S O N D E R A U S G A B E

Eine Solidaritätsveranstaltung, 2 Redetexte, Fotos und viel lesenswertes, 
aber leider noch mehr zum Ärgern und Sorgen machen....

 


INHALTSANGABE

HINWEIS ZU UNSERER MAILINGLISTE...

Der nachfolgende Pressespiegel soll dazu beitragen ein möglichst WAHRHAFTIGES Bild über alles Rund um das Thema "Antisemitismus" zu bekommen.
Die hier veröffentlichten Artikel repräsentieren nicht in jedem Fall die Meinungen der Redaktion, oder der restlichen Mitglieder der Honestly-Concerned Mailingliste. Dies gilt i.B. für die im letzten Abschnitt dieser Ausgabe veröffentlichten Leserbriefe und -beiträge einzelner Mitglieder.
JEDE WEITERVERÖFFENTLICHUNG DER BEI UNS VERÖFFENTLICHTEN BRIEFE ODER KOMMENTARE, OHNE VORHERIGE GENEHMIGUNG DER URSPRÜNGLICHEN ABSENDER ODER DER REDAKTION, IST STRIKT UNTERSAGT!


TEIL 1 – VORWORT und PRESSEMELDUNGEN...  
 

  1. VORWORT...


    1. Derzeit finden bundesweit fast tagtäglich anti-Israel Kundgebungen statt, deren Teilnehmerzahlen zumeist erschreckend hoch sind. Die begleitenden Sprechchöre und Verherrlichungen einer Terrororganisation, begleitet von den Rufen, die der einzigen Demokratie im Nahen Osten den Tod wünschen, schockieren. Man versucht sich damit zu beruhigen, daß diese Personen nicht die breite Öffentlichkeit repräsentieren, doch leider, i.B. je länger der Krieg in Israel andauert, scheint sich auch das öffentliche Bild zunehmend stärker gegen Israel zu wenden. Um so mehr gewinnen die verschiedenen Israel Solidaritätskundgebungen an Bedeutung, die Dank der Zusammenschlüsse von sehr breit gefächerten Bündnissen, in sehr vielen Städten bundesweit mehrmals die Woche stattfinden. Auch wenn die Mehrheit der Medien davon absieht über diese Kundgebungen in mehr als nur ein paar Zeilen zu berichten, sofern überhaupt, erachten wir es für notwendig möglichst viele der Redetexte einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Jede noch so kleine Veranstaltung, jeder noch so kleine Informationsstand, jede noch so kleine Diskussionsrunde, usw. ist unendlich wichtig, um den öffentlichen Diskurs anzuregen, und um über die Lage in Israel aufzuklären. Es ist nicht nur wichtig für die Menschen in Israel zu wissen, daß sie Freunde weltweit haben, die ihnen jederzeit zur Seite stehen; es ist auch wichtig für die Menschen hierzulande mehr über die Realitäten vor Ort zu erfahren. Der vom Iran, mit Hilfe von Syrien und der Hisbollah ausgelöste Krieg ist weit mehr als nur ein häßlicher Propagandakrieg. Es ist ein Krieg der sich gegen gegen Israel richtet und bei dem tagtäglich Menschen zu Tode kommen. Es ist ein Verteidigungskrieg der Israel lauferzwungen wurde, stellvertretend für uns alle, für die gesamte westliche Welt. Dies gilt es der Welt verständlich zu machen. Daher möchten wir ALLE und JEDEN ermutigen, sich in jeder Stadt und in jedem Dorf zu bemühen Solidaritätsveranstaltungen zu organisieren. Gerne sind wir bei der Suche nach Gastrednern oder mit Infomaterial, etc. behilflich. Nur für eins haben wir kein Verständnis: sich in dieser Situation zurückzulehnen, wie man dies sonst immer getan hat, und darauf zu vertrauen, daß jemand anderes schon etwas unternehmen wird. Sein Sie versichert, bei der Fülle an "Nettigkeiten" in Teil 5, die wir noch beliebig hätten ergänzen können, sollte JEDEM klar sein, daß dies DER Zeitpunkt ist, um aktiv zu werden!!!


  2. PRESSEMELDUNGEN....


    1. FAZ - Scharfe Rüge für europäische Politik - 500 Menschen bei Kundgebung für Israel/"Krieg gegen Terror"
      Bei einer Veranstaltung im IgnatzBubis-Gemeindezentrum haben gestern abend etwa 500 Menschen angesichts des aktuellen Nahost-Konflikts Israel ihre Solidarität versichert. Sie trugen sich in Unterschriftslisten ein, die der israelischen Botschaft übermittelt werden sollen. Initiator der Kundgebung in den Räumen der Jüdischen Gemeinde war die Deutsch-Israelische Gesellschaft in Frankfurt.

      Als Gastredner sagte Johannes Gerster, der ehemalige Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Jerusalem, es sei empörend, wenn europäische Politiker über Israel richteten und dem Staat rieten, "nett zur Hizbullah zu sein". Ratschläge wie diese seien Schläge gegen Israel. Die Ursache der kämpferischen Auseinandersetzungen liege nicht in Israel, sagte Gerster. Als das Land sich im Jahr 2000 aus dem Südlibanon zurückgezogen habe, sei die Antwort radikaler muslimischer Kräfte die "massive Aufrüstung mit neuen Waffen gewesen, die Israel im Kern treffen können". Der Rückzug sei nicht als Zeichen der Annäherung und als Beitrag zum Frieden gewertet worden, sondern als Einladung dazu, Israel zu zerstören. "Wir wollen, daß Israelis in Frieden, Freiheit und Sicherheit leben können", sagte Gerster. Er warnte davor, den iranischen Präsidenten Ahmadineschad, der Schulter an Schulter mit der Hizbullah stehe, und dessen antiisraelische Äußerungen nicht ernst zu nehmen. "Er will Israel zerstören", so Gerster.
      Wie er, werteten auch Salomon Korn, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, und Claudia Korenke, Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Frankfurt, die Feindschaft von Islamisten gegenüber Israel als einen Kampf gegen Demokratie und westliche Lebensweise, für die Israel stehe. "Israel führt einen Stellvertreterkrieg gegen den Terror", urteilte Korenke.
      Korn sagte gegen Vorwürfe, Israel nehme im Libanon ein ganzes Volk in Geiselhaft, die Hizbullah trage ihren Krieg auf dem Rücken der libanesischen Bevölkerung aus. Ziel des Terrors sei es, die Welt zu islamisieren, so Korn: "Und dafür sind alle Mittel zulässig." Bis eine politische Lösung für den Nahen Osten gefunden sei, müsse Israel stark, ja überlegen bleiben. Sobald Terrororganisationen die Waffen niederlegten, gebe es Frieden, würde aber Israel die Waffen niederlegen, gäbe es den Staat nicht mehr. Korn beklagte die Opfer in der Zivilbevölkerung. Unrecht bleibe Unrecht, sagte er. Dies dürfe aber den "politisch-historischen" Blick auf die Ursachen des Konflikts nicht trüben.
      Sacha Stawski vom Internetdienst "Honestly Concerned" sagte, die Hizbullah mißbrauche die Bevölkerung als "menschliche Schutzschilde". Für "Fehler" wie den Angriff auf den Ort Kana, bei dem Zivilisten gestorben seien, habe sich Israel entschuldigt. Allerdings seien aus dem Ort zuvor Raketen auf Israel abgeschossen worden; außerdem habe das Militär die Bevölkerung zuvor aufgerufen, den Ort zu verlassen. Israel sei angegriffen worden, als Soldaten getötet und entführt worden seien. Es gelte, uneingeschränkt für das Existenzrecht und das Verteidigungsrecht des Staates einzutreten. toe.


    2. FR - Jüdische Gemeinde - 400 Unterstützer zeugen Israel Solidarität 
      Frankfurt - Eine "klare und bedingungslose Haltung" zu Israel haben gestern Abend rund 400 Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Frankfurt und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) bekundet. Zu dem Solidaritätsabend im Ignatz-Bubis-Zentrum im Westend hatte die DIG aufgerufen.
      Der Gemeindevorsitzende Salomon Korn und die DIG-Vorsitzende Claudia Korenke machten in ihren Reden deutlich, dass sie jegliche Kritik am israelischen Vorgehen im Libanon abweisen. "Es ist die Hisbollah, die auf dem Rücken der libanesischen Zivilbevölkerung den Krieg führt, und nicht Israel", sagte Korn, wofür er lauten Applaus der Zuhörer erntete. "Israel ist ein demokratischer westlicher Staat, und das gefällt den radikalen Muslimen nicht." Korenke stellte sich "bedingungslos" auf die Seite Israels. "Ich bin stolz, hierbei einseitig zu sein."
      Das Publikum unterbrach die Redner mehrmals mit Applaus, einige schwenkten kleine Israel-Flaggen, mit Unterschriften bezeugten viele ihre Unterstützung Israels. Für Dina Galitski sei es "selbstverständlich", Solidarität zu zeigen. "Mein Bruder lebt nahe Haifa, die Familie hier ist in Sorge", sagte sie. Ein älterer Israeli dagegen, der "30 Jahre lang im Gaza gedient" hatte und nun einen Sohn in der israelischen Armee hat, zeigte sich enttäuscht von dem Abend. "Die Reden waren zwar gut, aber wir müssen mit unserer Position auf die Straßen gehen und nicht hier sitzen", sagte er. vf


      1. FR - Ignatz-Bubis-Zentrum - Solidaritätsaktion für das israelische Volk 
        Frankfurt - Die Deutsch-Israelische Gesellschaft, die Jüdische Gemeinde Frankfurt und der Verein Honestly Concerned rufen für den heutigen Donnerstag zu einer Solidaritätskundgebung für Israel auf. Unter dem Titel "Eine Stimme für Israel" wollen sie im Ignatz-Bubis-Gemeindezentrum, Savignystraße 66, ab 18 Uhr "ein Zeichen setzen und dem israelischen Volk zur Seite stehen", heißt es im Aufruf.
        Neben Claudia Korenke von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Salomon Korn, und Sacha Stawski von Honestly Concerned ("Ernsthaft besorgt") wird auch der ehemalige Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Jerusalem, Johannes Gerster, im Gemeindezentrum über den Krieg in Israel und Libanon sprechen. big


  3. FOTOS...


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      Alle Fotos © Rafael Herlich

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TEIL 2 - Redetext von Claudia Korenke, Vorsitzende der DIG Frankfurt...  


Redetext von Claudia Korenke bei der Israel-Solidaritätsveranstaltung
in Frankfurt am Main am 03.08.2006
(es gilt das gesprochene Wort)

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

in der letzten Woche hat die hiesige Arbeitsgemeinschaft der Deutsch-Israelischen Gesellschaft beschlossen, einen Augenblick des Nachdenkens zu schaffen, ein Zeichen der Solidarität zu setzen für das Land Israel und seine Bürger, die seit nunmehr vier Wochen in einem unerträglichen Krieg zu leben gezwungen sind.

 

Nur wenige Stunden nach diesem Beschluß hat die Jüdische Gemeinde in Frankfurt sich nicht nur dieser Initiative angeschlossen, sondern  auch die Räume des Ignaz Bubis Gemeindezentrums zur Verfügung gestellt. Dafür bin ich, Herr Professor Dr. Korn, Herr Direktor Szajak, sehr dankbar.

 

In gleicher spontaner Weise hat sich Honestly Concerned für diese Veranstaltung mitverantwortlich gemacht, und die meisten verdanken es Sacha Stawski, dem Chefredakteur von Honestly Concerned, daß sie von dieser Veranstaltung wissen und das Sie ein Bild davon haben, was in Israel wirklich geschieht.

 

Seit es publik ist, daß wir uns heute hier treffen,  erhalten wir Emails, Anrufe.

 

Da sind zunächst jene, die sagen „Wieso geht Ihr nicht auf die Straße? “ „Wieso beeinflusst Ihr nicht die öffentliche Meinung?“ und dann kommt noch „Daß die jüdische Gemeinde für Israel ist, liegt doch auf der Hand!“

 

Wir haben in der letzten Woche  - zugegebenermaßen sehr kurz – darüber nachgedacht, auf die Straße zu gehen.  Dann mobilisiert man 200, wenn es gut geht, 300 Leute – und andere spielen ihre zahlenmäßige Überlegenheit aus wie geschehen in anderen deutschen Städten. Interpretiert heißt das dann: Die Unterstützung für Israel ist schwach.

 

Aber es gibt einen zweiten Aspekt: An irgendeinem Punkt muß man, so glaube ich, aufhören, begrenzten Kräfte damit zu verschwenden, jene zu beeinflussen, die sich durch nichts beeinflussen lassen. Öffentliche Meinung ist nicht alles! Und ich hoffe sehr, daß die israelische Verteidigungspolitik zunächst einmal weiterhin unbeirrt durch weltweite öffentliche Meinungen ihren Kampf gegen den Terrorismus konsequent fortsetzt!

 

„Daß die jüdische Gemeinde für Israel ist, liegt auf der Hand“. Richtig. Viele hier – wenn nicht alle – haben dort Familie, alte Eltern, Kinder in der Armee, Geschwister, Freunde und eine ganz besondere Beziehung zu Israel.

 

Wir alle hier haben ein Problem mit sommerlichen Vergnügungen,  während an einem einzigen Tag 180 Raketen über dem Norden Israels fallen, während in Kiriat Schmona 435 Häuser von Katjusas getroffen sind, während die Studenten in Haifa traumatisiert, eingezogen, wohnungslos und ihre Prüfungen auf unbestimmte Zeit verschoben sind.

 

Und wenn meine Hebräischlehrerin, die aus Tel Aviv stammt, nicht weiß, ob sie wie jeden Sommer nach Hause fahren soll, um ihre 9jährige Tochter nicht zu verängstigen,  und wenn meine Freundin Zippi überstürzt nach Tel Aviv fliegt, weil ihre alte Mutter nicht schon wieder Krieg erträgt, wenn aber gleichzeitig ein anderer Familienvater aus dieser Gemeinde mit seinen fünf Kindern unter dem Motto „Jetzt gerade“ nach Israel reist – dann frage ich mich, wer sich mit Ihnen hier solidarisiert, wer Sie unterstützt, wer Sie tröstet!  Und dies Anliegen – widerspreche mir, wer wolle – ist mir heute wichtiger als eine Diskussion auf der Strasse.

 

Und noch eine Sorte von emails erreichen  mich beständig. Jene, die süffisant frage, was mit den „Kolateralschäden“ sei oder wer sich um die Belange der libanesischen Zivilbevölkerung kümmert. Jene, die unter Berufung auf die hierzulande so beliebte „political correctness“ Entscheidungsfähigkeit aufgeben und den Mut, eine Position zu beziehen.

