten nur zehn der 15 Sicherheitsratsmitglieder für die Resolution, in der unter anderem Israel zum unverzüglichen Abzug aus dem Gazastreifen aufgefordert wird. ...  

    16. AFP - Steinmeier besorgt über Eskalation der Gewalt im Nahen Osten
      Berlin (AFP) - Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat sich besorgt über die Lage im Nahen Osten gezeigt. Nach der "ersten Eskalationsstufe" im Gazastreifen sei nun mit dem Libanon die "zweite Eskalationsstufe" erreicht, sagte Steinmeier am Donnerstagabend im ZDF-"heute-journal"....


      1. Spiegel - Gewalt in Nahost: Steinmeier spricht von "zweiter Eskalationsstufe" 
        Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat Hamas und Hisbollah aufgefordert, die entführten Soldaten freizulassen. In Richtung Israels sagte er, die Zerstörung von Infrastruktur im Libanon sei keine "notwendige Reaktionsform".

    17. AP - IKRK zeigt sich wegen der Eskalation in Nahost «alarmiert»
      Genf (AP) Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat sich zutiefst besorgt über die jüngste Eskalation im Nahen Osten gezeigt. In zwei Erklärungen zum Konflikt Israels mit den Palästinensern und mit dem Libanon mahnte das IKRK alle Seiten, das Leben von Zivilisten zu schonen und Gefangene gut zu behandeln....

    18. WELT - Kommentar: Israel in Not 
      Israel marschiert in den Libanon ein. Was Franzosen und Russen umgehend als "Kriegshandlung" geißeln, wird von den USA und Deutschland wohlverstanden als Akt der Selbstverteidigung. Die Lage in Nahost, immer volatil, ist so ernst und verfahren wie schon lange nicht mehr.

    19. AFP - Perez: Israel wird die Hisbollah zerstören 
      Israel hat die Vernichtung der schiitischen Hisbollah-Miliz angekündigt. ...

    20. Blick - Warum greifen die Israelis jetzt Beirut an? 
      BEIRUT – Der Nahe Osten brennt! Nach der Entführung von zwei Soldaten hat Israel gestern hunderte Ziele im Libanon bombardiert. Die Hisbollah schoss Raketen zurück. Traurige Bilanz: über 50 libanesische und zwei israelische Zivilisten sind tot.

    21. Abendzeitung Online - EU verschärft Ton gegenüber Israel 
      Brüssel (dpa) - Die EU-Ratspräsidentschaft hat ihren Ton gegenüber Israel angesichts der jüngsten Luftangriffe verschärft. Der Vorsitz sei «sehr besorgt über die unverhältnismäßige Gewaltanwendung Israels im Libanon», erklärte die finnische Regierung in Helsinki.

    22. Bild.de - Neuer Krieg in Nahost? 
      Israelis entführt! Neuer Krieg in Nahost? Tel Aviv – Die Lage im Nahen Osten ist gestern dramatisch eskaliert. Nach der Entführung zweier israelischer Soldaten bei einem Überfall radikaler Hisbollah-Milizen rückten israelische Truppen in den Libanon ein – erstmals nach 6 Jahren! Am Morgen hatte die von Iran und Syrien unterstützte Miliz aus dem Süd-Libanon Katjuscha-Raketen auf...

    23. YNET - Arab readers cheer IDF on
      Arab readers of Israel Foreign Ministry website urge Israel to strike Hizbullah with full force

    24. JP - Analysis: Hoping the ripples reach Teheran -
      On each front Israel is facing one of Iran's proxies - Hamas in the south; Hizbullah in the north.