 

Diese political correctness ist eine der verwerflichsten Haltungen, die ich kenne, setzt sie doch den demokratischen Staat Israel gleich mit terroristischen Verbrechern!

 

Und die politisch Korrekten werfen mir Einseitigkeit vor. ...

 

Meine Damen und Herren, ich bin stolz, einseitig zu sein. Mein Bekenntnis zu Israel ist bedingungslos, und ich denke nicht daran, mich in die Gruppe „als Freund Israels muß Kritik erlaubt sein“ zu stellen.

 

Ich bin mir bewußt, daß Israel einen Stellvertreterkrieg führt, einen Krieg gegen den Terror, gegen die Bedrohung der westlichen Welt. Einen Krieg für mich und für Sie. Ich hoffe, daß Israel diesen Krieg gewinnt.
 
   

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TEIL 3 - Redetext von Sacha Stawski... 


Redetext von Sacha Stawski bei der Israel-Solidaritätsveranstaltung
in Frankfurt am Main am 03.08.2006
(es gilt das gesprochene Wort)

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren:

 

Israel wird angegriffen und das an ALLEN Fronten

…auch hier in Deutschland!!!!

 

Daher schon an dieser Stelle mein Aufruf an Sie alle:

Bleiben Sie Ihrem und meinem Freund Israel treu.

 

Sein Sie wachsam gegen die Angriffe auf das Existenz- und Verteidigungsrecht des Landes und wehren Sie sich gegen die Verdrehung von Aggression und Verteidigung. Informieren Sie sich über die wahren Geschehnisse vor Ort und haben Sie Zutrauen in die Menschen und in den Staat Israel!

 

Manchmal fällt es sicherlich schwer ein guter Freund zu sein, doch es ist gerade in Zeiten wie diesen, Zeiten in denen man uns tagtäglich vorführt und immer wieder einredet, daß unser Freund ein Aggressor, Massenmörder und Zerstörer sei, daß wir – manchmal auch ohne alle Hintergrundinformationen zu haben – unserem Freund solidarisch zur Seite stehen müssen!

 

AKTUELLER STAND AUS DER PERSPEKTIVE DES DEUTSCHEN DURCHSCHNITTSBÜRGERS:

  • Massaker in Kana
  • Ermordete UN Soldaten
  • Komplett zerstörtes Beirut – eine nahezu vollständiger zerstörter Libanon
  • Unzählige Tote und Verletzte im Libanon
    • …und all das nur wegen einem entführten Soldaten

AKTUELLER STAND AUS ISRAELISCHER SICHT:

  • Israel wurde an 2 Fronten angegriffen
    • Im Süden: Ein Wachturm bei Rafah wurde untertunnelt, in die Luft gesprengt, 2 Soldaten getötet und 1 Soldat entführt
    • Im Norden: 4 Soldaten wurden auf Israelischen Grund und Boden unprovoziert von Hisbollah Terroristen getötet worden und 2 weitere Soldaten entführt
    • In der Zeit vom 12.7. bis 31.7. wurden 1888 Raketen vom Libanon aus auf Israel abgefeuert – Allein gestern (Mittwoch) waren es 215 Raketen!
    • In der Zeit vom 12.7. bis 31.7. wurden 19 Zivilisten getötet, 16 schwer verletzt, 38 mittelschwer verletzt und weitere 483 leichter verletzt. 980 weitere Personen wurden wegen Schock behandelt – insgesamt 1536 Personen. Seit dem 31.7. ist die Zahl leider noch weiter angestiegen – allein heute 2 in Acre und 4 in Ma’alot. .
    • Israel versucht nur militärische Ziele zu treffen, während die Hisbollah ausschließlich die Zivilbevölkerung terrorisiert.
  • Knapp 1.000.000 Israelis haben ihre Häuser im Norden verlassen und sind nun Flüchtlinge (und zwar alles andere als Flüchtlinge a la „Club Med Besucher, wie von SPIEGEL ONLINE suggeriert).
  • Israel führt einen Verteidigungskrieg – ein Verteidigungskrieg der dem Land aufgezwungen wurden, nachdem der Libanon über Jahre hinweg UN Resolution 1559 nicht erfüllt hat und es zugelassen hat, daß die Hisbollah in unregelmäßigen Abständen immer wieder Israel angegriffen hat.

Wie Sie sehen gibt es erhebliche Diskrepanzen in der Wahrnehmung des Konflikts – was letztendlich ja auch der Grund ist, warum wir es hier und jetzt für notwendig halten unsere Solidarität mit den Menschen in Israel zum Ausdruck zu bringen und uneingeschränkt für das Existenz- und Verteidigungsrecht des Staates Israel einzutreten.

 

Auch wenn wir, die hier Anwesenden, den Menschen in Israel (hoffentlich) uneingeschränkt solidarisch gegenüber stehen, so fühlen auch wir uns traurig und betroffen über Tote – und zwar über Tote auf allen Seiten. Auch wir sind geschockt, wenn wir von getöteten Zivilisten hören und auch wir wünschen und nichts mehr als Frieden für ALLE Menschen in der Region.

 

Meine Damen und Herren, ein Krieg ist etwas Fürchterliches und jeder Tote, egal auf welcher Seite, ist ein Toter zu viel. Darüber gibt es nichts zu diskutieren. ABER…. Bei allem was man hört und liest darf man nicht aus den Augen verlieren was Ursache und Auslöser dieses Konflikts war und man kann und darf einem Land nicht abstreiten seine Bürger und Grenzen zu verteidigen – NIEMALS!

 

Sicher gibt es viel über das man diskutieren kann und auch soll, egal ob über Verhältnismäßigkeiten oder sonst etwas, aber erst dann wenn man sich tatsächlich mit ALLEN Fakten – zumindest soweit irgendwie möglich - auseinandergesetzt hat und zwar nicht nur den z.T. propagandistischen Verschwörungstheorien in Zusammenhang mit dem aktuellen Konflikt, sondern den wirklichen Fakten vor Ort.

 

Bislang gab es in diesem Konflikt einige entscheidende und richtungsweisende Geschehnisse die sehr stark zu der öffentlichen Wahrnehmung dieses Krieges und zu den einseitig gegen Israel gerichteten Vorwürfen beigetragen haben. Als Freund Israels sehen wir dies mit großer Besorgnis und Betroffenheit. Einige schlechtere Freunde haben diese sogar als Vorwand genommen sich von dem Land abzuwenden. Als gute Freunde aber sehen wir es als unsere Aufgabe zwischen den Zeilen zu lesen und die uns präsentierten „Fakten“ zu hinterfragen.

 

Wie sieht es denn tatsächlich mit einigen dieser „Schlüsselgeschehnisse“ aus – z.B. mit dem „Massaker von Kana“ und den, laut Kofi Annan, „vorsichtlich ermordeten“ vier UN Soldaten?

 

Gerade rund um das Thema „Kana“, meine Damen und Herren, gibt es mehr Theorien und ignorierte Fakten als bei allen anderen Geschichten bislang. Viele davon wurden u.a. übrigens gerade heute erst in einem sehr guten Artikel bei FAZ Online aufgearbeitet – leider bislang aber sonst von nur wenigen anderen Medien:

 

Was unumstrittene Fakten betrifft, ist es wichtig zu wissen, daß:

o        sowohl Human Rights Watch, wie auch das Internationale Rote Kreuz von 28 Toten sprechen. Alle anderen Zahlen sind reine Propaganda.

o        Es ist durch Videomaterial der IDF bewiesen, daß ca. 150 Raketen von den Häusern und Straßen von Kana aus auf Israel abgefeuert wurden.

o        Es ist unumstritten, daß die IDF die zivile Bevölkerung von Kana vor ihrem Angriff aufgefordert hatte die Stadt zu verlassen – etwas was völkerrechtlich übrigens besonders wichtig ist zu beachten.

 

Darüber hinaus gibt es einige weitere Theorien, mit denen sich ein guter Freund ebenfalls auseinandersetzen sollte, bevor er undifferenziert dazu auffordert alle Verteidigungsmaßnahmen sofort ruhen zu lassen:

 

o        Was die wenigsten bislang wissen, ist daß es Diskrepanzen in der Zeit zwischen den Bombardements der Israelis (1 Uhr morgens) und der Zeit des Einsturzes um ca. 7.30h morgens gibt. Daraus wiederum ergeben sich Zweifel an dem Tathergang und vor allem an der Explosionsursache.

o        In verschiedenen Internet Blogs wird noch über die Frage diskutiert, weshalb einige der auf Fotos gezeigten Toten bereits Zeichen von Leichenstarre aufweisen, etwas was normalerweise wohl erst nach wesentlich später eintrifft.

o        Es gibt nicht nachvollziehbare Fotos auf denen die selben toten Kinder zu unterschiedlichen Zeiten beim herausholen aus dem Haus gezeigt werden.

o        Es gibt berechtigte Gründe zur Annahme, daß die Hisbollah Bewohner von Kana, i.B. Frauen und Kinder als menschliche Schutzschilfe mißbraucht hat

 

In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen den Leserbrief eines Libanesen vorlesen, der sowohl im "Tagesspiegel", wie auch im SPIEGEL erschienen ist:

 

Ich wohnte bis 2002 in einem kleinen Dorf im Süden nahe Mardschajun, das mehrheitlich von Schiiten wie mir bewohnt ist. Nach Israels Verlassen des Libanon dauerte es nicht lange, bis die Hisbollah bei uns und in allen anderen Ortschaften das Sagen hatte. Als erfolgreiche Widerstandskämpfer begrüßt, erschienen sie waffenstarrend und legten auch bei uns Raketenlager in Bunkern an. Die Sozialarbeit der Partei Gottes bestand darin, auf diesen Bunkern eine Schule und ein Wohnhaus zu bauen! Ein lokaler Scheich erklärte mir lachend, dass die Juden in jedem Fall verlieren, entweder weil die Raketen auf sie geschossen werden oder weil sie, wenn sie die Lager angriffen, von der Weltöffentlichkeit verurteilt werden ob der dann zivilen Toten. Die libanesische Bevölkerung interessiert diese Leute überhaupt nicht, sie benutzen sie als Schilder und wenn tot als Propaganda. Solange sie dort existieren, wird es keine Ruhe und Frieden geben.
Dr. Mounir Herzallah,
Berlin-Wedding
[Der Artikel wurde am Sonntag, dem 30.7.06 veröffentlicht - also vor dem Zwischenfall in Qana an die Redaktion geschickt.]

 

Ähnlich sieht es mit dem Bombardement des UN Stützpunktes aus. Ohne dabei, aus Zeitgründen, auf all zu viele Einzelheiten einzugehen, möchte ich all diejenigen die dies noch nicht getan haben, auffordern ein Radiointerview mit dem im Ruhestand befindenden Kanadischen Major General Lewis MacKenzie – dem ehemalige Kommandeur des im Libanon getöteten Kanadischen UN-Soldaten – vom 26 Juli anzuhören. In dem Interview erzählt er von einem Email, daß er gerade mal einen Tag vor dem kläglichen Zwischenfall von seinem ehemaligen Untergeordneten erhalten hatte. Darin heißt es: "Die Hisbollah gebraucht UN-Posten als Schutzschilder". Weiter berichtet der, Generalmajor, daß die israelische Luftwaffe nicht vorsätzlich UN-Posten angreife, sondern eher aufgrund einer taktischen Notwendigkeit. Passend zur Kana Geschichte, berichtet spricht er davon, daß die Hisbollah sich absichtlich in der Nähe der UN-Posten stationiert.

 

Sicher gibt es nicht für alles was in diesem Krieg geschehen ist Erklärungen und sicher passieren auch Freunden Fehler - Fehler für die sich Israel nicht zuletzt in Bezug auf Kana gerade erst heute morgen wieder öffentlich entschuldigt hat, da die Israelis jeden einzelnen Toten Zivilisten als einen zuviel ansehen. Doch bei allem, meine Damen und Herren, sein Sie sich Gewiß daß wir einen Freund mit höchsten moralischen Prinzipien haben. Weder steht ganz Beirut in Flammen, noch sind alle Dörfer im Libanon in Schutt und Asche gebombt worden. Anstatt, wie mehrfach behauptet, Chemische Waffen, oder alles vernichtende Streubomben einzusetzen, hat Israel einen Haus-zu-Haus Häuserkampf vorgezogen, das Leben der eigenen Soldaten gefährdet, eben gerade um das Leben der Libanesischen Zivilbevölkerung zu schützen.

 

Für all dies schätzen und respektieren wir Israel und tun unser bestes für das hierzulande für Israel einzutreten und gerade deswegen betrachten wir mit um so größerer Sorge die Geschehnisse vor unserer eigenen Haustür: Die anti-Israel Demonstrationen weltweit, bei denen Hakenkreuze auf der Israelische Fahnen gemalt werden und durch die Straßen von Bern getragen werden, Hisbollah Fahnen in Frankfurt und andernorts geschwenkt werden, Parolen zur Unterstützung Nasrallahs durch die Straßen von Bremen und Göttigen gegrölt werden und „Tod Israel“ Rufe in Berlin zu hören sind, usw. Um so besorgter macht es uns, wenn wir die wachsende Anzahl von Angriffe auf Juden weltweit, nicht zuletzt in einem Jüd. Gemeindezentrum in Seattle, sehen und wenn wir durch den Verfassungsschutz erfahren, daß allein in Deutschland ca. 1000 Hisbollah-Aktivisten leben. Wir sind schockiert über Norwegische Karikaturen die Olmert als Nazi-Todeskommandant in einem KZ dargestellen und über Schulbücher in der Bonner König Fahd Akademie in denen steht, daß "Die Muslime die Juden bekriegen und töten müssen ", usw.

 

Was all dies zeigt, ist daß auch wir hier, zusammen mit dem Staat Israel einen Kampf an vielen Fronten führen. Ein Kampf aus dessen Konsequenz heraus ich die Forderung in Richtung der Bundesregierung richten möchte Worte Taten folgen zu lassen. Es ist an der Zeit aufzuhören den Staat der zur Vernichtung Israel aufruft, nach Atomwaffen strebt, den Holocaust leugnet und die Hisbollah maßgeblich unterstützt weiterhin mit Hermes-Bürgschaften in Höhe von 4.1 Milliarde Euro im Jahr zu unterstützen.

 

Gleichzeitig möchte ich Sie, meine Damen und Herren aufrufen sich dem Not-Aufruf des Keren Hayesod in Zusammenarbeit mit der Jewish Agency anzuschließen und dabei zu helfen Kinder aus dem Norden Israel in sicheren Sommerlagern Unterkunft zu verschaffen. Eine Spende von nur $1,750 ermöglicht es einem Kind aus den nördlichen Gebieten Israels, volle fünf Wochen in einem Sommerlager zu verbringen. Hierfür bitte ich großzügig zu Spenden.

 

Danke für Ihre Aufmerksamkeit. 


[Die Quellen für alle der hier ausgelegten Informationen finden Sie in den letzten Honestly-Concerned Sonderausgaben, nachzulesen unter:
http://honestlyconcerned.info/bin/articles.cgi?ID=PR10106&Category=pr&Subcategory=16]


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TEIL 4 - Ein Buch, das jeder, nicht zuletzt in Zusammenhang mit dem aktuellen Konflikt, lesen sollte...  


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TEIL 5 - SONSTIGES...
 

  1. ABENDBLATT - Solidarität mit Israel - Hunderte Hamburger kamen
    Die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) hatte zur Solidaritätskundgebung aufgerufen, und Hunderte waren ihrem Appell gefolgt: Der Gerhart-Hauptmann-Platz (Altstadt) war fast schon zu klein für die Veranstaltung am frühen Donnerstagabend, bei der neben Knut Teske, dem neuen Vorsitzenden der DIG Hamburg, auch die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann zu den Menschen sprach. Beide hielten eindringliche Reden - vergangene Woche waren sie auf einer Delegationsreise nach Haifa gemeinsam Zeugen des Terrors der Hisbollah gegen Israel geworden. Sie hatten verwundete Soldaten besucht und selbst in Schutzbunkern Zuflucht vor den Raketenangriffen suchen müssen. "Wir haben sie gesehen, die zerstörten Häuser in Haifa, die verängstigten Menschen, die ein halbes Dutzend Mal am Tag in die Schutzräume rennen müssen....

  2. Berliner Zeitung - Nahost-Konflikt: am Sonntag wieder Proteste
    Unter dem Motto "Für Israel - gegen Antizionismus und Antisemitismus" ist am Sonntag ab 17 Uhr eine Demonstration vom Hackeschen Markt zum Pariser Platz ...




  3. TAGESSPIEGEL - Ansichten zum Krieg - Israel, das bedrohte Land. Israel, der Agressor – über deutsche Befindlichkeiten zum Nahostkonflikt
    Für den Krieg in Nahost werden immer häufiger Juden in Deutschland in Haftung genommen. Seitdem Raketen der Hisbollah in Israel einschlagen und die israelische Armee den Libanon bombardiert, bekommt der Zentralrat der Juden jeden Tag über 200 Mails, meist sind es Hassbriefe von Deutschen aus dem ganzen Bundesgebiet. Eine jüdische Künstlerin wurde von einem Konzert ausgeladen, obwohl sie Berlinerin ist. SWR-Intendant Peter Voß äußerte in der Sendung Presseclub die Vermutung, dass sich der israelischen Staat nicht langfristig in Nahost halten könne. Szenen aus den vergangenen Tagen....


    1. wissen.de- Keine Demonstrationen gegen Hisbollah? - Interview zur Wahrnehmung des Krieges in Israel
      Die Unterstützung des deutsch-jüdischen Dialogs ist eigentlich die zentrale Aufgabe von Stephan Vopel. Der 44-jährige, der für die Bertelsmann Stiftung im Themenfeld Internationale Verständigung tätig ist, hat allerdings gerade andere Sorgen, denn er lebt mit seiner israelischen Frau und drei Kindern in Shimshit, einem kleinen Ort zwischen Haifa und dem See Genezareth im Norden Israels. Also genau dort, wo Tag für Tag aus dem Süden des Libanons abgeschossene Katjuscha-Raketen einschlagen. Das Bertelsmann Intranet hat Stephan Vopel zur aktuellen Situation befragt.

    2. HAGALIL - Günstige Gelegenheit: Israel als Chiffre 
      Der Krieg Israels gegen die Hizbollah ist für die Rechtsextremen ein willkommener Anlass, ihren Hass auf Juden auszuleben.

    3. TAZ - Schämt euch!
      In die deutsche Berichterstattung über den Krieg im Nahen Osten hat sich die seltsame Meinung eingeschlichen, Israel müsse sich für seine "unverhältnismäßige" Aggression schämen - ein Unsinn

    4. ACHGUT - Wer sich wofür schämen sollte - von Josef Reich
      Dass die Israelis sich schämen sollten, meinen auch die meisten deutschen Nachrichtenmoderatoren und Journalisten. Dass die islamofaschistische Hisbollah den massenhaften Tod ihrer Landsleute bewusst als Strategiemittel einsetzt, findet dabei nur selten Erwähnung.
      Ist eine solche, irgendwie einseitige Schuldzuweisung an den israelischen Aggressor bereits als latenter Antisemitismus zu charakterisieren? Als Weiterentwicklung des mittelalterlichen Glaubens, die Juden hätten den Sohn Gottes gekreuzigt? Durch Renaissance, Aufklärung, Romantik und Moderne hinweg mündete die Essenz dieser christlichen Grundeinstellung in die Nazi-Katastrophe und trieb die Juden dazu, sich gewaltsam ihre biblische Heimat wieder anzueignen.
      Judenhass heute äu&... (Kompletten Beitrag anzeigen)

    5. ACHGUT - Zeit der Heuchler und Hasser - Von Egmond Prill
      Es ist die Zeit der Heuchler. Der aktuelle Konflikt im Nahen Osten gibt Antisemiten neue Möglichkeiten, unter dem Deckmantel von Parolen und Phrasen offen ihre Ansichten zu propagieren....
      ...Auch die "Hessisch-Niedersächsische Allgemeine" (HNA), meine Heimat-Zeitung in Kassel, bewegt sich seit Jahren in diesem Schema.... Einseitige Beschuldigungen liefern den Israel-Hassern oft die Plattform für ihre abstoßenden Auftritte, die sich dann etwa im Internet-Forum der HNA tummeln, wie unter anderem die folgende Karikatur belegt....
      Der ganze Beitrag hier:
      http://www.israelnetz.de/show.sxp/11921.html?sxpident=08929-F------5208571-s8236444---
      Die Karrikatur hier (runterscrolen):
      http://forum.hna.de/forum/viewtopic.php?id=1160


      1. Kurier.at Botschafter soll "nach Hause"
        Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider fordert Österreich auf den israelischen Botschafter nach Hause zu schicken.

      2. TAZ - "So ist sie halt, die Herta" - Union nimmt Kritik von Däubler-Gmelin an Israel gelassen. FDP und Grüne empört
        BERLIN taz - Die Kritik aus der SPD an Israel nimmt zu. Nach Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul hat nun auch die Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Menschenrechte, Herta Däubler-Gmelin, Israels Vorgehen scharf verurteilt. Bomben auf Zivilisten, UN-Militärbeobachter und zivile Infrastruktur im Libanon seien "nicht nur völkerrechtswidrig", sagte die frühere Justizministerin der Thüringer Allgemeinen. Israels Kriegsführung habe schlimme Folgen: "So, wie Israel das derzeit macht, schadet das sehr. Und zwar nicht nur Israel, sondern dem gesamten Westen."...

    6. TAGESSPIEGEL - Hunderttausend Zeilen Hass - Warum es in den Blogs zum Nahostkonflikt so viele hetzende Beiträge gibt - Von Marc Felix Serrao
      „Die Israelis sollen da jetzt mal richtig aufräumen“, meint ein Kommentator. Ein anderer schimpft auf den „US-Imperialismus“ und das „zionistische Geschwür“. Die Diskussion auf der Internetseite namens „No Blood for Sauerkraut!“ ist alles andere als sachlich – und die beleidigenden Antworten beider Lager stets nur eine Mausumdrehung entfernt. „Du hast anscheinend den Propagandagrundkurs bei den Islamofaschisten bestanden“, „debiler Müll“, „Schreibtischopfer“, „einfach mal die Fresse halten“. So geht es hin und her.....   

    7. DIE PRESSE - Neuer Libanonkrieg und alter Judenhass 
      Beiruts ausgebombte Wohnblocks schockieren. Aber schon zuvor hatte Israel in Österreich nicht nur Freunde...

    8. Jerusalem Center for Public Affairs - Cyberhate, Antisemitism, and Counterlegislation - Michael Whine
      The growth of websites and chat rooms that promote racism and antisemitism enables extremists and terrorist groups to advertise their hate messages, organize their activities, and facilitate attacks against their enemies. Despite the original intentions of the Internet's designers that it be a medium free of state control and subject to no sanction, it is becoming necessary to impose legal parameters and contractual obligations to protect potential victims, whose rights are now recognized as being at least equal to free speech obligations.
          European and Commonwealth states have now criminalized incitement to hatred via the Internet, and have overcome legal barriers to prosecute and convict offenders; international organizations have issued declarations and enacted conventions that call on states to outlaw incitement online, while carefully protecting free speech rights. The writer is Government and International Affairs Director at the Community Security Trust, the defense agency of the UK Jewish community. 

    9. IKG - "Israel nicht nur als Täter betrachten"
      Philosophin Charim zu "politisch korrekter" Israel-Kritik - "Auschwitz war keine Schule für Gutmenschentum"

    10. Wiener Zeitung - Muzicant: "Man wollte schon einmal alle Juden umbringen"

    11. Tagesspiegel - Ansichten zum Krieg
      ... in den vergangenen Wochen erhalten hat, sei „keine Spinner-Post, sondern kämen aus der Mitte der Gesellschaft“, sagte Generalsekretär Stephan Kramer. ...

    12. KURIER - "Israel nicht nur als Täter betrachten" - Die österreichische Philosophin Isolde Charim äußert sich zu "politisch korrekter" Israel-Kritik.

    13. taz- gebrauchsanweisung/ So ist Israelkritik politisch korrekt - VON ISOLDE CHARIM
      Sie wollen Israel kritisieren? Das geht natürlich - wenn Sie einigen Regeln folgen:
      1. Halten Sie inne und überlegen Sie, wer Sie sind.
      Wenn Sie ein Jude sind und in Israel leben, dann ist Skepsis gegenüber der eigenen Kriegsmaschinerie Ihre erste Bürgerpflicht. Wenn Sie das Enkelkind eines deutschen Wehrmachtsoffiziers sind, liegt die Sache etwas anders. Radikales Israel-Bashing hat hierzulande einen Hautgout. Versuchen Sie nicht, ihre Kritik dazu zu benutzen, die eigenen Tabus zu überwinden. Die Infragestellung der israelischen Politik bedarf des vorgängigen, grundlegenden Konsenses, Israel nicht von einer Feindposition aus zu kritisieren. Zielrichtung der Kritik sollte es vielmehr sein, Israel vor Fehlern zu bewahren. Verlieren Sie diese Freundschaftsperspektive nicht aus den Augen..... 


  4. Der bayerische Landesbischof Johannes Friedrich hat es verstanden....
    ISRAELNETZ - Bayerischer Bischof: Hisbollah ist für Leiden verantwortlich
    MÜNCHEN (inn) - Der bayerische Landesbischof Johannes Friedrich hat Verständnis für die israelischen Militäreinsätze im Libanon geäußert. Die richtige Frage in diesem Zusammenhang lautet seiner Ansicht nach: "Wie weit darf die Hisbollah noch gehen?".
    "Für das Leid so vieler Zivilisten auf beiden Seiten der Nordgrenze Israels ist die Hisbollah verantwortlich", schreibt der Bischof in der aktuellen Ausgabe des "Evangelischen Sonntagsblattes aus Bayern". "Als jemand, der politisch keine Verantwortung trägt, wage ich es nicht, Israel Ratschläge zu geben oder zu kritisieren: Ich verstehe, dass es ein Staat nicht akzeptieren kann, wenn er über Monate mit Raketen beschossen wird, die Zivilisten treffen sollen. Ich verstehe, wenn ein Staat sich nicht länger auf internationale Garantien verlassen kann, nachdem ein einstimmiger UN-Beschluss keinerlei Wirkung zeigt, der die libanesische Regierung auffordert, die Hisbollah zu entwaffnen."
    "Hisbollah provoziert zu Angriffen auf Zivilisten"
    Er verstehe auch, dass der Libanon zu schwach sei, um mit Gewalt gegen die von Syrien und dem Iran schwer bewaffnete Hisbollah vorzugehen. Dass das kleine Land durch die Angriffe um Jahre zurückgeworfen werde, sei tragisch, so Bischof Friedrich weiter. "Bevor wir aber fragen: 'Wie weit darf Israel noch gehen?', müssen wir feststellen: Es ist das klare Ziel der Hisbollah, Israel zu Vergeltungsschlägen zu provozieren, die Zivilisten treffen müssen. Deshalb haben sie ihre Raketenabschussrampen mitten in Wohngebiete aufgestellt, während Israel zum Beispiel wie alle demokratischen Staaten seine militärischen Anlagen weit weg von der zivilen Bevölkerung aufgebaut hat."
    Während also die Hisbollah Raketen auf die israelische Bevölkerung richte, "obwohl dort keine militärischen Ziele vorhanden sind, ist es für Israel unmöglich, militärische Ziele der Hisbollah zu treffen, ohne zivile Opfer zu erzeugen". Allerdings fragt sich der Bischof, ob Israel die psychologischen Folgen seines Vorgehens genügend bedenke. Möglicherweise werde es die Hisbollah besiegen oder stark zurückdrängen. Aber viele libanesische Jugendliche könnten radikalisiert werden. Eine mögliche Folge wäre laut Bischof Friedrich ein islamistischer Libanon, in dem eine vergleichbare Situation entstehe wie im Irak.
    "Medienberichte kritisch wahrnehmen"
    Hingegen habe er persönlich keine Zweifel daran, "dass die Hisbollah alles tut, um Israel in der Welt und in den Medien möglichst schlecht wegkommen zu lassen. Wir sollten uns darum nicht zu schnell auf das einlassen, was wir hören, sehen und lesen". Christen fordert Friedrich auf, Gott um Weisheit für die verantwortlichen Politiker zu bitten, damit möglichst schnell Lösungen gefunden werden. Der evangelische Bischof selbst spricht sich in seinem Artikel unter der Überschrift "Ich verstehe das israelische Vorgehen" für eine Pufferzone und den Einsatz einer multinationalen Friedenstruppe zur Stabilisierung der Region aus.