    25. Spirit of Entebbe - Alles Mullah oder was?!
      Mit dem Völkerrecht ist das so eine Sache. Die es bei jeder Gelegenheit bemühen, wenn es gilt, die USA oder Israel anzuklagen, pochen nämlich nicht darauf, wenn es ihre Schützlinge sind, die es brechen. So sprechen Kritiker des Irak-Kriegs gern von einem „völkerrechtswidrigen Krieg“, doch war ihnen das Völkerrecht herzlich schnurz, als Saddam Hussein Kurden vergaste, Iran überfiel, Kuweit schluckte und das nicht am Konflikt beteiligte Israel mit Scud-Raketen eindeckte.
      Aktuell sieht man das Völkerrecht gebrochen, wenn Israel auf einen Kriegsakt hin – und nichts anderes ist täglicher mutwilliger Raketenbeschuss von zivilen Ortschaften über eine internationale Grenze hinweg – Truppen in das Gebiet des Aggressors entsendet. Nach dem Süden (Gaza) nun also der Norden: Nach dem Abzug israelischer Truppen aus dem Südlibanon 2000, der fatalerweise die Palästinenser zu ihrer „Al-Aqsa-Intifada“ ermutigte, durfte die Hisb’allah im Grenzgebiet frei schalten und walten, ohne dass der Libanon sein Gewaltmonopol geltend gemacht hätte. Eine Miliz, die nicht zum erstenmal jenseits der Grenze Überfälle verübte und israelische Ortschaften mit Katjuscha-Raketen beschoss. Auch dort funktioniert die Arbeitsteilung hervorragend: Im libanesischen Parlament sitzen 14 Hisb’allah-Abgeordnete im Zivil, und im Süden des Landes treibt sich ungestört der „bewaffnete Arm“ herum. Den Spaß bezahlt zum größten Teil der Iran, seriöse Schätzungen gehen von bis zu 50 Millionen Dollar im Monat aus. Wer Achmachmirdendschihads Vernichtungsphantasien noch im Ohr hat und eins und eins zusammenzählen kann, kommt nicht umhin, den schlechten Einfluss Teherans hinter den jüngsten Gewaltakten von Palästinensern und Hisb’allah zu erkennen.
      Nun gilt das Völkerrecht aber auch für den jüdischen Staat, und wer meint, dieser sei gegründet worden, um mit den Händen an der Hosennaht zuzuschauen, wie sein Bürger beschossen, ermordet und verschleppt werden, der hat genauso wenig dazugelernt wie die Palästinenser. Regimes wie die in Gaza und Beirut müssen jetzt wohl etwas deutlicher auf ihre Verantwortung hingewiesen werden.
      Da aber die Raketen der Djihadisten nicht in Moskau und Paris einschlagen, üben jetzt Russland und Frankreich Kritik – an Israel. Russland ist zwar nicht eben dafür bekannt, besonders zimperlich mit Terroristen umzugehen, wie man aus Tschetschenien weiß, und Frankreich lässt für den Schutz seiner Interessen an der Elfenbeinküste auch schon mal Fallschirmjäger aus dem Flieger hüpfen, aber das „shitty little country“ Mores lehren, dafür sind sie immer gut. „Natürlich verurteilen wir diese unverhältnismäßige Kriegshandlung", sagt Außenminister Philippe Douste-Blazy im Radiosender Europe 1. Durch die israelische Bombardierung des Flughafens von Beirut sei jeder, der in den Libanon wolle, gezwungen, über das Meer oder über Syrien zu reisen, meint Douste-Blazy. „Das ist anormal."
      Anormal ist es allerdings auch, täglichen Raketenbeschuss erdulden zu müssen und ohne den Segen der Grande Nation nichts dagegen unternehmen zu dürfen, deshalb tut Israel das, was getan werden muss. Man darf sogar darauf wetten, dass der lange Arm des Landes notfalls bis Teheran reicht, sollte man dort wirklich keine andere Sprache verstehen.
      Danach muss man wohl neu darüber nachdenken, ob die Politik der einseitigen Abtrennung angesichts der gesteigerten arabischen Angriffsgelüste wirklich das Gelbe vom Ei ist.


  4. Weitere aktuelle Meldungen finden Sie, u.a. hier:


    1. TAGESSCHAU...
      Grafik: Gewalt im Nahen Osten eskaliert: Massive Kämpfe am Boden und in der Luft

    2. SPIEGEL ONLINE (Deutsch und Englisch):
       SPIEGEL-ONLINE-Thema: Nahostkonflikt   AP

    3.  



    4. The Jerusalem Post Internet Edition

    5. Haaretz israel news English




    6. Reuters AlertNet


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