    1. ...und Ulrich Sahm wohl auch:
      ULRICH W. SAHM Kommentar: Tote Zivilisten als Waffe
      Jerusalem, 31. Juli 2006 - Eine Explosion neben einem Rohbau verwandelte die ganze Ausrichtung des namenlosen Libanonkrieges, den israelischen Militärs zynisch "Operation Richtungswechsel" bezeichnet. Die israelischen Piloten wussten wohl nicht, dass sich da Flüchtlinge in den unfertigen Keller des Hauses gerettet hatten, um vor israelischen Bomben sicher zu sein. 57 Menschen starben, darunter 33 Kinder. Angesichts der rund 800 bis tausend Toten im Libanon und 100 Toten in Israel, entspricht das dem grausigen Tagesdurchschnitt bei diesem 19-tägigen Krieg. Doch so viele tote Zivilisten auf  einen Schlag und live-Bilder von jeder unter den Trümmern hervorgezogenen Kinderleiche in allen arabischen Fernsehsendern verfehlen nicht ihre Wirkung. Die Welt ist zurecht empört und Israel kann nur da nur ein verwirrtes Bedauern stammeln. Wie schon 1996 wird das Dorf Kana wegen getöteter Zivilisten zum Symbol eines Richtungswechsels.
      Die Tragödie von Kana wirft aber auch Fragen auf. Für die Hisbollah bedeutet der Tod so vieler Libanesen ein Sieg, für die Israelis jedoch eine schwere politische Niederlage. Denn bei diesem asymmetrischen Krieg geht es nicht um klassischen Landgewinn oder um die Anzahl abgeschossener feindlicher Flugzeuge. Das Hauptziel beider Seiten ist es, dem Ansehen des Gegners größtmöglichen Schaden beizufügen.
      Damit es im Südlibanon nicht wieder zu solch einer menschlichen Katastrophe kommen kann, hat Israel auf amerikanischen Druck hin einer begrenzten Feuerpause zugestimmt. Doch die Regierung in Beirut fordert die Dorfbewohner im Süden nicht zu fliehen, sondern stand zu halten. Vor laufenden Kameras werden von den Israelis abgeworfene Flugblätter die der Aufforderung zum Verlassen des Kriegsgebiets verächtlich zerrissen. Was soll dieser unverantwortliche Wahnsinn? Ist der libanesischen Regierung oder auch der Hisbollah das Leben der eigenen Kinder und Frauen wirklich so gleichgültig? Die Zivilbevölkerung zu schützen und in Sicherheit zu bringen sollte doch eigentlich das höchste Gebot einer jeden Regierung oder auch Konfliktpartei sein. Die Hisbollah ist eine typische Guerilla, verwoben mit der Bevölkerung, weshalb "Kolateralschaden" durch Israel nur schwer zu vermeiden ist. Doch es entsteht fast der Eindruck, dass Libanon nicht an einer Flucht der Menchen interessiert ist, um sich hinter der Bevölkerung verstecken zu können. Umgekehrt bedeuten bis zu 150 tägliche Raketen der Hisbollah auf Haifa, Nazareth, Tiberias und Saffed vorsätzliche Angriffe auf  Zivilisten. Hisbollahchef Scheich Nasrallah macht keinen Hehl aus der Absicht, sogar Tel Aviv treffen zu wollen.
      Es entsteht der Eindruck, als sei vorsätzliches Töten von Zivilisten durch Selbstmordattentäter oder durch Raketen auf israelische Städte weniger empörend und verurteilenswert als ein offenkundiges Versehen israelischer Piloten. Denn weltweit, sogar in Tel Aviv und Jerusalem wurde gegen das "Massaker von Kana" demonstriert. Warum ist eigentlich eine Demonstration in Beirut gegen den willkürlichen Beschuss von Haifa, Nazareth und Tiberias  durch die Hisbollah unvorstellbar? 

    2. HAGALIL - Propagandamittel: Das Zahlenspiel mit den Toten von Kana
      Erst nachdem die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch die Tragödie von Kana, in den arabischen Medien auch "Massaker von Kana" genannt, geprüft hat und feststellte, dass es nur 28 bestätigte und geborgene Leichen gegeben habe, korrigierten auch die Nachrichtenagenturen ihre bisher veröffentlichten Zahlen nach unten...

  5. ACHGUT - Reformen in Pakistan - Vergewaltigte Frauen sollen nicht bestraft werden
    Islam and Rape - August 3, 2006; Wall Street Journal
    Women who are raped can face legal difficulties anywhere in the world. And nowhere is that more true than in the Muslim world, where a few countries -- including Saudi Arabia, Iran and Sudan -- still incarcerate or execute raped women. Now Pakistan has a chance to set an example and change this despicable practice.
    We're referring to "Hudood," a set of Quranic laws whose name is derived from "hud," meaning "punishment." While national versions differ, most Hudood laws legalize the prosecution of a woman for fornication if she cannot prove a crime was committed. In Pakistan, four Muslim men must have witnessed the event, and testify for the victim. If the woman can't produce those witnesses, she can be p... (Kompletten Beitrag anzeigen)

  6. ACHGUT - "Wir kommen uns näher und näher..."
    sagt Ibrahim Mousawi, Chefredakteur der Hisbollah-Zeitung »Al Ahed« und Leiter des Fernsehsenders »Al Manar«, in einem Interview mit dem "Neuen Deutschland" und meint damit die Beziehungen zwischen der Hisbollah und der libanesischen Regierung. Extrem lesenswert:
    http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=94796&IDC=2

  7. SPIEGEL/ACHGUT - The Harmless Children of Hezbollah? - By Henryk M. Broder
    Germans are squabbling about whether Israel's military strikes against Lebanon are justified. But how else can Israel defend itself against Hezbollah rockets? By staging sit-down protests along the Israeli-Lebanese border, perhaps?
    http://service.spiegel.de/cache/international/spiegel/0,1518,429982,00.html


    1. Spiegel- Mit Sitzblockaden gegen die Hisbollah? - Von Henryk M. Broder
      Leidenschaftlich wird in Deutschland diskutiert, ob die Militärschläge der Israelis im Libanon angemessen sind. Doch wie sollten sie sich gegen die Angriffe der Hisbollah sonst zur Wehr setzen? Etwa mit Sitzblockaden entlang der israelisch-libanesischen Grenze?

  8. ACHGUT - Traumatisierte Deutsche wollen Israel helfen, sich in die Region einzupassen - von Walter Schmidt
    Wie wir wissen, lautet das elfte Gebot im Judentum bekanntlich: "Don´t forget to control the media!"
    Ein weiteres unrühmliches Beispiel für diese ewige biblische Wahrheit ist die gegenwärtige Berichterstattung deutscher Medien über den Konflikt zwischen Israel und der Hezbollah, die sich durch konsequente Einäugigkeit gegenüber der Aggression des "kleinen Satans" in Jerusalem auszeichnet.
    Da ist es nur zu begrüßen, wenn jetzt endlich deutsche Pfarrer, Friedensaktivisten, ehemalige Diplomaten und Wissenschaftler mahnend ihre Stimme erheben und einen gerechten Frieden im Nahen Osten zwischen Palästinensern und Israelis anmahnen, getreu dem Motto: "Der Boden der deutsche... (Kompletten Beitrag anzeigen)

  9. ACHGUT - Antisemitismus, Antischmemitismus
    "Ob und in wie weit Kritik an Israels gegenwärtiger Anti-Terror-Operation zur Durchsetzung von UN-Resolution 1559 im Libanon antisemitisch motiviert ist" -- diese Frage interessiert meinen Freund und Kollegen Alan Posener nicht besonders. Er findet die Auseinandersetzung darüber "zwar vermutlich unvermeidlich, aber ehrlich gesagt eher langweilig. Mir ist egal, ob einer Israel die Selbstaufgabe empfiehlt, weil er antisemitisch ist, oder weil er philosemitisch ist."
    Völlig richtig. Na ja, irgendwie. Manchmal hilft ein Vergleich, schärfer zu sehen:
    Die demokratische Republik Indien ist seit ihrem Bestehen in einen Konflikt mit dem Nachbarland Pakistan verwickelt. Vordergründig geht es um die umstrittene Provinz Kaschmir, wer seine Nase in Hei... (Kompletten Beitrag anzeigen)

  10. PMW - Hezbollah celebrates civilians' casualties - Hitting Israeli cities "restores honor" - By Itamar Marcus and Barbara Crook- Aug. 2, 2006
    While the world debates about responsibility for Lebanese civilian casualties, Hezbollah takes unequivocal pride in its responsibility for causing Israeli civilians casualties. Indeed, Hezbollah celebrates its attacks on civilians as restoring "honor". Hezbollah TV, Al Manar, continues to broadcast video clips glorifying Hezbollah attacks on Israeli cities. Scenes showing Israeli civilians being rushed to the Hospitals are accompanied by the words:
    "Resist! Explode! Shake! Destroy! Your weapon restores my country's honor."
    Click here to see the 2 Hezbollah video clips.....


    1. Noch deutlicher kann man wohl kaum erkennen auf was es der Hizbollah ankommt.... möglichst viele ZIVILE Opfer!!!! 

       
  11. REUTERS - Iran frees bin Laden son: newspaper
    BERLIN (Reuters) - Iran has freed a son of al Qaeda leader Osama bin Laden from house arrest, a German newspaper reported on Wednesday.
    Die Welt said the Iranian Revolutionary Guard released Saad bin Laden on July 28 with the aim of sending him to the Syria-Lebanon border. It linked the reported move to the outbreak of war between Israel and Lebanese-based Hizbollah...

  12. IDF - Qana incident - Army's presentation  
  13. ISRAELNETZ - Publizist Broder: "Israel hat Wahl zwischen Falsch und Verkehrt"
    STUTTGART (inn) - Der jüdische Journalist und Buchautor Henryk M. Broder weist Vorwürfe zurück, Israel begehe im Nahen Osten Kriegsverbrechen: "Kriegsverbrechen setzen den Willen voraus, Regeln zu verletzen - das tut Israel nicht", sagte er den "Stuttgarter Nachrichten".
    Der Politologe Alfred Grosser, ebenfalls jüdischer Abstammung, hatte dagegen in der Zeitung festgestellt: "Israel begeht Kriegsverbrechen und verletzt ununterbrochen die Würde der Menschen in Gaza und im Libanon." Der 81-Jährige, dessen Familie 1933 vor dem Naziterror nach Frankreich floh, weiter: "Israel verletzt ganz bewusst das Statut der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse."
    Dem hält Broder entgegen: "Auch Grosser müsste wissen, dass Kriegsverbrechen den Willen voraussetzen, die Regeln zu verletzen - das tut Israel nicht. Auch die Autorität des Holocaust-Überlebenden erlaubt es Grosser nicht, so zu reden." So grauenhaft das Blutbad von Kana sei, so zeige es doch nur, "dass auch im High-Tech-Zeitalter Unglücke nicht zu verhindern sind", so Broder. Israel versuche, nur militärische Ziele zu treffen, während die Hisbollah ausschließlich die Zivilbevölkerung terrorisiere.
    "Ich kann akzeptieren, dass die Welt von Israel ein besseres Verhalten erwartet als von den arabischen Nachbarn; dass sie entsetzt ist, dass eine westlich geprägte Demokratie zu Kriegsmitteln greift. Aber angesichts eines Feindes wie der Hisbollah ist dieses Urteil nicht fair." Israel habe ein unlösbares Problem: "Es hat immer nur die Wahl zwischen Falsch und Verkehrt."
    Der Politikprofessor Alfred Grosser, der Israel auch Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorwirft, fordert Deutschland auf, die israelische Regierung in aller Deutlichkeit zu kritisieren. "Darf Deutschland nicht kritisieren, weil es Auschwitz verschuldet hat? Im Gegenteil: Die Grundwerte der Bundesrepublik verlangen es, gegen die Verletzung der Würde zu protestieren - egal, wer sie verletzt. Israel verletzt ununterbrochen die Würde der Menschen in Gaza und im Libanon." Israel zeige seine Menschenverachtung darin, Bomben auf unschuldige Menschen zu werfen und Unbeteiligte zu Terroristen zu stempeln. Israel spreche sich jedes Recht zu, so Grosser - "und kann sich der amerikanischen Unterstützung um so sicherer sein, als US-Präsident Bush dasselbe tut", so der Politologe in den "Stuttgarter Nachrichten".

  14. Pallywood
    The Second Draft - seconddraft.org
    18 min 2 sec - Dec 11, 2005
    http://video.google.com/videoplay?docid=3330818905742409257


  15. NOCH EINIGE "NETTIGKEITEN"...


    1. RP - Ihr jüdischen Mitbürger! - Wo ist Eure Stimme?
      Das könnt Ihr nicht wollen, was in Israel, Eurer geistigen und religiösen Heimat, und was im Nahen Osten z.Zt. geschieht.
      Ihr seid gebrandmarkt durch die schlimmen Erfahrungen Eurer Väter und Mütter mit dem Holocaust.
      Ihr seid gebrandmarkt durch unendliches Leid, das Eurem Volk in seiner Geschichte widerfahren ist.
      Ihr seid gebrandmarkt durch infame Hetzkampagnen, denen Ihr Euch bis heute ausgeliefert seht.
      Ihr seid zu Recht empört, wenn Eure Synagogen beschmutzt werden.
      Immer wieder höre ich Eure Stimme, Euren Aufschrei, Euren Hilferuf.
      Warum höre ich ihn jetzt nicht......

    2. STERN - Titelseite - Israel - Was das Land so aggressiv macht....
      Inhalt Heft 32, 2.8.2006


      1. Die Achse des Guten Danke, Herr Präsident!
        Die Sympathien, die der iranische Staatspräsident in Teilmilieus der deutschen und europäischen Öffentlichkeit genießt, lassen sich einfach erklären: Er soll den Job, den die Nazis angefangen haben, zu Ende bringen, die Endlösung der Judenfrage vollenden, diesmal im Nahen Osten. Käme es dazu, wären die Europäer von ihren Schuldgefühlen gegenüber den Juden befreit und der Beweis wäre vollbracht, dass niemand mit den Juden friedlich zusammen leben kann, nicht einmal ihre semitischen und orientalischen Verwandten. Ahmadineschad weiss das, die Israelis wissen das, nur die Europäer üben sich in der power of denial und wollen nicht hören, wie es aus ihnen spricht.
        "Was macht Israel so aggressiv?" fragt der s... (Kompletten Beitrag anzeigen)

      2. WAMS WEBLOGS - Hauptwiderspruch - Der "stern" macht Schtonk
        OK, ich wollte mich nicht an der Diskussion beteiligen, inwiefern Kritik an Israel durch antisemitische oder antijüdische Ressentiments befeuert wird, Prantl sei mein Zeuge. Aber die Titelseite des "stern" dieser Woche kann ich beim besten Willen nicht unkommentiert lassen. Sie ist ein Dokument des offenen, unverhohlenen Judenhasses.....

    3. SPIRIT OF ENTEBBE - Was Israel nicht darf…
      ...erklärt uns Martin Klingst in seinem Leitartikel in der aktuellen Ausgabe der ZEIT. Was Israel alles nicht darf, hören wir von Friedensbewegten, Völkerrechtlern, Journalisten, Politikern und überhaupt jedem, der es angeblich gut mit Israel meint, aber das Recht des jüdischen Staates auf Selbstverteidigung negiert oder doch zumindest eingeschränkt sehen will.

    4. Wie bitte....?!?!?
      SPIEGEL - Libanesen in Berlin - Wo bitte geht's hier zur Hisbollah? - Von Yassin Musharbash
      Rund 900 Mitglieder hat die Hisbollah in Deutschland, etwa 150 in Berlin. In der Hauptstadt ist es nun verboten, Fahnen und Poster der Miliz zur Schau zu stellen. Doch verbieten kann man die Hisbollah nicht - weil es sie gar nicht gibt.....


      1. ADL PRESS RELEASE - ADL CALLS ON EUROPEAN UNION TO ADD HEZBOLLAH TO TERROR LIST
        New York, NY, August 2, 2006 …As international efforts to secure a sustainable ceasefire in Lebanon gain momentum, the Anti-Defamation League (ADL) has called on the European Union to reconsider its decision not to designate Hezbollah as a terrorist organization.
                  “Now is the moment for the EU to send a message to Hezbollah that its terrorist activities will no longer be tolerated,” said Abraham H. Foxman, ADL National Director.
        In a letter to Erkki Tuomioja, the Foreign Minister of Finland, which currently holds the rotating EU presidency, the League urged the EU to reconsider its decision not to include Hezbollah on its list of proscribed terrorist organizations.  Mr. Tuomioja was reported to have said that the EU’s decision not to include Hezbollah was a consequence of the current “sensitive situation.”
         “If the international community is truly serious about bringing peace to Lebanon through UN Resolution 1559, the EU must finally designate Hezbollah as a terrorist organization,” Mr. Foxman said.  Under the terms of Resolution 1559, Hezbollah must disarm and disband its terrorist militias.
        Editor’s Note: The full text of ADL’s letter to Mr. Tuomioja is available online at www.adl.org.
        The Anti-Defamation League, founded in 1913, is the world’s leading organization fighting anti-Semitism through programs and services that counteract hatred, prejudice and bigotry.

    5. DRADIO - "Wir können nicht die Menschenrechte teilen" - Deutscher Ex-Diplomat wirft Regierung falsche Loyalität gegenüber Israel vor
      Moderation: Oliver Thoma
      Helmut Schäfer, ehemaliger Staatsminister im Auswärtigen Amt, hat scharfe Kritik an der Haltung der Bundesregierung im Nahost-Konflikt geäußert. Es sei ein "vollkommener Unsinn", sich aus falsch verstandener Staatsräson an israelischen Zielvorstellungen zu orientieren, sagte Schäfer. "Wer glaubt, mit Gewalt und dem Bruch der Genfer Konventionen könne er Frieden erreichen, der wird scheitern", betonte der FDP-Politiker....

    6. DRADIO - "Reden und Verhandeln" - Friedensaktivistin wirft Israel Verweigerungshaltung im Nahost-Konflikt vor - Moderation: Stefan Heinlein
      Die israelische Friedensaktivistin Fanny-Michaela Reisin hat die israelische Regierung zu direkten Verhandlungen mit der radikalislamischen Hisbollah aufgerufen. Mit Ausnahme der israelischen Regierung seien vor dem Beginn der israelischen Militäroffensive im Libanon alle Konfliktparteien im Nahen Osten einschließlich der Hisbollah immer zu Gesprächen bereit gewesen, sagte Reisin. Reden und Verhandeln hätten oberste Priorität...

    7. TYPISCH SPIEGEL...
      Gestern war ein Tag, an dem 8 Israelis durch Hizbollah Raketen ermordet wurden und viele weitere verletzt wurden. Hunderte von Raketen sind in den letzten 2 Tagen auf Israel abgefeuert worden, doch nahezu jeder SPIEGEL Artikel konzentriert sich auf Libanon dies oder das....


      •  SPIEGEL-ONLINE-Thema: Nahostkonflikt

        04.08.2006, 12:50 Uhr
        Nahost: Israels Luftwaffe zerschmettert Libanons Infrastruktur
        Forum
        Israels Bomberpiloten haben heute erneut die Infrastruktur des Libanon ins Visier genommen: Wichtige Brücken und Autobahnen wurden zerstört. Die Versorgung der Hauptstadt Beirut steht vor dem Zusammenbruch. mehr...

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        04.08.2006, 07:14 Uhr
        Libanon- Friedenstruppe: Streitmacht mit Stotterstart
        Forum
        Die Diplomaten müssen ein Kunststück vollbringen: Eine Friedenstruppe für Libanon zu bilden, die beide Seiten akzeptieren können. Frankreich wird sie wohl führen, die USA und Großbritannien bleiben draußen - und Deutschland und die muslimischen Staaten werden umworben. Von Yassin Musharbash mehr...

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        04.08.2006, 07:12 Uhr
        Nahost: Welle von Luftangriffen trifft Beirut
        Forum
        Israels Armee hat zahlreiche Luftangriffe gegen Beirut geflogen. Kampfflugzeuge bombardierten mehrere Vororte. Gleichzeitig rückten Bodentruppen weiter auf libanesisches Gebiet vor. Israels Ministerpräsident Olmert plädiert inzwischen für den Einsatz deutscher Soldaten in einer internationalen Friedenstruppe. mehr...

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        03.08.2006, 21:21 Uhr
        Nahost: Hisbollah- Chef droht mit Angriff auf Tel Aviv
        Forum
        Beim heftigsten Raketenbeschuss seit Beginn des Krieges sind in Israel heute elf Menschen getötet worden. Jetzt droht Hisbollah-Chef Nasrallah mit Angriffen auf Tel Aviv. Aus Israel heißt es dazu: Dann würde die Infrastruktur des gesamten Libanon zerstört werden. mehr...

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        03.08.2006, 17:03 Uhr
        Nahost: Hisbollah will bis zum Abzug Israels kämpfen
        Forum
        Das Aufgebot Israels im Kampf gegen die Hisbollah wird täglich größer - 10.000 Soldaten kämpfen inzwischen im Libanon, dennoch ruft die radikal-islamische Miliz unverdrossen zur Gegenwehr auf: Erst mit Abzug des letzten Israelis sei ein Waffenstillstand denkbar. mehr...

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        03.08.2006, 12:49 Uhr
        Israelische Offensive: Libanon beklagt 900 Todesopfer
        Forum
        Es ist die grauenvolle Statistik eines Krieges: Regierungschef Siniora zufolge hat die israelische Offensive bislang 900 Menschen im Libanon das Leben gekostet. Und die Kämpfe verschärfen sich: Kampfjets bombardierten 120 Ziele, am Boden liefern sich Tausende Soldaten Gefechte mit der Hisbollah. mehr...



        1. SPIEGEL ONLINE - Fortsetzung....
           SPIEGEL-ONLINE-Thema: Nahostkonflikt
          Auch nachdem am Mittwoch und Donnerstag allein einige Hundert Raketen von der Hizbollah auf Israel abgefeuert wurden und auch nachdem beinahe ein Kraftwerk nahe der Stadt Hadera getroffen wurde und trotz der Zahlreichen Toten und Verletzen auf Israelischer Seite, konzentrieren sich weiterhin nachezu alle Artikel bei Spiegel Online auf.... "Dutzende getötete Zivilisten im Libanon", "Libanon, der angeblich von Hilfslieferungen abgeschnitten sei", darauf daß "Israels Luftwaffe angeblich Libanons Infrastruktur zerschmettert", usw....

    8. Titelseite von der SZ-Online und was die SZ so alles so zu bieten hat....

       
      • OHNE WORTE!!!! Mal wieder sucht man nach "der" Jüdischen Stimme, egal wie unbedeutend, um deutlicher denn je Stellung gegen Israel zu beziehen!
        SZ - Außenansicht -
        Sanktionen gegen Israel
        Die Staatengemeinschaft muss sich auf ihre Verantwortung besinnen und massivem Druck auf Israel ausüben. Nur so kann Premier Olmert vom Kriegskurs abgebracht werden. - Von Judith Bernstein
        Judith Bernstein ist Mitglied der "Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost". Die deutsche Sektion der "European Jews for a Just Peace" hat Mitglieder in mehreren deutschen Städten.

      • SZ - "Bereit sein für Schmerz, Tränen und Blut"
        Israels Sicherheitskabinett hat eine Ausweitung der Bodenoffensive im Südlibanon beschlossen. Premier Olmert stimmt sein Land auf einen längeren Krieg ein.

      • SZ - Libanon "Unsere Zukunft ist zerstört"

      • SZ - Abstimmung Sollte Israel die Angriffe beenden?

      • SZ - Steinmeier "Militärische Gewalt muss verhältnismäßig sein"

      • ...und hier noch eine "nette" Fotostrecken...
        Fotos von vielen Israelischen Soldaten, noch mehr Panzern, ca. 2 Fotos aus Haifa und abgesehen davon fast ausschließlich herzzerreißende Bilder von Libanesischen Verletzen, Flüchtlingen, von den Israelis zerstörte Gebäude usw.. Hisbollah Kämpfer, Flüchtlinge aus dem Norden Israels, verletzte Israelische Zivilisten, ca. 1500 Raketen aus dem Libanon auf Israel usw. lassen sich wohl alle recht schwer in Fotos darstellen. Na wenn das mal "ausgewogen" ist....
        .
        SZ -
        Krieg, Flucht, Verzweiflung 
        Fotos von den Folgen des Krieges zwischen Israel und der Hisbollah.  
        mehr

      • SZ - Tragödie von Kana - Zerstörte Chancen
        Israel lässt exzessiv und ohne Gespür für die zerbrechliche Situation im Libanon weiter die Waffen sprechen - und verspielt dadurch jede Chance.

    9. TAZ - Nahöstliche Regression
      Israel benutzt den islamistischen Terrorismus als Alibi für seine präventive Kriegführung. Dagegen sollten auch deutsche Politiker und Intellektuelle deutlicher Stellung beziehen...

    10. ZEIT - "Kana ist kein Einzelfall" - Die israelische Armee greift regelmäßig die libanesische Zivilbevölkerung an. Dahinter steckt eine bestimmte Politik, sagt Human Rights Watch
      ZEITonline: Über den israelischen Angriff auf Kana sprach man am Anfang von 54 Toten, jetzt sollen es 28 Opfer sein. Wie kommt es zu diesen unterschiedlichen Zahlen?....
       

    11. ACHGUT - "Es kann keinen Frieden geben, solange der jüdische Staat existiert"
      Vor einem Jahr durfte er noch in der "kulturzeit" auf 3sat den israelischen Rückzug aus Gaza kommentieren und als Trick entlarven. Inzwischen freilich haben Ernst A. Grandits & Kollegen dazu gelernt, und Israel Shamir tritt jetzt bei "kreuz.net" auf, einer "christlichen" Website, mit der keine christliche Einrichtung etwas zu tun haben will. "kreuz.net" ist vom Miesesten das Beste, wie geschaffen für einen Obskuranten wie "Israel Shamir", der angeblich 1949 in Novosibirsk geboren wurde, nach Schweden emigriert ist, wo er den Namen Jöran Jermas annahm, den er wenig später in Adam Ermash änderte.
      Inzwischen soll Shamir/Jermas/Ermash in Israel leben, wenn er nicht gerade an irgendeiner internationalen Friedenskonf... (Kompletten Beitrag anzeigen)

    12. ACHGUT - "Israel hat sich diese Feinde selbst geschaffen"
      In unserer Reihe "Olympiade der Trockenschwimmer" präsentieren wir:
      Kai Hafez in der taz von heute
      http://www.taz.de/pt/2006/08/03/a0174.1/text
      Hafez hat Recht: Ohne Juden gäbe es keine Antisemiten und ohne die Israelis gäbe es keine Hamas und keine Hisbollah.
      Allerdings auch keine Parterre-Akrobaten wie Kai Hafez, die uns immer wieder erklären, dass die Hisbollah nur ein wenig spielen will und die Israelis keinen Spaß verstehen:
      "Die Hisbollah schickte gelegentlich Raketen über die Grenze, während auch Israel nie damit aufhörte, Islamisten zu verfolgen und zu töten."
      "Nach einem vergleichsweise harmlosen Grenzübergriff der Hisbollah beginnt Israel einen Krieg, in dem es zehnmal so viele Menschen t... (Kompletten Beitrag anzeigen)

    13. ACHGUT - Die Tagesschau denkt nach
      Irgendjemand bei der Tagesschau-Online-Redaktion hat meinen Beitrag im Deutschlandfunk (siehe voriges Posting) gehört und fand ihn gut. Vielleicht Herr Radler, der sich bei mir um 19.51 per E-Mail meldete:
      "Lieber Herr Müller-Ulrich,
      wenn Sie Interesse haben, können Sie Ihren heutigen Beitragstext vom Deutschlandfunk zum Thema Bilder- Inszenierung von Kana noch einmal bei tagesschau.de veröffentlichen."
      Um 20.09 Uhr war ich nur noch Herr Ulrich, dafür aber immer noch mit einem l:
      "Lieber Herr Ulrich,
      sorry, ich war wohl etwas voreilig. Meine Redaktion ist momentan noch unentschlossen. Wir müssen morgen nocheinmal darüber diskutieren.
      Wo können wir Sie telefonisch erreichen?"
      Naja, und seit heute 10.43 Uhr ist die We... (Kompletten Beitrag anzeigen)


      1. ACHGUT - Wie man die Wahrheit aus den Bildern herausbloggt
        GESTERN (2.8.2006, 17.35 Uhr) LIEF DER FOLGENDE BEITRAG VON MIR IM DEUTSCHLANDFUNK:
        Die Bombardierung des libanesischen Dorfes Kana durch die israelische Armee am vergangenen Sonntag war zweifellos eine Tragödie. Ihre Dimension wurde der Welt sofort durch Fotoreporter vermittelt, die gräßliche Szenen von aus Hausruinen geborgenen Kinderleichen dokumentierten. Die Fotos waren nicht nur am Montag in unzähligen Zeitungen auf der ganzen Welt zu sehen, sondern sie gingen schon vorher per Internet um die Welt, denn der Zeitungsjournalismus überholt sich unter den Bedingungen fortgeschrittener Elektronik schon selbst.
        Daß diese Beschleunigung zuweilen auf Kosten von Wahrheit und Wahrhaftigkeit geht, wissen alle Profis. In Kana bekommt diese Einsicht aber noc... (Kompletten Beitrag anzeigen)

    14. Es ist interessant was da schon in der in der Titelzeile als Tatsachenbehauptung (und nicht als Zitat) wiedergegeben wird.... Gut, daß keiner da ist, um das zu verifizieren....!!!
      20min.ch - Israel tötete 300 Kinder 
      Dem libanesischen Ministerpräsidenten Fuad Siniora zufolge sind hat Israels Krieg gegen die Hisbollah in Libanon bislang 900 Menschen das Leben gekostet. Rund ein Drittel der Opfer seien Kinder unter zwölf Jahren gewesen.....

    15. TAZ - Fliehende Zielscheiben
      Augenzeugen aus Südlibanon berichten medico von gezieltem Beschuss von Zivilisten mit weißen Fahnen

    16. Beängstigend....
      HA'ARETZ - Islamic group: 200 militants sent to bomb 'Israel's vital interests'
      JAKARTA - More than 200 Islamic militants from Southeast Asia have
      been sent on missions to bomb Israel's "vital interests" and countries that support the Jewish state, their leader said on Friday.
      The militants have been trained to carry out suicide bombings to avenge Israel's military strikes on the Palestinian territories and Lebanon, said Suaib Didu, chairman of the Jakarta-based ASEAN Muslim Youth Movement....

    17. HA'ARETZ - Lithuanian convicted of persecuting Jews lives freely in Germany

      Algimantas Dailide outside a Lithuanian court. (Archive)

      VILNIUS - The Lithuanian Supreme Court is presently debating a case that might transpire as one of the last chances to punish a Nazi war criminal in Europe.
      Last March, a Lithuanian court convicted 85-year-old Algimantas Dailide of persecuting Jews and cooperating with the Nazis in World War II. However, the court did not sentence him to prison due to his age and the fact that he was no longer considered a menace to the public. The prosecution's appeal, in an attempt to imprison Dailide, reflects the Baltic state's manner of handling its Holocaust past...

    18. HA'ARETZ - Edinburgh film festival warns Israeli director not to attend film's screening By Reuters
      Israeli director Yoav Shamir said Thursday he has been advised by organizers of the Edinburgh film festival in Scotland not to attend the screening of his new work due to Israel's offensive in Lebanon.
      Shamir's previous films include the critically acclaimed documentary "Checkpoint," which showed the daily travails facing Palestinians at crossings in occupied territory interspersed with interviews with Israeli military personnel.
      In an email seen by Reuters, Shamir was informed by the organizers that due to expected protests over Israel's attacks on Lebanon, "it might be in your best interest not to attend the festival this year for your own sake, rather than for ours.".....

    19. Fars News Agency - FM Underlines Iran's Support for Lebanon
      ... London Mayor Ken Livingstone on Monday called for the "largest possible" turn out at a national demonstration condemning Israel and demanding an immediate ...

    20. DIE PRESSE - Edlinger: "Israel ist ein Verbrecher"
      In einer TV-Diskussion zum Israel-Libanon-Konflikt kamen von NGO-Generalsekretär Fritz Edlinger harte Worte. Er sagte Israel sei "Täter, nicht Opfer" und begehe als Staat Verbrechen

    21. Linke Zeitung - Israel will Deutschland in den Weltkrieg bomben
      ... (25). Weltweite Schlagzeilen auf diese windelweiche Aktion:"Iraner bei Raketentests in Nordkorea".. - der "Außenexperte" der SPD Gert Weisskirchen meint, im ...

    22. Linke Zeitung - Ist der zionistische Kolonialismus legitim ?
      ... Walter Baier, ehemaliger Parteischef der KPÖ, befindet sich Warschawski da in guter Gesellschaft mit der FPÖ, dem antizionistischen Rabbiner Moishe Friedman ... 
       

    23. Die Presse.com - "Palästinenser leben wie in einem KZ"
      Die libanesische Hisbollah ist nach den Worten des Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Anas Schakfeh, eine "kleine Gruppe", die ...

    24. Ein widerwertiger und antisemitischer Blog:
      http://eisernekrone.blogspot.com/ 


    25. ADL - Anti-Semitism in Arab Media

      Ad-Dustur, July 31, 2006 (Jordan)
      Israeli Prime Minister Ehud Olmert holds a watering can filled with blood, as U.S. Secretary of State Condoleezza Rice flies in with a sign that says, “The New Middle East.”

    26. Intelligence and Terrorism Information Center at the Center for Special Studies (C.S.S) - The Arab hate industry: Lebanon is still a center for the distribution of anti-Semitic literature, including books by Hezbollah’s publishing house. Such literature, distributed across the Arab and Muslim world, inspires hatred against Israel and the Jewish people and may legitimize violence against them.


    27. ...und das auf einer Website, die von T-Online gehostet wird!!!!!
       
      Ausschnitt. – Zur Gesamtansicht in das Bild klicken.  
       
           
    28. Unglaublich.... es ist zu hoffen, daß dieser Justitzirrtum kurfristig aufgekärt wird!!!
      Stattweb.de -
      Freiburg: Antideutsche wegen Verwendung „nazistischer Symbole“ mit Strafbefehl bedacht

      Bisher war man gutherzig geneigt, die Verfolgung durchgestichener Hakenkreuze und solcher, die dem Mülleimer zufliegen, für eine Spezialität der Stuttgarter Staatsanwaltschaft zu halten. Ein neuer Vorfall deutet aber auf eine Ausweitung der juristischen Verfolgungspraxis ins Bayrische hin. Laut einer Presserklärung des CA IRA-Verlags Freiburg wurde in Mittenwald (Bayern) eine Person mit Flyern von der Polizei behelligt. Diese Flyer wiederholten das Titelbild des Buches “Feindaufklärung und Reeducation. Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus” von Stephan Grigat (Hg.) und luden zu einer Veranstaltung des Autors zum Thema seines Buches ein....

    29. IKG - Empörung über fressende Ziegen auf jüdischem Friedhof im Elsass - Proteste bisher erfolglos
      Straßburg (APA/dpa) - Eine unkrautfressende Ziegenherde auf dem jüdischen Friedhof von Rosenwiller im Unter-Elsass sorgt für Empörung. Der 400 Jahre alte Friedhof gehört zu den wichtigsten Stätten des jüdischen Kulturerbes im Elsass und ist denkmalgeschützt.
      Auf dem Friedhof am Waldrand wurde die Herde vor mehreren Jahren eingesetzt, um Gräser und Unkraut wegzufressen. Wiederholte Protestbriefe an das jüdische Konsistorium in Straßburg über Ziegendreck auf Gräbern und Wegen hätten "nichts gebracht", klagte ein jüdisches Gemeindemitglied von Rosenwiller am Freitag. Im Konsistorium habe man lediglich erklärt, dies sei eine "heikle Angelegenheit".
      Jüdische Gräber bleiben im Gegensatz zur Praxis auf christlichen Friedhöfen für unbegrenzte Zeit bestehen. Deshalb wird die Grabpflege zum Problem, wenn es keine überlebenden Familienmitglieder mehr gibt. Jetzt will man ehrenamtliche Helfer für die Instandhaltung des Friedhofs suchen.


    30. e110- Ausländer in Salzwedel geschlagen
      Salzwedel (ddp-lsa). Ein 30-jähriger Ausländer ist in Salzwedel von drei Männern angegriffen und geschlagen worden. Der niederländische Staatsbürger libanesischer Herkunft habe die Männer am frühen Samstagmorgen aufgefordert, in Anbetracht der Nachtruhezeit etwas leiser zu sein, teilte die Polizei erst jetzt mit. Der Mann betreibt ein Lokal im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses. Die Männer im Alter von 21, 23 und 24 Jahren sollen ihr Opfer daraufhin mit ausländerfeindlichen Parolen beschimpft und auf den Kopf geschlagen haben. Dabei erlitt der Holländer Verletzungen am Kopf und am Hals. Der Staatsschutz ermittelt gegen die drei Tatverdächtigen.
       

    31. GIYUS.ORG - Rising Wave of Anti Semitism
      In these last few days we've been witnessing a rising wave of global anti Semitisim.
      The shooting in Seatlle, vandalism of Jewish owned stores in Rome and the Mel Gibson scandal.
      Some people claim that anger over Israel's actions in Lebanon increases anti Semitism worldwide, while others claim that inherent anti Semitism feelings drive international protest against Israel's fight for normal living.....


      1. Jerusalem Post - Anti-Semitism on the rise due to war
        More than half of the Israeli public thinks that world opinion is turning against Israel in its war in Lebanon because of anti-Semitism, according to a new poll ...

      2. JERUSALEM POST Jews note rise in anti-Semitism
        Anti-Semitic acts are becoming increasingly prevalent during Israel's offensive against Lebanon, Jewish communities worldwide have reported. In response, they have stepped up private security and coordination with local authorities....

      3. IKG - Synagoge in Nordfrankreich mit Hakenkreuzen geschändet - Wertvoller Kultgegenstand gestohlen
        Lille (APA/AFP) - In Nordfrankreich haben Unbekannte den Innenraum einer Synagoge mit drei Hakenkreuzen geschändet. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Donnerstag stahlen die Täter in der Synagoge von Saint-Quentin im Regierungsbezirk Aisne im der Nacht zum Mittwoch zudem einen nicht näher bezeichneten "wertvollen Kultgegenstand". Der Gebetsraum sei von außen nicht zu erkennen gewesen, betonten die Ermittler. Die Internationale Liga gegen Rassismus und Antisemitismus (Licra) zeigte sich empört über eine Straftat, welche "an die traurigen Momente unserer Geschichte" erinnere. Nach Angaben der Licra ist das gestohlene Objekt aus purem Silber.

      4. RANDNOTIZ....
        IKG WIEN - Message Board:
        Wir bedauern....
        Aufgrund zahlreicher antisemitischer und rassistischer Postings müssen wir unser Message Board vorübergehend leider schließen.

      5. YNET - Australia: Jewish community center attacked 
        For second time in a week, Jewish institution attacked in Sydney when would-be arsonists target community center in city. Australian Jewish organizations: Incident related to conflict in Lebanon

      6. eveningtimes- Glasgow synagogue attacked by vandals
        THE word Hizbollah is painted outside the synagogue at Hill Street, in Garnethill. Picture: Lenny Warren
        POLICE in Glasgow are hunting vandals who daubed the name of 'Hizbollah' outside Scotland's oldest synagogue....

      7. Berliner Zeitung - Nazi-Schmierereien in Beeskow entdeckt
        BEESKOW. Unbekannte Täter haben in der Nacht zum Freitag Hakenkreuze und rechte Parolen mit roter Farbe an zahlreiche Gebäude ...

      8. Märkische Allgemeine - Nazi-Schmiereien an PDS-Büro
        Beschmiert wurde Donnerstagnacht die Hauswand eines Gebäudes, in dem die Linkspartei PDS ihr Bürgerbüro betreibt. Unterhalb der ...

      9. OÖNachrichten - Neonazi-Fotos auf der Homepage von Disco in Abwinden
        Die Neonazi-Szene rund um Luftenberg ist offenbar viel größer als vermutet. So waren im Jugendtreff "Stübal" rund 20 Burschen aktiv. ...

      10. EJP - Shops owned by Jews vandalized in Rome
        ROME (EJP)--- Shops owned by Jews in various parts of Rome were vandalized and defaced with swastikas in an attack apparently linked to the Israel-Hezbollah fighting...


        1. ynetnews- Rome: Jewish shops defaced with swastikas
          About 20 shops owned by Jews vandalized in apparent neo-fascist attack linked to fighting in Middle East. Flyers signed by group calling itself Armed Revolutionary Fascists left at the shops denouncing 'Zionist economy,' including pro-Hizbullah slogans...

      11. Baltimore Sun - Door at Baltimore Hebrew University firebombed
        No damage caused; police yet to classify incident as hate crime

      12. Totally Jewish - Seattle Jew Shot Dead

      13. haGalil onLine -  Ein FPÖ-Funktionär bezieht Stellung
        Von Karl Pfeifer. Der Krieg im Libanon macht es möglich. Wieder einmal erleben wir, wie manche diese Gelegenheit wahrnehmen, um ...

      14. TAZ - Jüdische Lieder unerwünscht
        Kulturhaus in Trier versucht mit Hinweis auf den Libanonkrieg Konzert von jüdischer Kantorin zu verhindern. "Synagogale Gesänge ...


        1. Deutsch-Israelische Gesellschaft AG Trier  - Presseerklärung  - Bedenkliche Entgleisung im Kulturzentrum TUFA
          Wegen des Libanonkonflikts kündigte die TUFA der Jüdischen Kultusgemeinde Trier die Kooperationszusage für Kulturveranstaltungen im September und November diesen Jahres, revidierte dies jedoch nach heftigem Protest.
          Die Jüdische Gemeinde Trier plante für September ein Konzert der bekannten Berliner Kantorin Avitall Gerstetter, in dessen Rahmen die international erfolgreiche Künstlerin, die unter anderem schon zusammen mit Konstantin Wecker aufgetreten ist, synagogale Musik interpretieren sollte. Für den November plante die Gemeinde gemeinsam mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Trier (DIG) ein Konzert im großen Saal des städtischen Kulturzentrums Tuchfabrik (TUFA) mit der israelischen Jazz-Interpretin Alony.
          Als Daniel Botmann, stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Rheinland-Pfalz und stellvertretender Vorsitzender der DIG Trier, aus seinem Urlaub nach Trier zurückkehrte fand er eine E-Mail von TUFA-Geschäftsführerin Gisela Sauer vor, in der sie ihm mitteilte, dass man seitens der TUFA von der bereits schriftlich erteilten Raumzusage sowohl für die September- als auch für die Novemberveranstaltung zurücktrete. Sauer wörtlich: “Aufgrund der momentanen Kämpfe in Israel und im Libanon, möchten wir Sie bitten das Konzert mit Avitall abzusagen - diese synagogalen Gesänge passen nicht zu der politischen Lage - und wir werden auch von der Raumzusage für das Konzert mit Efrat Alony zurücktreten.” Begründet wurde die Absage damit, dass die TUFA politisch und weltanschaulich neutral sei und Veranstaltungen mit jüdischen oder israelischen Künstlern eine Provokation darstellen könnte. Erst nach heftigem Protest der Jüdischen Gemeinde nahm die TUFA die Kündigung der Kooperationsvereinbarung zurück – jedoch ohne Kommentar und ohne Zurücknahme der vorher geäußerten Vorbehalte.
          Der Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Trier, Oliver Lauer, erklärt zu diesem Vorfall: “Wir bestreiten niemandem das Recht, Israel zu kritisieren, auch wenn wir solidarisch an der Seite Israels stehen. Kulturveranstaltungen der Jüdischen Kultusgemeinde in der TUFA abzusagen, weil Israel sich in einer militärischen Konfrontation mit der Hizbollah befindet, ist aber ein Unding. Wer Juden in Deutschland für die Handlungen der israelischen Regierung in Haftung nimmt, macht sich des Antisemitismus schuldig. Dass die TUFA sich schlussendlich bereit fand, die jüdischen und israelischen Kulturveranstaltungen zuzulassen, ist einerseits erfreulich, jedoch darf nicht unberücksichtigt bleiben, dass die vorherige Entscheidungslage auf massiven Ressentiments beruhte. Und diese sind mit keinem Wort zurückgenommen worden.”
          Geplant sind anlässlich der Israelischen Kulturtage im November unter anderem Konzerte der israelischen Jazzband “Alony” und der weltbekannten Klarinettistin Irith Gabrieli. In dieser für Israel schwierigen Zeit ist es umso wichtiger über jüdische und israelische Kultur aufzuklären. Daniel Botmann: “Deshalb veranstalten die Deutsch- Israelische Gesellschaft und die Jüdische Kultusgemeinde Trier gemeinsam die 2. Israelischen Kulturtage in Trier. Dabei bieten wir ein rundes Programm, das Aspekte der modernen israelischen und jüdischen Kultur beleuchten soll. Wir zeigen Kinofilme, machen Stadtführungen durch das jüdische Trier, veranstalten Konzerte und bieten einen Vortrag über Religion und Staat in Israel an. Wir machen viele politische Informationsveranstaltungen im Jahr und nach den Sommerferien auch eine über den Konflikt mit der Hizbollah. Bei den Kulturtagen allerdings wollen wir zeigen, dass Israel mehr ist, als nur der Nahostkonflikt.”
          Über die Entgleisung der TUFA sagt Daniel Botmann: “Es macht mich traurig, dass man als Jude heute noch für die Politik Israels verantwortlich gemacht wird. Wenn man bei dem derzeitigen Nahost- Konflikt israelische und jüdische Musik als eine Provokation empfindet, dann dürfte man nach dem Irak-Krieg keine amerikanische und nach dem Tschetschenien-Krieg keine russische Musik mehr hören. Es ist nicht unsere Aufgabe den Konflikt aus dem Nahen Osten hierher nach Trier zu bringen, sondern friedlich nebeneinander zu leben und sich gegenseitig zu tolerieren und zu akzeptieren. Das haben die Verantwortlichen der TUFA leider noch nicht verstanden.”
          Kontakt: Daniel Botmann, 2. Vorsitzender der DIG AG, Birkenstraße 3, 54295 Trier, 0176-24145255)
          --------------------------------------------------------------------------------
          Deutsch-Israelische Gesellschaft AG Trier
      15. JTA - Australian TV regrets program
        The Australian Broadcasting Corporation apologized for anti-Israel content on a children’s televison show.
        In a letter to the Executive Council of Australian Jewry, the broadcasting company said the “Behind the News” program, which described Hezbollah fighters as “soldiers” and “refugees” whose “land was taken by Israel,” was biased.

      16. PI- Protestzug in Münster: "Nieder mit Israel" - Antisemitische Parolen bleiben von Polizei ungeahndet
        PI-Leser Thomas schickte uns heute einen Link zu einer Demo in Münster (Foto: Prinzipalmarkt), auf der zur Zerstörung Israels aufgerufen wurde ('Nieder mit Israel'). Nach Rückfrage bei der Polizei, ob denn Volksverhetzung erlaubt sei, kam die lapidare Antwort: "Die dürfen das". Bezeichnenderweise wurde der Protestzug von Frauen und Kindern angeführt - die lautstarken Männer versteckten sich lieber hinter ihren Frauen und Kinderwägen. Westline, ein Onlinedienst von westfälischen Zeitungsverlegern, berichtete über die Demo wie folgt (allein schon die Headline kennzeichnet, wie "objektiv" dieser Onlinedienst ist):
        ...

      17. Anti-Israel-Demo:
        Hagalil-
        "Hände weg vom Libanon - Freiheit für Palästina"
        Nicht Friedensparolen standen auf dem Programm der Versammlung, bei der sich vor allem Menschen mit arabischer und muslimischer Sozialisation zusammenfanden. Wieder einmal waren "Tod, Tod, Israel", "Nieder mit Israel", "Kindermörder Israel" die gängigsten Sprüche, die gerufen wurden... 
      18. -----Original Message-----
        From: jc
        Sent: Friday, August 04, 2006 7:05 PM
        Subject: Antisemitische Demonstration am Platz der alten Synagoge

         

        Heute gab es wieder eine antisemitische Demonstration durch Freiburg mit mehreren hundert TeilnehmerInnen. Abschlußkundgebung war - nicht zufällig - der Platz der alten - in der Reichspogromnacht abgebrannten Synagoge.
        Im Anhang zwei Fotos einer Genossin, ich selber war nicht dabei und bin leider auch erst wieder ab Montag in Freiburg. Aber das wird und darf nicht ohne Folgen bleiben.
        Jonny

      19. Antisemitischer Aushang an der Katharinenkirche
        From: info@

        > > > Sehr geehrter Herr...,
        > > >
        > > > zur Zeit läßt sich ein eindeutig antisemitischer Aushang neben dem
        > > > Haupteingang der Katharinenkirche bewundern.
        > > >
        > > > Das erste ausgehängte Flugblatt des "Frankfurter Bündnisses gegen
        > > > den Krieg", soll deutlich machen wer der eigentliche
        > > > Hauptschuldige des gesamten Nahostkonfliktes ist, nicht die
        > > > Terrororganisationen Hisbollah und Hamas trügen die Schuld, auch
        > > > nicht der Iran (die jüngsten Ausfälle des iranischen Präsidenten
        > > > werden nicht mal erwähnt), sondern natürlich Israel, welches
        > > > diesen Krieg schon seit 1996 geplant hätte!
        > > > Über Hisbollah und Hamas könne man sicherlich geteilter Meinung
        > > > sein,- dieser Satz aus dem Flugblatt entlarvt die Geisteshaltung
        > > > des "Frankfurter Bündnis gegen den Krieg."
        > > >
        > > > Damit ist es nicht genug, das "Frankfurter Bündnis gegen den Krieg
        > > > bedient sich weiterhin eines Artikels der Jungen Welt.
        > > > Laut dieser habe Israel den Krieg nicht nur seit 1996 geplant,
        > > > sondern sei auch für den Irak Krieg zur Verantwortung zu ziehen.
        > > >
        > > >  "Die neokonservativen Verfasser von »Clean Break«, ausnahmslos
        > > > US-Amerikaner jüdischer Herkunft wie z. B.
        > > > Richard Perle und der spätere dritte Mann im Pentagon Douglas
        > > > Feith mit engsten Beziehungen zur rechtsextremen Likud-Partei in
        > > > Israel, gehörten zu den Chefarchitekten des US-Angriffskriegs
        > > > gegen Irak."
        > > >
        > > > US Amerikaner natürlich jüdischer Herkunft sind also dafür
        > > > verantwortlich, dass der Nahe Osten nicht zur Ruhe kommt, Israel
        > > > und Amerika sind weiterhin, laut Meinung der Jungen Welt, ein und
        > > > derselbe Staat.
        > > >
        > > >  Hier wird beim Leser sofort die Assoziation einer jüdischen
        > > > Weltverschwörung geweckt.
        > > > Meinungen wie diese entbehren zwar jeder Originalität trotzdem ist
        > > > es immer wieder erschreckend über so offenen Antisemitismus, über
        > > > solch eine antisemitische Wortwahl mitten in der Innenstadt neben
        > > > einer Kirche zu stolpern!
        > > >
        > > > Die Junge Welt ist eine Zeitung, die das Existenzrecht Israels
        > > > nicht anerkennt und bei der man, ruft man die Homepage auf, das
        > > > Gefühl bekommt eine neuzeitliche Version des Stürmers in den
        > > > Händen zu halten!
        > > >
        > > > Links:http://www.ippnw-ffm.de/Hauptframe.htm
        > > > http://www.jungewelt.de/2006/07-15/042.php?sstr=break
        > > >
        > > >
        > > > Es ist ein Armutszeugnis der evangelischen Kirche solche Pamphlete
        > > > auszuhängen!
        > > > Deshalb werde ich, mit einigen Freunden, einen Beschwerdebrief
        > > > schreiben.
        > > > Meine Frage richtet sich nun an Sie, es wäre schön und vielleicht
        > > > auch wirkungsvoller wenn man auch im Namen der DIG etwas
        > > > unternehmen könnte.
        > > > Mit freundlichen Grüßen
        > > > Katja J

      20. -----Original Message-----
        From: jc
        Sent: Wednesday, August 02, 2006 11:26 PM
        Subject: Antisemitisches Flugblatt in Freiburg auf Libanon-Demo

        SIEHE
        http://www.honestly-concerned.org/Temporary/1.jpg
        SIEHE http://www.honestly-concerned.org/Temporary/2.jpg

        Hallo,
        heute sind wieder mehrere hundert LibanesInnen (oder sonstige Leute aus der Region) durch Freiburg marschiert, und sie hatten diesmal ein Flugblatt dabei, auf dem sie sich so einige Gedanken zur deutschen Geschichte machen:

        "Vor 60 Jahren, gab es einen Krieg, in dem rund 60 Mio. Menschen gestorben sind, man sagt 6 Mio. Juden wurden getötet. Heute bezahlen die Deutschen den Preis für den Antisemitismus. Doch welche Schuld tragen die Deutschen von heute, die drei Generationen nach dem Krieg geboren sind? Man will uns immer noch einreden, dass unsere Großväter "Verbrecher" waren! Warum muss unsere Generation immer noch Reparationen-Wiedergutmachungen zahlen? Und an wen? An die Zionisten?
        Damit sie andere Völker, wie den Libanon und die Palästinenser unterdrücken!"

        Siehe auch Anhang. Das ganze ist natürlich völlig wirr, etwa im ständigen Wechsel von "wir" und "ihr", sehr trashig gemacht und auch noch ohne irgendeinen Gruppennamen, d.h. offensichtlich von Leuten gemacht, die nicht sehr viel Erfahrung in solchen Sachen haben.
        Bin mir gerade noch nicht sicher, wie am besten darauf reagiert werden sollte, aber im Prinzip kann man sich für so eine Vorlage ja fast schon bedanken...
        Gruß,
        Jonny

      21. -----Original Message-----
        From:  j_e
        Sent: Friday, August 04, 2006 7:34 PM
        Subject: Flugblatt gg. VA mit F. Langer in Frankfurt

        S
        IEHE http://www.honestly-concerned.org/Temporary/

        Hallo
        im anhang und in der mail ein flugblatt das gerade eben auf einer veranstaltung mit felicia langer im dgb-haus ffm verteilt wurde, die von mind. 150-200 besucht wurde. die reaktionen, wenn sie denn kamen, waren meist ablehnend bis empört und antisemitisch - "kriegstreiber", "die scheiss antideutschen", "ah, der mossad" etc. langer selbst verstieg sich zu der these, israel sei der "einzige apartheidsstaat unter der sonne", der in gaza "verbrannte erde" hinterlassen habe, joschka fischer sei "fast schon ein israeli", steinmeier und der rest der welt trauten sich nicht israel zu kritisieren usw.
        morgen findet noch eine demo des selben initiatorenkreises statt die voraussichtlich um einiges größer ausfallen wird, wahrscheinlich wird dort nochmal ein ähnliches flugblatt verteilt werden. leider ist mir gerade die uhrzeit entfallen.
        lg
        stefan

        p.s.
        vor dem eingang des dgb-hauses verteilten drei vertreter der rechtsradikalen sekte BüSo ungestört ihre propaganda
           

        • Solidarität mit Israel –
          Gegen antizionistische Referate und begriffsloses Mitmachen!

          “Die Juden sind heute die Gruppe, die praktisch wie theoretisch den Vernichtungswillen auf sich zieht, den die falsche gesellschaftliche Ordnung aus sich heraus produziert. Sie werden vom absolut Bösen als das absolut Böse gebrandmarkt.“1

          Das Frankfurter Bündnis gegen den Krieg lädt für den 4. August `06 zu einer Diskussion mit Felicia Langer ein, deren Titel bereits – anstatt neutral ein Thema anzukündigen oder eine Frage aufzuwerfen – reißerisch fordert: „Schluss mit dem Krieg im Nahen Osten! Für eine atomwaffenfreie Zone in der gesamten Region unter Einschluss Israels!“ Was ist nun von einer solchen Veranstaltung mit der als israelische Rechtsanwältin und Bürgerrechtlerin vorgestellten Referentin zu erwarten?

          Zäher Kampf gegen die „mächtige jüdisch-zionistische Lobby“

          Felicia Langer vertritt die komplette Palette der in friedensbewegten Kreisen üblichen Positionen – von der angeblichen Kompromissbereitschaft der de facto vernichtungswütigen Hamas über die Rationalisierung des suicide bombings zum „Hilfeschrei“2 in verzweifelter Lage und dem Ruf nach dem völkischen „Selbstbestimmungsrecht“ der Palästinenser_innen bis zur Delegation der alleinigen Schuld an die Adresse Israels. Sie unterscheidet sich in ihrem moralistischen Furor, der statt auf Analyse auf die seit Jahrzehnten immer wieder ventilierten Bilder und Schlagwörter setzt, in Nichts vom antizionistischen Mainstream – so gesehen, hätte das Bündnis gegen den Krieg auch Jamal Karsli, Norbert Blüm oder Hans-Christian Ströbele als Referenten bestellen können. Offenbar ging es dem Bündnis gegen den Krieg weniger um die inhaltliche Qualifikation der Rednerin, sondern mehr um das Attribut ‚israelisch’, dass es erlaubt, sich einerseits auf eine ‚gute Jüdin’ zu beziehen und andererseits endlich einmal das verkünden zu lassen, was man sich sonst aufgrund der „Antisemitismuskeule“ (Langer) nur hinter vorgehaltener Hand zu sagen traut. Nicht die Erfahrung Langers als Jüdin in einer Welt voll von mörderischem Antisemitismus tangiert die deutschen Pazifist_innen, nein, lediglich die Anklage gegen ihre ‚eigene’ Gemeinschaft ist das Objekt ihres libidinösen Interesses. Und so wird Langer ihnen den Gefallen tun, die Forderung nach Erhöhung des „internationalen Drucks“ auf Israel zu kombinieren mit der blanken Lüge, Israel werde nicht ausreichend von der internationalen Staatengemeinschaft kritisiert. Dabei liegt der Israel-Palästina-Konflikt unter den 50 blutigsten Konflikten weltweit auf Rang 46 – weit hinter den Millionen Toten im Sudan, Äthiopien oder Nigeria – in der Berichterstattung aber auf Rang 1. Dem gemäß verhält sich auch die Menschenrechtskommission der UN, die zwar seit ihrer Gründung kein Wort über die Menschenrechtslage im Iran oder China verlor, jedoch ein Viertel all ihrer Resolutionen gegen Israel richtete. Solche Fakten bringen aber Langers einfaches Weltbild nicht ins Wanken. Stattdessen wird sie wieder die „jüdisch-zionistische Lobby“ als Schuldige für die angeblichen Sprechverbote ausfindig machen, jene „Lobby“, die mit „Hetzkampagnen“ für den Tod Möllemanns gesorgt habe – eine Verschwörungstheorie, wie sie auch von der NPD goutiert wird.
          Langers intellektueller Amoklauf gipfelt in dem Ruf nach der deutschen Ordnungsmacht, die gegen die halluzinierte moralische „Erpressung“ durch die Jüd_innen durchgreifen solle: „In der Tat sind die Deutschen, gerade wegen ihrer Vergangenheit, dazu verpflichtet, sich überall einzumischen, wo Menschenrechte verletzt werden. Sie haben schon einmal geschwiegen [...] Wir, die Israelis, die Juden, können keinerlei Recht beanspruchen, als Opfer von gestern Täter von heute zu sein. [...] Wir haben auch kein Recht, die Schuldgefühle der Deutschen zu funktionalisieren, so wie Israel das tut“. Langer serviert den Friedensbewegten somit ein Gebräu aus staatsoffiziellem Antifaschismus im Stil der Berliner Republik – die geläuterten Deutschen als Weltmeister der humanitären Intervention – und Stammtischparolen von unheimlich mächtigen und anmaßenden Jüd_innen, die das schlechte Gewissen der Deutschen schamlos für ihre Verbrechen ausnutzten. Die Deutschen rücken also in der Propaganda Langers an den archimedischen Punkt des gegenwärtigen Konfliktes: Einerseits sind sie dank aufgearbeiteter Vergangenheit prädestiniert für einen Menschenrechtsimperialismus, andererseits müssen sie sich gegen die angebliche zionistische Keule wehren, um so die Palästinenser_innen als die ‚Opfer der Opfer’ zu befreien. Die anti-israelische Aktion wird solchermaßen zum bundesdeutschen Staatsauftrag – eine Mission, der sich das Bündnis gegen den Krieg unbemerkt der, oder gerade wegen der nationalistischen wie antisemitischen Implikationen begeistert widmet, wie im Folgenden zu zeigen sein wird.

          Das Frankfurter Bündnis gegen den Krieg: Friedlich deutsch ...

          Ähnlich wie Langer bedient sich das Bündnis gegen den Krieg in seiner Veranstaltungsankündigung einer begriffslosen Simplifizierung, die Widersprüche verschweigt oder ideell plättet, um ein möglichst klares Feindbild präsentieren zu können. Mit einem Wort: Das Bündnis betreibt Propaganda. Schon rein formal bedient man sich dabei solcher Topoi wie dem ‚Lösen der XY-Frage’3, die jede historisch geschulte Leser_in aufhorchen lassen. Doch Lösen geht vor Fragen, die Propaganda drängt zur Tat und darum bleibt keine Zeit zum Zweifeln, Widersprechen, Nachdenken mehr. Die konkreten Bilder des Krieges schieben sich, besser: werden geschoben, geschoben vor die Abstraktion der Reflektion einer hochkomplexen Auseinandersetzung. In diesem bipolaren Denken erscheint allein Israel als Aggressor, der in die friedliebende, über Jahrhunderte gleichsam organisch gewachsene arabische Welt eingedrungen ist und dort nun als Fremdkörper immer neuen Unfrieden produziert. Die Zurichtung der Jüd_innen als der einstigen Opfer der Deutschen zu DEN Täter_innen von heute schlechthin ermöglicht den Friedensbewegten die Entlastung vom moralischen Stigma der Täternation, als linke Variante nationaler Normalisierung ist sie somit unausweichlich an den sekundären Antisemitismus gekoppelt.
          Zugleich ist die wahnhafte Fixierung auf die vermeintliche und exklusive Täterschaft Israel, dessen Staatsgebiet ungefähr der Größe Hessens entspricht, schon von der Struktur mit der alten deutschen Weisheit ‚Der Jud ist schuld’ identisch und darum auch immer durchsetzt von primär antisemitischen Stereotypen. So wünscht man sich in der Veranstaltungsankündigung einen israelischen Staat, „der sich nicht ständig das Recht herausnimmt, sich über fast schon beliebige internationale Resolutionen, Beschlüsse, Regeln, Gesetze hinwegzusetzen“ – der ‚freche Jude’ bzw. die ‚Arroganz’ des ‚auserwählten Volkes’, das sich an keine Konventionen gebunden fühlt und stets das Besondere für sich reklamiert4, lässt grüßen. Zugleich wird hier erneut deutlich, wie wenig dem Bündnis an einer wirklichen, mit bestimmten Kategorien arbeitenden Kritik gelegen ist. Anstatt entweder UN-Resolutionen als unhinterfragbare humanitäre Kategorie per se zu installieren – dann müsste eben auch im Falle des Libanon auf dessen von der UN angemahnte Verpflichtung zur Entwaffnung der Hisbollah gedrungen werden – oder zu fragen, warum Staaten generell UN-Resolutionen missachten – weil sie nun mal keine Sachwalter des Guten und Schönen sind – wird dieses Verhalten nur Israel angekreidet, dem jüdischen Staat als durchgehendes Attribut und moralischer Makel angehaftet. Damit verstellt der Verweis auf Israel die Sicht auf den Charakter von Staatlichkeit schlechthin, die im Kapitalismus eben nicht der Verbesserung der humanitären Situation dienlich, sondern allein dem Zweck unterworfen ist, die geeigneten Rahmenbedingungen für die optimale Akkumulation des jeweils nationalen Kapitals zu setzen. In ähnlicher Manier wird Israel ein „schmutziger Krieg“ angelastet – implizit also das Phantasma eines sauberen, gerechten Krieges begründet – oder das „Selbstbestimmungsrecht“ der Palästinenser_innen angemahnt, ohne zu sehen, dass genau dieser völkische Nationalismus, der „Selbstbestimmung“ nur im Zwang des Kollektivs zu erkennen vermag, immer und immer wieder von sich aus zum Krieg treibt. Der Antizionismus zieht somit das gesamte Aggressionspotential der falschen Gesellschaft auf einen Punkt zusammen – die Israelis bzw. Jüd_innen als Alleinschuldige, als Stören(de des)friede(ns) - und verunmöglicht zugleich die Einsicht in diesen destruktiven Zug, indem er sich als moralisch den ‚verbrecherischen Israelis’ überlegen und als von dunklen Lobby-Kräften unschuldig verfolgt wähnt.

          ... und auf dem linken Auge blind

          Wie wenig das Bündnis gegen den Krieg an einer tatsächlichen Beendigung des Kriegszustandes im Libanon und den palästinensischen Gebieten interessiert ist, zeigt im Weiteren seine Bemerkung, zur „Existenz von Hisbollah und Hamas“ könne man „sicherlich sehr geteilter Meinung sein“. Kritik, deren Maßstab die Emanzipation von Herrschaft ist, die sich also nicht im Meinen, Palavern oder Strategisieren erschöpft, kann die Existenz rechtsradikaler Vereinigungen – seien es Nazi-Parteien oder islamistische Rackets – nicht zur Geschmackssache reduzieren. Mit dieser Position fällt das Bündnis nicht nur den Israelis, die angesichts des antisemitischen, vor allem die Zivilbevölkerung treffenden Raketen- und suicide-Terrors um ihr Leben fürchten (und kämpfen), in den Rücken. Nein, auch die Interessen der Millionen von Menschen im Gaza-Streifen oder dem Südlibanon, die unter der Herrschaft der islamistischen Banden leiden müssen und denen Disco-Besuche, (sexuelle) Selbstbestimmung und Möglichkeiten der Organisation gegen die Zumutungen des Kapitals wie etwa das Streikrecht5 bei Strafe des Knüppels oder gar des Lebens genommen werden zugunsten eines autokratisch regierten Gottes(un)staates, werden somit verraten.

          Antizionismus als höchste Form des Einverstandenseins

                                                          „Mitmachen wollte ich nie.“6

          Israel, das sich durch seinen Doppelcharakter als gewöhnlicher, herrschaftsförmig organisierter Staat wie als Ort der politischen Emanzipation der Jüd_innen und Instrument ihrer bewaffneten Selbstverteidigung zugleich auszeichnet, wird hierzulande leider nicht allein von dem doch recht marginalen Bündnis gegen den Krieg angegriffen. Während sich derzeit auf der Straße eine unheimliche Koalition aus Islamist_innen, Linken sowie Rechtsradikalen formiert und 75% der Deutschen – sicher keine Pazifist_innen! – laut einer Umfrage das israelische Vorgehen für „überzogen“ halten, werden von den Polit-Eliten geostrategische Bündnisse auf Kosten Israels geschlossen. Während die Einen wie Wolfgang Gehrcke und Norman Paech von der Linkspartei bereits mit Abgesandten der Hisbollah kunkeln bzw. eine Konferenz mit Vertreter_innen der Hamas annoncieren7, die Anderen wie der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Israel aus der Ferne die Aushandlung eines „tragfähigen Friedens“ mit „den Konfliktpartnern, also Hamas und Hizbollah“ zu diktieren suchen, reden Dritte wie Außenminister Steinmeier und Verteidigungsminister Jung eifrig eine internationale Einsatztruppe im libanesischen Süden herbei, was den Medien Anlass genug bietet, fröhlich-gruselnd über den Zeitraum, bis Deutsche endlich wieder guten Gewissens Jüd_innen morden können, zu spekulieren.
          Der Antizionismus stellt durch sein Abspaltungstheorem – der böse jüdische Staat vs. die gute restliche Völkergemeinschaft – also nicht nur wie oben beschrieben eine sich rebellisch wähnende Versöhnung mit den Formen von Staat und Kapital bereit, darüber hinaus ermöglicht er der friedensbewegten Linken ganz konkret, sich wie die Fische im Wasser zu tummeln, im Strom des virulenten Ressentiments mitzuschwimmen. Auch wenn nur wenige außerhalb der ‚Szene’ eigens auf die Straße gehen: die Hetze gegen Israel versteht doch (fast) jede Deutsche. Der Antizionismus wird somit zum kulturellen Code und zur Bedingung der Möglichkeit des Dabeiseins. Mit gutem Gewissen kann so „die Linke“ eine Bewegung, welche die bürgerliche Mitte ebenso wie den rechten Rand einschließt, mit dem humanitär korrekten Vokabular versorgen. Anstatt solch eifrigen Mitmachens wäre Reflektion einzufordern auf die jeweiligen Besonderheiten der Kämpfe (und Kriege), eine Reflektion, die in Verbindung treten müsste mit einer Kritik der Allgemeinheit in Form von Staat, Volk und Kapital. Nur eine Bewegung, welche im Zeichen der Emanzipation des Besonderen wie des Allgemeinen eingedenk ist, könnte einst das derzeit so fern scheinende Ende jeglicher Kriege und jeder Gewalt herbeiführen.

          Bündnis gegen Antisemitismus Rhein/Main
          [gegenantisemitismus@gmx.net]        
                         
          sinistra! radikale linke
          [sinistra@gmx.li // www.sinistra.tk]

          1 Adorno/Horkheimer, Elemente des Antisemitismus, in: dieselben: Dialektik der Aufklärung.
          2 Alle Zitate im folgenden Abschnitt aus: Felicia Langer, Brandherd Nahost, Göttingen 2004.
          3 „Die Wurzel des Problems ist, dass die Schlüsselfrage des Nahostproblems nicht gelöst ist: Gerechtigkeit, Sicherheit, Frieden und Selbstbestimmung für Palästina.“
          4 Wie es auch immer wieder Michel Friedman vorgeworfen wird, der etwa von Möllemann „überheblicher, elitärer Arroganz" geziehen wurde.
          5 Vgl. Hatoum, Raida: Wider eine Politik der Verzweiflung. Polemik einer Linken aus dem Libanon, adressiert an die Linken des Westens, Fantomas Nr. 7/2005: „Seit Mitte der 1980er Jahre führt die Hisbollah den Kampf gegen die israelische Besatzung, doch artikuliert ihr Widerstand – dem des Irak nicht unähnlich - den „Antiimperialismus“ eines religiös aufgeladenen Nationalismus, nicht den der ArbeiterInnenklasse. Zwar erzwang sie 2000 den Rückzug der Israelis, doch haben Gewalt und Ausbeutung im „befreiten“ Südlibanon seither sogar zugenommen. Als es am 27.Mai des vergangenen Jahres endlich zu einem Generalstreik kam, in dem eine Erhöhung der Löhne, ein Stopp der Privatisierungen und der Einschnitte in die sozialen Dienste gefordert wurden, erschoss die reguläre Armee fünf Demonstranten, verurteilten Militärgerichte 150 AktivistInnen. Die Hisbollah mischte auf eigene Rechnung mit, machte Jagd auf streikende Arbeiter und lieferte ihre Opfer der Armee aus.“
          6 Leo Löwenthal, Mitmachen wollte ich nie. Ein autobiografisches Gespräch mit Helmut Dubiel.
          7 Vgl.
          http://www.inforadio.de/static/dyn2sta_article/388/134388_article.shtml und http://www.jungewelt.de/2006/07-18/043.php
          --

    32. From: Ulrich B
      Sent: Thursday, August 03, 2006 5:04 PM
      Subject: SZ Leser fordern Israels Selbstmord

      so denken SZ-Leser: 80%(!!) Sind dafür, dass Israel das Feuer einstellt, auch wenn es weiter beschossen wird... Sie fordern SELBSTMORD von Israel.
       

      Danke! Ihre Stimme wurde registriert.


           80 % Ja. Sogar wenn es ein einseitiger Waffenstillstand wäre.
           4 % Ja - aber nur wenn die Hisbollah keine Raketen mehr auf Israel abfeuert.
           16 % Nein. Israel sollte die Hisbollah weiter schwächen - danach kann man weitersehen.
           1 % Ich weiß es nicht.


      Abgegebene Stimmen: 19427

    33. SZ - Abstimmung Sollte Israel die Angriffe beenden?


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